Abend-Brief, Samstag, 1. August

Abendausgabe, Samstag, 1. August, 20:04.

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

1Konflikte

Russischer Beschuss tötet in Kyjiw mindestens neun Menschen

Neu

Russland hat nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe in der Nacht 35 Raketen, darunter 27 ballistische Raketen, sowie 185 Drohnen abgefeuert. Ukrainische Behörden teilten mit, in Kiew seien mindestens neun Menschen getötet und 33 verletzt worden. Unter den Verletzten waren vier Kinder. Wohnhäuser und die litauische Botschaft wurden beschädigt.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, sie habe nur eine ballistische Rakete abgefangen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, das Land brauche mehr Patriot-Systeme und Abfangraketen, um Städte gegen solche Angriffe zu verteidigen. Russlands Verteidigungsministerium erklärte, es habe militärisch-industrielle und logistische Ziele in Kiew und der umliegenden Region angegriffen.

Die Zahlen zeigen die Lücke zwischen der Fähigkeit der Ukraine, Drohnen zu stoppen, und ihrem Schutz gegen ballistische Raketen. Kiews Bitte an die Verbündeten dreht sich nicht mehr nur darum, zusätzliche Abschussvorrichtungen bereitzustellen. Es geht auch um eine verlässliche Versorgung mit kompatiblen Abfangraketen.

Nach Berichten von: ANSA.it, Reuters, RFI, Deutsche Welle, Notícias ao Minuto

2Migration

Ceutas Opferzahl steigt nach Massenüberquerung auf 67

Fortsetzung von heute Morgen.

Die spanischen Behörden beziffern die Zahl der Todesopfer des Massenübertritts nach Ceuta auf 67. Darin enthalten sind Menschen, die ertranken, sowie andere, die in einem Gedränge am Grenzwellenbrecher starben.

Zwischen 50.000 und 60.000 Menschen gelangten über mehr als einen Tag hinweg in die spanische Enklave. Die meisten kehrten später nach Marokko zurück. Spanien errichtete an der Seegrenze eine 500 Meter lange schwimmende Eindämmungsbarriere, nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs den Staat verpflichtet hatte, die Lücke zu schließen.

Zweiundzwanzig Mitgliedstaaten der Europäischen Union forderten eine koordinierte Reaktion und ein dringendes Treffen der Innenminister. Italien führte wieder Kontrollen bei Einreisen auf dem Luft- und Seeweg aus Spanien ein. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte, die Verantwortung für die Sicherung der EU-Außengrenze müsse im gesamten Block geteilt werden.

Nach Berichten von: El Confidencial, 20 minutos, EL MUNDO, LaSexta, RTVE.es, europa press

3Klima

Gironde-Brand ist eingedämmt, Einsatzkräfte bekämpfen neue Ausbrüche

Neu

Frankreich teilte mit, der Waldbrand in der Gironde sei unter Kontrolle, aber nicht gelöscht. Das Feuer verbrannte 42.000 Hektar. Rund 198.000 Einwohner durften zurückkehren, obwohl weite Teile von Cap Ferret leer blieben und Einsatzkräfte weiterhin aktive Abschnitte überwachten. Im Var verbrannte ein erneut aufgeflammtes Feuer weitere 1.250 Hektar und hinderte etwa 2.500 Einwohner an der Rückkehr nach Hause.

Ausgewählte Waldbrandbilanzen 2026 in Frankreich und SpanienHektar
  • Spanien, insgesamt gemeldet am 25. Juli130.000
  • Frankreich, gemeldete Gesamtzahl 2026116.085
  • Gironde-Brand42.000
  • Var, erneuter Brand1.250

Frankreichs Innenministerium meldete für 2026 landesweit 116.085 verbrannte Hektar. In Spanien hatte die Gesamtfläche der Saison bis zum 25. Juli rund 130.000 Hektar erreicht.

Nahe Porto Germeno in Griechenland evakuierten die Behörden etwa 300 Menschen auf dem Seeweg. An dem Einsatz waren 420 Feuerwehrleute, 19 Flugzeuge und 11 Hubschrauber beteiligt. Drei griechische Feuerwehrleute waren Anfang der Woche bei getrennten Bränden ums Leben gekommen. Die aktuelle Notlage bleibt über mehrere Fronten verteilt, statt sich auf einen einzigen Brand zu konzentrieren.

Nach Berichten von: Franceinfo, SudOuest.fr, Le Soir, Ouest France, BFMTV, ANSA.it

4Energie & Handel

Niedrige Flüsse testen Rumäniens Netz und die Rheinschifffahrt

Fortsetzung von heute Morgen.

Rumänien schaltete Block 1 von Cernavodă am 28. Juli ab, als der Pegel der Donau sank. Block 2 blieb am Netz, nachdem die Regierung Notarbeiten am Kühlwasser-Einlass finanziert und Wasser aus dem Bala-Arm umgeleitet hatte.

Donauabfluss an Rumäniens Eintrittspunkt Baziașm³/s
  • Mehrjähriger Juli-Durchschnitt4.750
  • Gemessen am 28. Juli1.650
  • Prognose für Anfang August1.600
  • Prognose für 4. August1.500

Bei Baziaș, wo die Donau nach Rumänien fließt, lag der Abfluss am 28. Juli bei 1.650 Kubikmetern pro Sekunde. Der mehrjährige Juli-Durchschnitt beträgt 4.750. Prognosen sahen den Abfluss Anfang August bei etwa 1.600 und bis zum 4. August bei 1.500. Die Regierung bemühte sich um Notstromlieferungen aus der Ukraine für Zeiten abendlicher Engpässe.

Auch der Rhein verzeichnete außergewöhnliche Niedrigwasserstände. Der amtliche Kölner Pegel zeigte am Samstag um 19:00 Uhr 66 Zentimeter an, unter dem 2018 verzeichneten Tiefstand von 69 Zentimetern. Ein Pegelwert ist nicht die schiffbare Tiefe des Flusses. Die Schifffahrt lief weiter, doch Binnenschiffe transportierten kleinere Ladungen, und Betreiber erhoben Niedrigwasserzuschläge oder nahmen Verzögerungen in Kauf.

Nach Berichten von: AP NEWS, Reuters, Deutsche Welle, France 24, wnp.pl, Frankfurter Allgemeine

5Regierung

US-Justizministerium weicht in einem Fall zurück, ein anderer Streit kehrt zurück

Neu

Das US-Justizministerium beantragte die Einstellung des Strafverfahrens wegen eines schweren Verbrechens gegen den früheren olympischen Kanuten David Hearn. Unterlagen des US-Innenministeriums zeigten, dass Schäden am Reflecting Pool des Lincoln Memorial auf die verpfuschte Installation durch einen Auftragnehmer und den Zeitdruck zurückgingen, die Arbeiten vor den America-250-Veranstaltungen rund um den Unabhängigkeitstag abzuschließen.

Hearn hatte eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren gedroht. Er war festgenommen worden, nachdem er während einer Fahrradtour am Becken angehalten und kurz ein loses Stück der Beschichtung berührt hatte. Die Staatsanwälte erklärten, die neuen Beweise machten es schwierig, die großflächigen Schäden Vandalismus zuzuschreiben oder eine solche Behauptung zweifelsfrei zu beweisen.

In einem separaten Streit drohte Präsident Donald Trump damit, einen Anti-Instrumentalisierungsfonds in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar wiederherzustellen, falls die republikanischen Senatoren John Cornyn und Thom Tillis sich weigerten, Todd Blanche als Justizminister zu unterstützen. Trump hatte den Fonds einen Tag zuvor für tot erklärt. Die Senatoren verlangen schriftliche Garantien, dass der Fonds aufgehoben bleibt, sowie eine Klärung einer separaten Bestimmung zur Immunität vor Steuerprüfungen für Trump und Mitglieder seiner Familie.

Nach Berichten von: The Atlantic, The New York Times, POLITICO, The Guardian, Rolling Stone, SRF News

Das war die ganze Ausgabe.

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