Stromnetz · Paks, Cernavoda und Budapest
Dürre an der Donau erzwingt Abschaltungen von Kernkraftwerken in Ungarn und Rumänien
Rekordtiefe Wasserstände der Donau aufgrund anhaltender Hitzewellen haben das ungarische Kernkraftwerk Paks in die Nähe seiner ersten vollständigen Abschaltung in 44 Jahren Betrieb gebracht und bedrohen den rumänischen Reaktor Cernavoda, während beide Länder versuchen, Strom zu sparen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, France 24, AP NEWS und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Block 3 wurde am 29. Juli vom Netz genommen, Block 1 am 1. August. Am 2. August um 01:30 Uhr wurde der Turbinengenerator von Block 4 abgeschaltet, sodass nur Block 2 mit etwa 240 MW lief. Am 6. August arbeitete das Kraftwerk mit etwa 12 % seiner 2.000 MW-Kapazität.
Der Pegel Paks stand am 2. August bei etwa minus 133 cm, bereits 26 cm unter dem Rekord von minus 98 cm aus dem Jahr 2018. Der letzte Block muss bei minus 134 cm abgeschaltet werden; Prognosen gehen von einem Pegel unter minus 144 cm aus.
Rumänien versenkt vier mit Gestein beladene Lastkähne, um Donauwasser in Richtung Cernavoda, etwa 60 km flussabwärts, umzuleiten. Werksleiter Romeo Urjan sagte, der zweite Reaktor würde ohne die Lastkähne in 5 bis 6 Tagen abgeschaltet, mit ihnen in 9 bis 10 Tagen.
Ungarn schaltete die Beleuchtung von Budapester Wahrzeichen aus; Audi Győr, MOL und andere drosselten die Produktion. Bukarest dimmte die Straßenbeleuchtung um ein Drittel. Der amtierende Ministerpräsident Ilie Bolojan erklärte am 31. Juli den Alarmzustand.
Die Donau hat in Rumänien und der Slowakei den niedrigsten Stand seit 30 Jahren und in Ungarn den niedrigsten je gemessenen Stand erreicht. Die Temperaturen erreichten am 5. August 43°C in Budapest. Die Schifffahrt ist beeinträchtigt, und ein Kreuzfahrtschiff mit fast 200 Passagieren wurde in Bulgarien evakuiert.
- 1.08.Block 1 in Paks vom Netz genommen; Kraftwerk bei etwa einem Viertel der 2.000 MW-Kapazität
- 2.08.Turbinengenerator von Block 4 in Paks abgeschaltet; nur Block 2 läuft noch mit etwa 240 MW
- 6.08.Paks bei etwa 12 % Kapazität; Rumänien versenkt Lastkähne, um Donauwasser nach Cernavoda umzuleiten
Ungarns Kernkraftwerk Paks steht vor vollständiger Abschaltung
Das Kernkraftwerk Paks, etwa 100 Kilometer südlich von Budapest an der Donau gelegen, ist aufgrund rekordtiefer Wasserstände in die Nähe seiner ersten vollständigen Abschaltung in 44 Jahren Betrieb geraten. Block 3 wurde am 29. Juli vom Netz genommen, Block 1 am 1. August, wodurch das Vier-Reaktor-Kraftwerk auf etwa ein Viertel seiner 2.000 MW-Kapazität reduziert wurde. Am 2. August um 01:30 Uhr wurde der Turbinengenerator von Block 4 abgeschaltet, sodass nur noch Block 2 mit etwa 50 Prozent, also rund 240 Megawatt, lief. Am 6. August arbeitete das Kraftwerk mit etwa 12 Prozent seiner Kapazität. Eine vollständige Abschaltung wäre die erste in der Geschichte des Kraftwerks.
Der Donaupegel in Paks zeigte die Lage: Der bisherige Rekord von minus 98 Zentimetern wurde 2018 aufgestellt, aber der Pegel war bereits Anfang der Woche auf minus 124 Zentimeter gefallen, 26 Zentimeter unter diesem Minimum. Am 1. August um 16:00 Uhr wurden etwa minus 131 Zentimeter gemessen, am 2. August etwa minus 133 Zentimeter. Der letzte in Betrieb befindliche Block muss bei minus 134 Zentimetern abgeschaltet werden, und die Prognosen gehen von einem Pegel unter minus 144 Zentimetern aus.
- Rekord 2018
- -98 cm
- Anfang der Woche
- -124 cm
- 2. Aug.
- -133 cm
- Abschaltschwelle
- -134 cm
- Prognose Tiefststand
- -144 cm
Daten aus dem Artikeltext
Rumänien kämpft um den Weiterbetrieb von Cernavoda
Das rumänische Kernkraftwerk Cernavoda, das etwa 20 Prozent der nationalen Stromerzeugung ausmacht, schaltete letzte Woche einen Reaktor ab. Der zweite Reaktor blieb in Betrieb, aber Werksleiter Romeo Urjan sagte am Donnerstag, dass er ohne Eingriff wahrscheinlich in fünf bis sechs Tagen abgeschaltet werden müsste. Das rumänische Militär sprengte Gestein aus dem Flussbett nahe dem Bala-Kanal und belud vier Lastkähne mit dem Material; nach dem Versinken bilden die Lastkähne eine Unterwasserbarriere, die Wasser in den Hauptkanal in Richtung Cernavoda, etwa 60 Kilometer flussabwärts, umleitet. Urjan sagte, die Wirkung der versenkten Lastkähne könnte etwa einen Tag brauchen, um das Kraftwerk zu erreichen.
„Wenn die installierten Lastkähne überschüssiges Wasser bringen... statt fünf bis sechs Tagen werden wir ab heute von neun bis zehn Tagen Betrieb sprechen.“
Der Durchfluss der Donau in Rumänien fiel auf 1.400 Kubikmeter pro Sekunde, weniger als ein Drittel des typischen Augustwerts. Der amtierende Ministerpräsident Ilie Bolojan erklärte am 31. Juli den landesweiten Alarmzustand im Energiesektor und appellierte an die Bürger, den Stromverbrauch in den abendlichen Spitzenzeiten freiwillig zu reduzieren.
Energieeinsparung und regionale Auswirkungen
Ungarn schaltete die dekorative Beleuchtung des Budapester Parlaments, der Burg Buda und der Kettenbrücke aus. Ministerpräsident Peter Magyar kündigte außerordentliche Maßnahmen an, und die Regierung erließ ein neues Dekret zur Neuregelung von Stromrestriktionen, das dem Netzbetreiber MAVIR erlaubt, nach vorheriger Warnung verbindliche Kürzungen bei Großverbrauchern anzuordnen, wobei Haushalte an letzter Stelle stehen. Audi Győr, der Ölkonzern MOL und andere Unternehmen drosselten die Produktion. Bukarest dimmte die Straßenbeleuchtung um ein Drittel und schaltete nachts die Beleuchtung von Wahrzeichen aus.
In Serbien wurde das Kühlwasser für die Kohlekraftwerke Kostolac schwieriger zu entnehmen, was einige Blöcke zwang, mit reduzierter Leistung zu laufen. Davor Maljokovic, Direktor der Stromproduktion im Wasserkraftwerk Djerdap, sagte, die Produktion laufe ohne Unterbrechung mit reduzierter Kapazität weiter. Bergbau- und Energieministerin Dubravka Djedovic Handanovic bezeichnete die Lage in Kostolac als stabil.
Dürre erfasst das Donaugebiet
Aufeinanderfolgende Hitzewellen seit Mai haben die Donau in Rumänien und der Slowakei auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren und in Ungarn auf den niedrigsten je gemessenen Stand gebracht. Die Temperaturen erreichten am 5. August 43 Grad Celsius in Budapest und überschritten am 6. August in der gesamten Region 40 Grad. Schiffe konnten nicht mit voller Ladung fahren, Fährverbindungen zwischen Bulgarien und Rumänien wurden in zwei Gebieten eingestellt, und ein Kreuzfahrtschiff mit fast 200 Passagieren wurde in Bulgarien evakuiert, nachdem es auf Grund gelaufen war. Ein Bericht von World Weather Attribution ergab, dass die schwere Dürre durch den vom Menschen verursachten Klimawandel extremer geworden ist.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Deutsche WelleHow drought threatens electricity supplies in Europe
- France 24Sequía histórica en el Danubio obliga a Hungría y Rumania a cerrar centrales nucleares
- Deutsche WelleNiedriger Wasserstand der Donau bedroht Stromversorgung
- AP NEWSRomania rushes to sink 4 barges in the Danube to keep a nuclear power plant's second reactor running
- Ilie Bolojan
- Amtierender Ministerpräsident Rumäniens, erklärte am 31. Juli den Alarmzustand im Energiesektor
- Peter Magyar
- Ministerpräsident Ungarns, kündigte außerordentliche Maßnahmen und ein Regierungsdekret zu Stromrestriktionen an
- Orte
- Spanien, Vatikanstadt, Belgrad, Mexiko, Rotterdam
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