BerichtWaldbrände wüten in Griechenland

Klima · Athen, Psatha und Rethymno

Zwei Löschhubschrauber stoßen in Griechenland zusammen – zwei Tote, während Waldbrände im ganzen Land wüten

Bei einem Zusammenstoß zweier Löschhubschrauber in der Luft nahe Athen sind am Sonntag ein griechischer Koordinator und ein dänischer Pilot ums Leben gekommen; damit stieg die Zahl der Todesopfer der griechischen Waldbrände auf fünf, während im ganzen Land mehr als 200 Brände wüteten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Spiegel Online, ZEIT ONLINE, NewsIT und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Athen, Psatha, Rethymno · Griechenland
Wie es dazu kam
  1. 1.08.Winde erreichen 100 km/h und halten die Löschflugzeuge am Boden. Dörfer, darunter Porto Germeno, werden evakuiert, die Polizei geht von Tür zu Tür.
  2. 2.08.Zwei Löschhubschrauber stoßen nahe Psatha zusammen; ein griechischer Koordinator und ein dänischer Pilot sterben. Auf der Insel Kefalonia bricht ein Feuer aus.
  3. 3.08.Der Wind lässt nach, sodass die Flugzeuge ihre Einsätze wieder aufnehmen können. Die Brandgefahr bleibt nach Angaben der Katastrophenschutzbehörden sehr hoch.

Hubschrauberkollision

Am Sonntag stießen zwei Löschhubschrauber bei der Bekämpfung eines großen Waldbrandes nahe Psatha nordwestlich von Athen zusammen. Der Griechische Feuerwehrverband teilte mit, an Bord der Maschinen hätten sich zwei griechische und zwei ausländische Staatsangehörige befunden. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis identifizierte die Toten als einen griechischen Koordinator und einen dänischen Piloten. Die beiden Besatzungsmitglieder des zweiten Hubschraubers überlebten und wurden in ein Krankenhaus gebracht.

„Die Piloten... wurden bewusstlos ins Krankenhaus gebracht, wo ihr Tod bestätigt wurde.“

Vassilis Vathrakogiannis

Der Retter Giorgos Ntoulas, der den Absturz aus 400 Metern Entfernung beobachtete, schilderte, wie die untere Maschine brennend senkrecht auf eine Straße stürzte, während der zweite Hubschrauber in einem Waldgebiet abstürzte. Er sagte, starker Wind und schwieriges Gelände hätten das Fliegen extrem anspruchsvoll gemacht.

„Die Manöver sind sehr heikel, das Gewicht der Hubschrauber mit dem Wasser ist übermäßig, und das Gleichgewicht geht sehr leicht verloren.“

Giorgos Ntoulas

Der pensionierte Luftvize-Marschall Ioannis Anastasakis vermutete, die Hubschrauber hätten sich im toten Winkel des jeweils anderen befunden, wobei die Sicht möglicherweise durch Asche auf den Cockpitscheiben eingeschränkt war.

Löscharbeiten und Bedingungen

In der vergangenen Woche sind nach Angaben der Feuerwehr mehr als 200 Brände in ganz Griechenland ausgebrochen. Bis Sonntag waren nach Angaben des Nationalen Observatoriums von Griechenland mehr als 27.000 Acres in den Regionen Attika und Böotien verbrannt. Der Feuer-Meteorologe Theodore Giannaros sagte, allein das Feuer von Porto Germeno habe wahrscheinlich mehr als 10.000 Hektar verzehrt, fast doppelt so viel wie ursprünglich geschätzt, und werde „sehr wahrscheinlich, wenn nicht sogar fast sicher“ als Megafeuer eingestuft werden.

„Es ist sehr wahrscheinlich, wenn nicht sogar fast sicher, dass das Feuer als Megafeuer eingestuft wird.“

Theodore Giannaros

Ministerpräsident Mitsotakis verwies auf „extreme Wetterbedingungen“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Katastrophenschutzminister Evangelos Tournas sagte, die Löschflugzeuge hätten wegen schwerer Turbulenzen zeitweise kein Wasser aufnehmen oder gezielte Abwürfe vornehmen können. Bis Montag ließ der Wind etwas nach, sodass die Flugzeuge ihre Einsätze wieder aufnehmen konnten, doch die Brandgefahr blieb nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde sehr hoch.

„Wir bekämpfen die Brände so gut wir können, in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, und gehen dorthin, wohin sie uns schicken. Was ich sehe, ist, dass es sehr wenige Flugzeuge und Hubschrauber gibt. Eine riesige Fläche ist verbrannt.“

Dimitris Katerinitisas

Opfer und Evakuierungen

Die Hubschrauberkollision brachte die Zahl der Todesopfer der griechischen Waldbrände auf fünf. Drei Feuerwehrleute waren bereits in der vergangenen Woche ums Leben gekommen: Zwei starben am 29. Juli bei der Bekämpfung eines Brandes nahe Rethymno auf Kreta, eingeschlossen in ihrem Fahrzeug im Gebiet Krya Vrisi, nachdem sie in dichtem Rauch die Sicht verloren hatten. Einer war ein Saisonfeuerwehrmann, der andere ein Fünfjahresveteran. Das dritte Todesopfer ereignete sich in der Region Peloponnes, wobei die Feuerwehr keine Details nannte.

Dörfer, darunter Porto Germeno, wurden evakuiert, nachdem das Feuer am Freitag ausgebrochen war. Die Polizei ging von Tür zu Tür, um die Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser zu drängen. Nach Angaben von Reuters zerstörte das Feuer mehr als 100 Häuser. Der stellvertretende Bürgermeister von Mandra sagte, in Porto Germeno seien bis zu 100 Häuser abgebrannt, und Dimitris Pagonis, ein hochrangiger Beamter des Katastrophenschutzes, sagte dem Sender Skai TV, dort könnten bis zu 150 Häuser beschädigt worden sein. Die Behörden planten, die Schäden rasch zu begutachten, damit betroffene Bewohner finanzielle Unterstützung erhalten könnten.

„Es spielt keine Rolle, dass mein Haus nicht abgebrannt ist. Die Häuser meiner Nachbarn sind abgebrannt. Das ist dasselbe.“

Soultana Loukidou

„Es ist extrem traurig. Der Wind ist sehr stark und dreht ständig. Es ist schwer, damit fertigzuwerden. Selbst die ausgebildeten und erfahrenen Feuerwehrleute können das Feuer nicht eindämmen – wie sollen wir das dann schaffen?“

Giorgos Mavroidis

Internationaler Kontext

Griechenland gehört zu mehreren europäischen Ländern, die gegen große Sommerwaldbrände kämpfen, die durch extreme Hitze und trockene Vegetation angefacht werden. In Frankreich sagte Ministerpräsident Sébastien Lecornu am Sonntag, die aus der südwestlichen Region Gironde evakuierten Bewohner kehrten in ihre Häuser zurück, da die beiden größten Brände des Landes nun unter Kontrolle seien. Bis Ende Juli waren in Frankreich in diesem Jahr etwa 250.000 Acres verbrannt. Auch Spanien hat große Brände erlebt, wobei sich Ministerpräsident Pedro Sánchez in der vergangenen Woche mit der Krise befasste.

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