Wirtschaft · Macon, Chattanooga und Washington
Audi plant erstes US-Werk in Georgia mit 200.000 Fahrzeugen pro Jahr
Audi plant sein erstes US-Werk in Macon im Bundesstaat Georgia mit einer Kapazität von 200.000 Fahrzeugen pro Jahr, sagte Trump am Samstag, 24. Oktober, bei einer Kundgebung. Konkrete Angaben zu einer US-Finanzhilfe waren bis zum Abend nicht bekannt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Wirtschafts Woche, Handelsblatt, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Trump kündigte das Werk in Georgia am Samstag, 24. Oktober, bei einer Kundgebung an und sprach von 200.000 Autos pro Jahr, während das Handelsblatt die volle Kapazität für 2031 nennt.
Audi plant rund 4.500 Arbeitsplätze und eine Investition von etwa vier Milliarden US-Dollar, während Trump die Investition mit 4,2 Milliarden Dollar bezifferte.
Die WiWo zitiert eine Audi-Erklärung, wonach der Bau 2027 beginnt, während das Handelsblatt von Erdarbeiten in diesem Jahr und Baubeginn 2028 berichtet.
Handelsblatt-Insider sagen, die Zollentlastung sei Teil von Audis Gesprächen mit der US-Regierung, die die Zeitung in der Woche ab dem 22. Oktober auch mit Beamten Georgias geführt habe.
- 22.10.Das Handelsblatt berichtet über Audis Pläne und Gespräche über US-Finanzhilfen
- 24.10.Trump kündigt das Werk in Georgia bei einer Kundgebung an, Döllner steht auf der Bühne
- 3.11.US-Zwischenwahlen zum Repräsentantenhaus und zu einem Teil des Senats
Trump kündigt das Werk bei einer Kundgebung an
Donald Trump kündigte am Samstag, 24. Oktober, bei einer Wahlkampfkundgebung in Georgia an, Audi werde in dem Bundesstaat ein großes Werk mit einer Jahresproduktion von 200.000 Autos bauen. Anschließend rief er Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne, und Döllner dankte dem Präsidenten für seine Unterstützung vor den Zwischenwahlen am 3. November. Die Kundgebung fand weniger als zehn Tage vor der Abstimmung statt, bei der die Republikaner knappe Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verteidigen. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar 2025 hat Trump ausländische Unternehmen gedrängt, ihre Produktion in die Vereinigten Staaten zu verlagern, und bietet an, Zölle auf Importe von Firmen aufzuheben, die dies tun.
Trump schilderte der Menge, wie groß der Plan sei.
„Stellen Sie sich das vor. 200.000 Autos pro Jahr. Das ist unglaublich.“
Döllner, von Trump-Anhängern bejubelt, nannte die Investition ein langfristiges Bekenntnis zu dem Land.
„Das ist eine langfristige Investition, weil wir an den amerikanischen Markt glauben.“
Investition, Arbeitsplätze und Zeitplan
Audi erwartet eine Investition von rund vier Milliarden US-Dollar (etwa 3,6 Milliarden Euro) und die Schaffung von rund 4.500 Arbeitsplätzen, während Trump die Investition mit 4,2 Milliarden Dollar bezifferte. Zum Zeitplan kursieren zwei Versionen: Die WiWo zitiert eine Audi-Erklärung, wonach der Bau 2027 beginnt und die Produktion Anfang der 2030er Jahre anläuft, während das Handelsblatt berichtet, in diesem Jahr würden Erdarbeiten beginnen, 2028 werde gebaut und 2031 die volle Kapazität von 200.000 Einheiten pro Jahr erreicht. Das Werk soll auf dem Middle Georgia Megasite bei Macon entstehen, einer Fläche von rund 620 Hektar, die laut Handelsblatt bereits Autoherstellern angeboten worden war und deren Pläne eine Teststrecke umfassen. Georgias Gouverneur Brian Kemp, ein Republikaner, erklärte in einer Stellungnahme, der Bundesstaat sei stolz, dass Audi ihn für sein erstes US-Werk gewählt habe, und das Gelände sei genau zu diesem Zweck gekauft und erweitert worden.
Zweistufiger Plan und Zollgespräche
Das Handelsblatt beschreibt unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen ein zweistufiges Vorgehen. Als Sofortmaßnahme würde Audi ein für den US-Markt konzipiertes Modell im Scout-Werk von Volkswagen in South Carolina auf einer Scout-Plattform bauen; Volkswagen hatte die US-Traditionsmarke 2021 übernommen. Langfristig würde Audi seine eigenen SUVs in Georgia bauen, wobei das Handelsblatt Q7 und Q9 nennt, während DIE WELT Q7, Q8 und Q9 aufführt. DIE WELT berichtet zudem von 25.000 geplanten Fahrzeugen für South Carolina – eine Angabe, die Audi vor Trumps Rede nicht bestätigen wollte.
- Werk Georgia
- 200000 Fahrzeuge
- South Carolina (laut DIE WELT)
- 25000 Fahrzeuge
Daten aus dem Artikeltext
Laut Handelsblatt-Insidern ist die Zollentlastung der größere Gewinn für Volkswagen und Teil der Gespräche mit der US-Regierung. Die Zeitung berichtete außerdem, Audi habe fortgeschrittene Gespräche mit Vertretern der US-Regierung und Beamten Georgias über finanzielle Unterstützung geführt, und Aufsichtsratschef Manfred Döss sei Anfang der Woche nach Washington gereist.
Druck auf deutsche Autobauer und US-Zölle
Trumps Zölle von 25 Prozent auf ausländische Fahrzeuge und Autoteile haben Volkswagen laut The New York Times hart getroffen. Audi importiert jedes Fahrzeug, das es in den Vereinigten Staaten verkauft, aus Europa oder Mexiko, und das Volkswagen-Werk in Chattanooga, Tennessee, baut nur den Atlas SUV. DIE WELT merkt an, dass auf Audis Heimatmarkt Kostensenkungen zukommen, mit 7.500 wegfallenden Stellen und einer infrage gestellten Jobgarantie. Deutsche Autobauer haben ihre US-Produktion ausgeweitet, um die Zollaufschläge zu vermeiden, und Mercedes präsentierte in seinem Werk in Tuscaloosa, Alabama, die aktualisierten Modelle GLE und GLS – mit US-Verkehrsminister Sean Duffy im Publikum.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Wirtschafts WocheParlamentswahlen: Auf Trump-Wahlkampftour: Audi kündigt SUV-Werk in den USA an
- HandelsblattAuto: Nach Handelsblatt-Bericht - Trump bestätigt Bau von Audi-Werk in den USA
- DIE WELTNeues Werk in den USA: Jetzt wird ausgerechnet ein deutscher Auto-Konzern zu Trumps Wahlkampf-Joker
- Bloomberg BusinessTrump verteidigt Zölle auf Wahlkampfveranstaltung und sagt, Audi werde US-Werk bauenTrump Defends Tariffs at Rally as He Says Audi to Build US Plant · Original auf Englisch
- Donald Trump
- US-Präsident, der das Werk in Georgia bei einer Wahlkampfkundgebung ankündigte
- Gernot Döllner
- Audi-Chef, der bei der Kundgebung sprach und Trump dankte
- Brian Kemp
- Republikanischer Gouverneur von Georgia, der eine Stellungnahme zur Begrüßung des Werks abgab
- Sean Duffy
- US-Verkehrsminister, der an einer Mercedes-Präsentation in Alabama teilnahm
- Organisationen
- Reuters
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