Spanien entsendet Truppen, während Ceuta einen außergewöhnlichen Grenzübertritt zählt
Fortsetzung von heute Morgen.
Spanien entsandte Soldaten, Taucher und ein Militärschiff nach Ceuta, nachdem Zehntausende Menschen von Marokko aus über Land und See in die Enklave gelangt waren. Das Innenministerium schätzte die Zahl der Ankünfte auf etwa 50.000, während Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas die Zahl bei nahe 60.000 ansetzte. Das Ministerium teilte mit, bis Freitag um 16:00 Uhr seien 37.500 Menschen nach Marokko zurückgekehrt. Ein provisorisches Aufnahmezentrum, das für 512 Menschen gebaut worden war, war überlastet.
- Ankünfte, Schätzung des Innenministeriums50.000
- Ankünfte, Schätzung der Behörden von Ceuta60.000
- Bis Freitag 16:00 nach Marokko zurückgekehrt37.500
Dutzende Menschen starben während der Grenzübertritte. Die gemeldeten Gesamtzahlen änderten sich im Laufe des Freitags, als Behörden und Nachrichtenorganisationen Fälle abglichen. Vivas beantragte die Ausrufung eines nationalen Notstands und eine einheitliche Befehlsstruktur. Madrid wies den rechtlichen Antrag zurück und erklärte, Migration falle nicht unter die Zivilschutzregeln, die für solche Erklärungen genutzt werden, verstärkte die Enklave jedoch.
Ministerpräsident Pedro Sánchez nannte den Grenzübertritt eine Verletzung der territorialen Integrität Spaniens und machte Schleusernetzwerke verantwortlich, die falsche Behauptungen über eine leichtere Einreise verbreitet hätten. Marokkanische Kräfte riegelten die Grenze später wieder ab. Der Unterschied zwischen 50.000 und 60.000 ist nicht kosmetisch: Er verändert die gemessene Rückkehrquote und das Ausmaß der Reaktion, die weiterhin erforderlich ist.
Nach Berichten von: El Confidencial, 20 minutos, EL MUNDO, LaSexta, RTVE.es, europa press