Makroökonomie · Washington, D.C.
Drei Fed-Abweichler drängen auf Zinserhöhung, während der Ausverkauf am Anleihenmarkt den Inflationskampf in Frage stellt
Die Federal Reserve hielt die Leitzinsen zum fünften Mal in Folge unverändert, während drei stimmberechtigte Mitglieder aus der Reihe tanzten und eine sofortige Straffung forderten, was zu einer Verkaufswelle bei Staatsanleihen führte und die 30-jährigen Renditen auf ein 19-Jahres-Hoch trieb.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Reuters, Financial Times News, Axios und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan stimmten für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt und warnten, dass die Inflation seit über fünf Jahren über 2 % liegt und sich zu verfestigen droht.
Die Rendite 30-jähriger Anleihen stieg nach Andeutungen von Chef Warsh über eine mögliche Änderung des Inflationsrahmens auf 5,28 %, den höchsten Stand seit 2007.
Alberto Musalem von der St. Louis Fed sagte, der Anleihemarkt habe ‚gesprochen‘, und frühere schrittweise Erhöhungen seien besser als spätere abrupte.
Der Markt rechnet mit einer 67%igen Wahrscheinlichkeit einer Anhebung um 25 Basispunkte im September, wobei Warsh die Überprüfung der Geldpolitik möglicherweise in Jackson Hole vorstellt.
- AnleihenverkäufeDie Rendite 30-jähriger Staatsanleihen steigt über 5,2 % und erreicht mit 5,28 % den höchsten Stand seit 19 Jahren.
- Stellungnahmen der AbweichlerHammack, Kashkari und Logan warnen, dass die Inflation ohne Zinserhöhung verfestigt sei; Kashkari verweist auf Investitionen in Rechenzentren.
- Musalem-Interview mit der FTMusalem sagt, der Anleihenverkauf sei ein Signal, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen; er bevorzugt frühere schrittweise Erhöhungen.
Eine gespaltene Notenbank
Am Mittwoch ließ die Federal Reserve den Leitzins zum fünften Mal in Folge unverändert bei 3,50–3,75 %, doch die Entscheidung war nicht einstimmig. Drei der 12 stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses – Beth Hammack (Cleveland), Neel Kashkari (Minneapolis) und Lorie Logan (Dallas) – stimmten dagegen und sprachen sich für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt aus. Alberto Musalem von der St. Louis Fed, der in diesem Jahr kein Stimmrecht hat, sagte später der Financial Times, er habe eine Präferenz für eine Erhöhung geäußert. Der Riss trat zutage, während die Inflation seit über fünf Jahren mehr als doppelt so hoch ist wie das Ziel von 2 %.
Die Argumente der Abweichler
In separaten Erklärungen vom Freitag argumentierten die drei Abweichler, dass die Geldpolitik nicht restriktiv genug sei, um den Preisdruck zu senken. Hammack sagte, sie sei nicht zuversichtlich, dass die Inflation von allein zum Ziel zurückkehre, und sah Inflationsdruck von der Nachfrageseite. Kashkari berief sich auf die 1970er Jahre und warnte, dass aufeinanderfolgende Angebotsschocks – von den pandemiebedingten Störungen und dem Ukraine-Krieg bis hin zu Zöllen und dem Nahost-Konflikt – das Risiko einer Verfestigung der Inflation bergen. Er verwies auf massive Investitionen in Rechenzentren als neuen Nachfragetreiber. Logan stellte fest, dass die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, beim Konsum und an den Finanzmärkten zeigten, dass die Politik die Wirtschaftstätigkeit nicht bremse, sodass die Inflation ohne einen unerwarteten Schock wahrscheinlich über dem Ziel bleiben werde.
„Ein höherer Leitzins würde helfen, die Wirtschaftstätigkeit zu bremsen und den Inflationsdruck zu verringern.“
„Wenn die Inflation erhöht bleibt, wäre meiner Meinung nach eine Reihe kleinerer politischer Schritte besser, als zu warten und schließlich festzustellen, dass noch kühnere Maßnahmen nötig sind.“
Der Rentenmarkt schlägt Alarm
Die Kombination aus der Untätigkeit der Fed und den Äußerungen von Vorsitzendem Kevin Warsh löste einen starken Ausverkauf aus. Warsh, der im Mai 15 externe Experten zur Überprüfung des geldpolitischen Rahmens berufen hatte, deutete eine mögliche Änderung des Inflationsmaßstabs an, indem er sagte: „Wer weiß, was wir nach dem nächsten Januar zur Strategie sagen könnten.“ Die Rendite 30-jähriger Staatsanleihen sprang auf 5,28 %, den höchsten Stand seit 2007. Nathan Sheets, Chefvolkswirt von Citigroup, sagte, der Markt spreche der Fed das Misstrauen aus. Musalem bezeichnete den Ausverkauf als Signal, dass die Notenbank ihre Glaubwürdigkeit zurückgewinnen müsse. Die Episode bringt Warsh in eine schwierige Lage: Er muss die Präferenz von Präsident Donald Trump für eine lockerere Geldpolitik mit einer wachsenden Gruppe von inflationsbekämpfenden Kollegen in Einklang bringen.
„Er hob ein Problem hervor und gab keine Strategie zu seiner Lösung, außer: ‚Ich bin ein Falke, vertrauen Sie mir‘ – und die Märkte verlangten mehr.“
„Zu diesem Zeitpunkt sind frühere, schrittweise, allmähliche Zinsmaßnahmen vorzuziehen, weniger kostspielig und weniger störend als möglicherweise spätere, größere und abrupte Maßnahmen.“
Was als Nächstes kommt
Händler rechnen nun mit einer 67%igen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt auf der September-Sitzung, so die CME Group. Warsh plant, sich in den kommenden Wochen mit seinem Überprüfungsgremium zu treffen und könnte auf dem Jackson-Hole-Symposium Ende August erste Ideen vorstellen – ein Ort, den frühere Fed-Vorsitzende genutzt haben, um politische Kursänderungen anzukündigen. Da die Inflation weiterhin hoch ist und drei stimmberechtigte Mitglieder auf Zurückhaltung drängen, könnte die nächste Sitzung die erste Zinserhöhung unter Warshs Führung bringen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ReutersTreasury selloff signals need to bolster Fed's inflation credibility, Musalem tells FT
- Financial Times NewsBond sell-off sent warning on Fed's credibility, says top central bank official
- AxiosFed rates dissenters make their case for higher rates
- France 24US Fed dissenters call for rate hikes over sustained inflation
- Alberto Musalem
- Präsident der St. Louis Fed, der sagte, der Anleihenverkauf zeige die Notwendigkeit, Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.
- Beth Hammack
- Präsidentin der Cleveland Fed, die für eine Zinserhöhung stimmte und warnte, dass die Inflation nicht von selbst fallen werde.
- Kevin Warsh
- Vorsitzender der Federal Reserve, der eine mögliche Überprüfung des Inflationsrahmens andeutete und damit einen Anleihenverkauf auslöste.
- Neel Kashkari
- Präsident der Minneapolis Fed, der abwich und warnte, dass aufeinanderfolgende Angebotsschocks die Inflation verfestigen könnten.
- Lorie Logan
- Präsidentin der Dallas Fed, die abwich und sagte, die derzeitige Politik bremse die Wirtschaft nicht.
- Nathan Sheets
- Globaler Chefvolkswirt von Citigroup, der sagte, die Märkte hätten der Fed das Misstrauen ausgesprochen.
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Iran-Krieg zur Inflation beitrug und der eine lockerere Geldpolitik bevorzugt.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen