
Polen schickt Kampfjets in die Luft, Sirenen in Lublin nach russischem Angriff auf Kiew und Lwiw
Russland hat einen massiven nächtlichen Raketen- und Drohnenangriff auf die Ukraine gestartet und Kiew und Lwiw getroffen. Polen reagierte, indem es Kampfjets in die Luft schickte und in der Region Lublin Luftalarmsirenen aktivierte.
Russischer Raketen- und Drohnenangriff
Russland hat einen groß angelegten nächtlichen Angriff auf die Ukraine mit ballistischen Raketen und Drohnen durchgeführt und dabei die Hauptstadt Kiew und die westliche Stadt Lwiw getroffen. In Kiew meldete Bürgermeister Witalij Kliczko Brände in Nichtwohngebäuden und Garagen, mindestens eine Person wurde getötet. Der Kyiv Independent gab später die landesweite Bilanz mit sieben Toten und fünfzehn Verletzten an. In Lwiw wurden zwei Wohnblocks beschädigt und sechs Menschen verletzt, wie örtliche Dienste mitteilten. Gouverneur Maksym Kozicki bestätigte, dass die Luftabwehr aktiv sei und in der Stadt Explosionen zu hören gewesen seien.
Der Feind greift die Hauptstadt mit ballistischen Raketen an. Die Gefahr weiterer Angriffe bleibt bestehen. Bleibt in den Schutzräumen!
Polens militärische Reaktion
Gegen 2:15 Uhr gab das Operative Kommando der Streitkräfte (DORSZ) bekannt, dass Militärflugzeuge im polnischen Luftraum zu operieren begonnen hätten. Kampfjets und ein Frühwarnflugzeug wurden gestartet, während bodengestützte Luftabwehr- und Radarsysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden. Das Kommando bezeichnete den Schritt als vorbeugend, um den Luftraum in den an die bedrohten Zonen angrenzenden Gebieten zu sichern.
Achtung. Aufgrund der Aktivität der Langstreckenluftfahrt der Russischen Föderation, die Angriffe auf das Gebiet der Ukraine durchführt, haben Militärluftfahrtoperationen im polnischen Luftraum begonnen.
- Luftalarm in Kiew; Bürgermeister warnt vor ballistischer Raketenbedrohung
- Polens Operatives Kommando kündigt Militärluftfahrtoperationen im polnischen Luftraum an
- Explosionen in Lwiw gemeldet; Luftabwehr aktiv
- Luftalarmsirenen in Lublin und den meisten Teilen der Woiwodschaft Lublin aktiviert
- Alarm in der Region Lublin aufgehoben
Sirenen in der Region Lublin
Um 3:50 Uhr heulten auf Anordnung des Regierungssicherheitszentrums (RCB) Luftalarmsirenen in Lublin und den meisten Kreisen der Woiwodschaft Lublin. Sprecher Marcin Bubicz sagte, der Alarm sei durch eine glaubwürdige Bedrohung durch Luftangriffe im Zusammenhang mit der russischen Militärluftfahrtaktivität über der Ukraine ausgelöst worden. Die Sirenen waren etwa zehn Minuten lang zu hören und wurden kurz nach 4:00 Uhr aufgehoben. Der nördliche Teil der Woiwodschaft war nicht von der Warnung betroffen.
Ich kann bestätigen, dass wir tatsächlich eine Bedrohung durch Luftangriffe haben. Diese Information stammt direkt vom Regierungssicherheitszentrum. Sie ist glaubwürdig und bestätigt.
Suche nach möglichem Objekt bei Turobin
Feuerwehrleute in der Region Lublin suchen nach einem Objekt, das möglicherweise in der Nacht in den polnischen Luftraum eingedrungen ist. Die Suche konzentriert sich auf die Umgebung von Turobin im Kreis Biłgoraj, wo Anwohner einen lauten Knall gemeldet haben. Ein diensthabender Beamter der Provinzfeuerwehr sagte, es seien mehrere Anrufe eingegangen und die Meldungen würden untersucht.
Selenskyjs USA-Besuch und Warnung
Der Angriff erfolgte nur Stunden, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj von einem Besuch in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt war. Während der Gespräche im Weißen Haus erklärte sich Donald Trump bereit, der Ukraine eine Lizenz für die Produktion von Patriot-Luftabwehrraketen zu erteilen. Selenskyj hatte bereits gewarnt, dass Russland eine massive Raketenoffensive vorbereite, und appellierte erneut an die Verbündeten, Luftabwehr zu liefern.
Die Sicherheit der Ukrainer hängt direkt von der Bereitschaft unserer Partner ab, Luftabwehrraketen zu liefern.


