
Trump verkündet Abkommen des Friedensrates zur vollständigen Entwaffnung der Hamas in Gaza
Der US-Präsident erklärte, das gestaffelte Abkommen sehe einen Abzug der israelischen Streitkräfte vor, während die Entwaffnung voranschreite, und eine internationale Stabilisierungstruppe sowie eine neue palästinensische Polizei sollten das Gebiet sichern.
Trumps Ankündigung
Am Donnerstagabend postete US-Präsident Donald Trump auf Truth Social, dass sein "Friedensrat" eine Einigung über die "vollständige Entwaffnung" der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen in Gaza erzielt habe. Er bezeichnete das Abkommen als "wichtigen Meilenstein" bei der Umsetzung seines 20-Punkte-Plans zur Beendigung des Krieges.
Heute hat der Friedensrat ein HISTORISCHES Abkommen zur VOLLSTÄNDIGEN ENTWaffnung der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen in Gaza erreicht. Dies ist ein monumentaler Schritt hin zu dauerhaftem FRIEDEN und SICHERHEIT.
Trump sagte, das Abkommen werde in sorgfältig strukturierten Phasen umgesetzt, wobei die israelischen Streitkräfte abziehen, sobald die Entwaffnung abgeschlossen sei. Er dankte den Vermittlern Ägypten, Katar und der Türkei für die Ermöglichung des Durchbruchs.
Gestaffelte Entwaffnung und Abzug
Der Plan sieht einen schrittweisen Prozess vor: Die Hamas und andere militante Gruppen entwaffnen, israelische Truppen ziehen sich zurück, und eine Internationale Stabilisierungstruppe (ISF) arbeitet mit einer neuen palästinensischen Polizei zusammen, um das Gebiet zu sichern. Trump bezeichnete dies als entscheidenden Schritt hin zu einer neuen palästinensischen Verwaltung in Gaza, die mit dem Friedensrat zusammenarbeiten würde.
Dieses Abkommen ist ein entscheidender Schritt, damit Gaza endlich von einer neuen palästinensischen Regierung regiert wird, die eng mit dem Friedensrat zusammenarbeiten wird, um dem palästinensischen Volk zu helfen. Gleichzeitig wird Israel die Sicherheit erhalten, die es verdient.
Die Entwaffnung der Hamas war ein zentraler Streitpunkt in den Verhandlungen. Israel, das mehr als 60 % Gazas kontrolliert, hatte eine vollständige Entwaffnung gefordert, bevor Fortschritte bei der Roadmap erzielt werden könnten. Zuvor hatte die Hamas signalisiert, dass sie bereit sei, die zivile Verwaltung zu übergeben, nicht aber die Waffen.
Reaktionen und nächste Schritte
Es gab keine sofortige offizielle Bestätigung von der Hamas oder Israel. Eine Hamas-Quelle teilte AFP am Donnerstag mit, dass es eine "breite Übereinstimmung" zu mehreren waffenbezogenen Punkten gebe und die Gruppe Änderungsvorschläge zur von den USA vorgeschlagenen Roadmap eingereicht habe, die auf eine Antwort Israels warte. Ein israelischer Beamter sagte jedoch gegenüber Reuters, die vorgeschlagenen Bedingungen seien nicht zufriedenstellend. DW berichtete, dass Unterhändler in Kairo eine 15-Punkte-Roadmap zur Entwaffnung vereinbart hätten, obwohl noch Änderungen vorgenommen würden.
Kairo werde "bald" ein Treffen der Vermittler, der USA, Katars, der Türkei und Ägyptens ausrichten, um die Umsetzung der zweiten Phase der Waffenruhe zu besprechen, so der staatlich nahestehende Sender Al-Qahera News. Die zweite Phase umfasst nach Trumps 20-Punkte-Plan die Entwaffnung, den schrittweisen israelischen Abzug und den Einsatz der ISF. Trumps Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu von einem Besuch in den USA zurückgekehrt war, bei dem er Trump im Weißen Haus getroffen hatte.
Der Friedensrat und der 20-Punkte-Plan
Der Friedensrat ist eine von Trump ins Leben gerufene internationale Initiative, die seinen 20-Punkte-Plan für Gaza überwacht. Trump ist sein lebenslanger Vorsitzender. Das Gremium ist umstritten, weil es außerhalb bestehender internationaler Rahmenwerke agiert und seine Zusammensetzung von Kritikern als nicht ausreichend ausgewogen angesehen wird. Die Niederlande und andere westeuropäische Länder sind keine Mitglieder.
Im Rahmen des Plans soll eine Gruppe palästinensischer Technokraten, das Nationale Komitee für die Verwaltung Gazas (NCAG), Waffen erhalten und das tägliche Leben während des Übergangs verwalten. Das NCAG hat derzeit seinen Sitz in Ägypten und wird nach Angaben ägyptischer und palästinensischer Medien von Israel daran gehindert, nach Gaza einzureisen.
Gewalt hält an
Trotz der seit Oktober geltenden Waffenruhe hält die Gewalt an. Israelische Angriffe töteten am Donnerstag mindestens vier bis sechs Palästinenser, darunter zwei Kinder, wie Gesundheitsbeamte und Sanitäter mitteilten. Die Angriffe erfolgten, während die diplomatischen Bemühungen intensiviert wurden.
- Waffenruhe zwischen Israel und Hamas tritt in Kraft
- Trump verkündet Abkommen des Friedensrates zur vollständigen Entwaffnung der Hamas
- Vermittler treffen sich voraussichtlich in Kairo, um Umsetzung der zweiten Phase zu besprechen


