BerichtAbkommen zur Entwaffnung im Gazastreifen

Konflikte · Gaza-Stadt, Washington D.C. und Kairo

Trump verkündet Hamas-Abrüstungsabkommen, doch Israel und Hamas tauschen Vorbedingungen aus, die den Weg blockieren

Der US-Präsident erklärte, der Friedensrat habe eine Fahrplan für eine 'vollständige Abrüstung' gesichert, doch ein hochrangiger Hamas-Vertreter machte dies von einem israelischen Rückzug abhängig, und eine israelische Quelle erklärte, es werde keinen Rückzug vor einer 'echten Abrüstung' geben.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von il Giornale.it, France 24, Irish Independent und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Shealeah Craighead, Public domain (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 30.07.Die israelische Regierung gibt vor Trumps Ankündigung eine Erklärung ab, in der sie mitteilt, sie habe Tony Blair ihre Vorbehalte übermittelt.
  2. 31.07.Trump kündigt das Abrüstungsabkommen des Friedensrates an; der Rat veröffentlicht seinen 15-Punkte-Fahrplan.
  3. 31.07.Hamas-Vertreter Bassem Naim bestätigt auf X, dass die Gruppe das Abkommen vorbehaltlich israelischer Zugeständnisse angenommen hat.

Präsident Donald Trump gab am späten Donnerstag bekannt, dass sein Friedensrat eine Einigung über die Abrüstung der Hamas und anderer bewaffneter Gruppen im Gazastreifen erzielt habe, und bezeichnete dies als 'monumentalen Schritt' in Richtung dauerhafter Sicherheit. Der vom Rat veröffentlichte 15-Punkte-Fahrplan verlangt von der Hamas die Aufgabe schwerer Waffen und Sicherheitsverantwortung und verpflichtet Israel zu einem schrittweisen Rückzug aus dem Gebiet. Doch innerhalb weniger Stunden knüpften hochrangige Vertreter beider Seiten Vorbedingungen, die einander umkehren, und ließen den Sequenzierungs-Stillstand ungelöst, der den Prozess seit Monaten blockiert.

Der Kern des Stillstands

Der Hamas-Unterhändler Ghazi Hamad erklärte gegenüber Reportern, die Gruppe werde vor einem israelischen Rückzug keine Maßnahmen zur Abrüstung ergreifen.

„Wir werden keine Maßnahmen zur Abrüstung ergreifen, bevor Israel sich aus dem Streifen zurückzieht.“

Ghazi Hamad, Mitglied des Hamas-Verhandlungsteams

Ein hochrangiger israelischer Vertreter, der anonym sprach, erklärte, es werde keinen Rückzug von den derzeitigen Positionen geben, bevor Israel die 'echte Abrüstung der Hamas' festgestellt habe. Israels rechtsextremer Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, verurteilte das Abkommen als 'inakzeptabel' und forderte Premierminister Benjamin Netanjahu auf, es abzulehnen. Eine Umfrage vom Mai ergab, dass 82 Prozent der jüdischen israelischen Befragten die gewaltsame Vertreibung von Palästinensern aus ihren Häusern in Gaza befürworteten.

Was der Fahrplan besagt

Der Rat veröffentlichte einen 15-Punkte-Text, der den Parteien zwei Wochen Zeit gibt, einen Zeitplan zu definieren, den ein internationales Überprüfungskomitee verlängern kann. Eine von der Associated Press erhaltene Kopie des Abkommens besagt, dass Polizeiwaffen an das Nationale Komitee für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) übergeben werden sollen, sobald dieses im Gebiet eintrifft. Die Stilllegung und Einlagerung schwerer Waffen, militärischer Produktionsstätten und Tunnel soll nach diesem Eintreffen und der Stationierung einer internationalen Stabilisierungstruppe beginnen. Wann das Komitee eintreffen wird, ist unklar, da Israel dessen Einreise blockiert hat. Eine Quelle des Friedensrates bezifferte den gesamten Plan auf 200 bis 350 Tage; die Financial Times berichtete, dass die Abrüstung und der israelische Rückzug wahrscheinlich bis zu einem Jahr oder länger dauern würden.

Die Position der Hamas

Der hochrangige Hamas-Vertreter Bassem Naim bestätigte auf X, dass die Gruppe das Abkommen angenommen habe, vorbehaltlich israelischer Zugeständnisse, darunter die Beendigung der Feindseligkeiten und der Abzug der israelischen Truppen. Ghazi Hamad sagte dem Wall Street Journal separat, die Gruppe habe weder von Abrüstung noch von Waffenübergabe gesprochen, sondern davon, dass die Waffen vom technokratischen Komitee katalogisiert und eingelagert würden. Eine Hamas-Quelle sagte Reuters, der Abkommensentwurf sehe vor, dass schwere Waffen unter der Kontrolle einer palästinensischen Verwaltung eingelagert und nicht an Israel übergeben würden. L'Express berichtet, Hamad habe auch eine israelische Beteiligung an der Operation ausgeschlossen.

„Die Gruppe stimmte dem Abkommen zu, das zuvor von US-Präsident Donald Trump angekündigt worden war, das jedoch israelische Zugeständnisse voraussetzt.“

Bassem Naim

Israelische Skepsis

Die israelische Regierung gab am Donnerstagabend vor Trumps Ankündigung eine Erklärung ab, in der sie sich auf einen anonymen diplomatischen Vertreter berief, der sagte, Israel habe seine Vorbehalte Tony Blair mitgeteilt. Israel fordert die vollständige Abrüstung der Hamas, einschließlich des Abtransports von Waffen aus Gaza und der vollständigen Entmilitarisierung des Streifens, als Vorbedingung für jeden Prozess. Der Guardian zitierte den Vertreter mit den Worten, der diskutierte Plan erfülle diese Forderungen nicht.

Israelische öffentliche Meinung zu Palästinensern in Gaza%
Befürworten gewaltsame Vertreibung von Palästinensern aus Gaza
82 %
Befürworten Vertreibung palästinensischer Staatsbürger Israels aus ihren Häusern
56 %
Glauben, es gebe 'keine Unschuldigen' unter den Palästinensern in Gaza
64 %

Daten aus dem Artikeltext

Ein Fonds, der leer bleibt

Der Friedensrat warb von Weltführern lebenslange Mitgliedsbeiträge in Höhe von einer Milliarde Dollar ein, seine Mitgliedsstaaten sagten 7 Milliarden Dollar für ein Gaza-Hilfspaket zu, und Trump versprach weitere 10 Milliarden Dollar an US-Finanzierung. Aber im Mai, vier Monate nach Gründung des Rates, berichtete die Financial Times, dass der von der Weltbank eingerichtete Finanzfonds kein Geld von Gebern erhalten habe. Die ständige Mitgliedschaft kostet mehr als eine Milliarde Dollar, obwohl Staaten für mindestens drei Jahre beitreten können. Es gibt mehr als 20 Gründungsmitglieder neben den Vereinigten Staaten, darunter die Türkei, Saudi-Arabien, die VAE und Katar. Frankreich und Spanien haben erklärt, sie würden nicht beitreten, da die Charta Fragen zum Völkerrecht und zur Achtung der Vereinten Nationen aufwerfe. Gemäß der Charta hat Trump den Vorsitz inne, bis er ihn niederlegt; ein US-Vertreter sagte, er könne ihn auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft behalten.

Was als Nächstes passiert

Ägypten, das die Verhandlungen ausrichtet, befürwortete den Fahrplan in einer Erklärung, ohne schriftlich zu bestätigen, dass die Hamas abrüsten werde. Ein weiteres Treffen soll nun die Umsetzungsmechanismen erörtern. Mindestens 1.214 Palästinenser wurden seit der Ankündigung der Waffenruhe im Oktober 2025 in Gaza getötet, so das Gesundheitsministerium des Gebiets, dessen Zahlen die Vereinten Nationen als zuverlässig erachten. Die israelische Armee gibt an, im gleichen Zeitraum fünf Soldaten verloren zu haben, während Reuters von vier berichtet. Israel kontrolliert mehr als 60 Prozent des Gebiets, und Netanjahu hat der Armee befohlen, 70 Prozent zu übernehmen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Gaza-Stadt, Washington D.C., Kairo · Palästina, Vereinigte Staaten, Ägypten

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