Retter zählen Tote, vertraute Systeme versagen
Fortsetzung von heute Morgen.
Eine düstere Bilanz zeichnete sich auf vier Kontinenten ab. Die Polizei in Simbabwe erhöhte die Opferzahl der Fährkatastrophe auf dem Kariba-See auf 80, nachdem Taucher weitere Leichen aus einem überladenen staatlich betriebenen Schiff geborgen hatten, das für 90 Passagiere zugelassen war, aber mindestens 114 Erwachsene, fünf Besatzungsmitglieder und eine unklare Zahl von Kindern an Bord hatte. In Indonesien tötete ein Erdbeben der Stärke 7,7 vor Flores mindestens 53 Menschen, verletzte mehr als 100 und vertrieb rund 5.000 Menschen aus ihren Häusern, während Nachbeben, Erdrutsche und Stromausfälle die Rettungsteams behinderten.
- Simbabwe-Fähre80
- Flores-Erdbeben53
- Polnischer Busunfall12
- Hurrikan Lala1
In Europa kam eine weitere Bilanz hinzu. Ein polnischer Pilgerbus kippte auf Ungarns Autobahn M3 um, wobei 12 Menschen starben und Dutzende verletzt wurden, während die Polizei untersuchte, ob der Fahrer eingeschlafen war. Auf Hawaii streifte Hurrikan Lala die Big Island, tötete bei einem Verkehrsunfall einen Menschen, kappte die Stromversorgung von etwa 60.000 Haushalten und zwang Flughäfen, Krankenhäuser und Häfen zum Notbetrieb.
„Ich spreche den Familien der Opfer mein aufrichtiges Beileid aus. Ich danke allen Menschen, die an der Rettungsaktion beteiligt waren.“
Belgien kämpfte gegen den größten dort je registrierten Waldbrand, nachdem im Naturschutzgebiet Hohes Venn fast 3.000 Hektar verbrannt waren; EU-Flugzeuge, Feuerwehrleute aus Nachbarländern und örtliche Landwirte beteiligten sich an den Löscharbeiten. Die Behörden teilten mit, kühleres, feuchteres Wetter habe geholfen, doch steiles Gelände, drehende Winde und Rauch hielten Dörfer nahe der deutschen Grenze in Alarmbereitschaft. Diesmal versagten die Warnzeichen nicht leise; sie kamen als Leichen, blockierte Straßen und leere Liegeplätze.
Nach Berichten von: Reuters, The Independent, Mediapart, ZEIT ONLINE, Tages Anzeiger, Sky News