
Polnischer Pilgerbus kippt auf Ungarns M3-Autobahn um - 12 Tote, mindestens 10 Verletzte
Ein polnischer Reisebus, der von einer Pilgerreise nach Medjugorje zurückkehrte, kippte am 16. August gegen 1:00 Uhr auf der M3-Autobahn in Ostungarn nahe Mezőkeresztes um. Dabei kamen 12 Menschen ums Leben, mindestens 10 weitere wurden schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen ist.
Der Unfall
Ein polnischer Reisebus kam am Sonntag, den 16. August 2026, gegen 1:00 Uhr auf der M3-Autobahn nahe der Stadt Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn ab. Der Bus geriet in einen Straßengraben und kippte auf die Seite. Die ungarische Polizei erklärte, das Fahrzeug sei in Richtung der Stadt Nyíregyháza unterwegs gewesen, als der Unfall auf einer geraden Strecke geschah. Bilder vom Unfallort zeigten ein schwer beschädigtes rotes Fahrzeug, das in einem Graben auf der Seite lag, mit zerbrochenen Fenstern und verstreuten persönlichen Gegenständen in der Umgebung.
- Bus kommt auf M3-Autobahn nahe Mezőkeresztes von der Fahrbahn ab, fährt in einen Graben und kippt um
- Feuerwehr meldet Rettung von 35 Menschen aus dem Bus; einige Fahrgäste unter Fahrzeug eingeklemmt
- Ungarischer Ministerpräsident Péter Magyar bestätigt auf Facebook 12 Tote und mindestens 10 Schwerverletzte
- Sprecher des polnischen Außenministeriums Maciej Wewiór sagt, 7 Verletzte in sehr ernstem Zustand, etwa 40 mit leichten Verletzungen
Opfer und Rettung
Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar gab auf Facebook bekannt, dass 12 Menschen ums Leben kamen und mindestens 10 schwer verletzt wurden. Der Sprecher des polnischen Außenministeriums, Maciej Wewiór, sagte der PAP, dass 12 polnische Staatsbürger gestorben seien, 7 der Verletzten befänden sich in sehr ernstem Zustand in ungarischen Krankenhäusern, und etwa 40 weitere hätten leichte Verletzungen erlitten und das Krankenhaus bereits verlassen oder stünden kurz davor. Die Feuerwehr meldete um 3:00 Uhr, dass 35 Menschen aus dem Bus gerettet worden seien, einige Fahrgäste waren unter dem Fahrzeug eingeklemmt. Zivile Kräne wurden herbeigeschafft, um den 24-Tonnen-Bus anzuheben. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.
- Getötete
- 12 Personen
- Schwerverletzte
- 10 Personen
- Sehr ernster Zustand (der Verletzten)
- 7 Personen
- Leichte Verletzungen (ca.)
- 40 Personen
- Von Feuerwehr gerettet (bis 3 Uhr)
- 35 Personen
Fahrgäste und Reise
Der Bus war mit 57 Passagieren und 2 Fahrern besetzt, alles polnische Staatsbürger. Tadeusz Dykas, Inhaber des Transportunternehmens, das den Bus betrieb, sagte Radio ZET, dass die Fahrgäste von einer einwöchigen Pilgerreise nach Medjugorje zurückkehrten, die vom Reisebüro Floratur aus der Region Podkarpacie organisiert worden war. Dykas sagte, der Bus sei in sehr gutem Zustand gewesen und habe einen Monat zuvor eine technische Prüfung bestanden. Er bestätigte, dass beide Fahrer überlebt hätten und von der Polizei vernommen würden. Inoffiziell könnten fünf der Opfer Bewohner des Dorfes Lubenia im Kreis Rzeszów gewesen sein.
Ursache und Ermittlungen
Die ungarische Polizei erklärte, vorläufige Informationen deuteten darauf hin, dass der Fahrer am Steuer eingeschlafen sei. Der Fahrer wurde von den Behörden festgenommen, die die genauen Umstände des Unfalls untersuchen. Dykas sagte, er sei in Ungarn, habe aber keine Informationen über die Ursache. Der Abschnitt der M3-Autobahn in Richtung Nyíregyháza wurde nach dem Unfall gesperrt.
Politische Reaktionen
Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und dankte den Rettungskräften, die zum Unfallort entsandt worden waren. Der polnische Präsident Karol Nawrocki erklärte auf X, er habe die Nachricht mit tiefer Trauer aufgenommen. Der polnische Außenminister Radosław Sikorski bestätigte auf X, dass der konsularische Dienst arbeite und Polen mit den ungarischen Behörden in Kontakt stehe.
Der konsularische Dienst arbeitet. Wir stehen mit den ungarischen Behörden in Kontakt. Das Außenministerium wird überprüfte Informationen bereitstellen.
Die PKO Ekstraklasa gab bekannt, dass die Sonntagsspiele von einer Schweigeminute zu Ehren der Opfer begleitet werden.


