NATO schießt Drohne über Lettland ab
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NATO-Kampfjets haben am frühen Freitagmorgen eine Drohne über Ostlettland abgeschossen, nachdem sie nahe Balvi, unweit der russischen Grenze, in den Luftraum eingedrungen war. Lettland erklärte, vier alliierte Flugzeuge seien aufgestiegen, zwei italienische Eurofighter und zwei türkische F-16, und ein italienischer Jet habe das unbemannte Luftfahrzeug zerstört. Riga führte den Vorfall auf russische elektronische Kampfführung zurück, während die NATO eine Untersuchung einleitete und die Herkunft der Drohne nicht benannte. Dieser Vorbehalt ist wichtig, weil ukrainische Kräfte Berichten zufolge über Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen haben und elektronische Störmaßnahmen Drohnen vom Kurs abbringen können.
Lettland verhängte für fünf Grenzregionen die Warnstufe Orange, hob sie nach dem Abschuss jedoch wieder auf. Auch Finnland beschränkte den Luft- und Seeverkehr im östlichen Finnischen Meerbusen und hob die Maßnahmen anschließend wieder auf, nachdem es erklärt hatte, keine Drohnen seien in finnisches Gebiet eingedrungen. Die russische Region Leningrad, zu der St. Petersburg gehört und die an NATO-Gebiet grenzt, meldete, die Luftabwehr habe über Nacht Drohnen abgeschossen; Behörden nannten Zahlen zwischen 15 und 51. Zudem brach in Ust-Luga, einem Ostseehafen für russische Ölfrachten, ein Feuer aus.
Der Vorfall ereignete sich nach jüngsten Fällen, in denen Drohnen in den Luftraum Lettlands, Rumäniens und anderer östlicher NATO-Staaten eingedrungen waren; einige davon wurden von örtlichen Behörden mit russischen Systemen in Verbindung gebracht, während andere weiter umstritten sind. NATO-Verbündete berieten in dieser Woche über diese Reihe von Vorfällen und erklärten, Russland trage Verantwortung für gefährliche Luftraumverletzungen, während Moskau bei ähnlichen Vorfällen feindliche Absichten bestritten hat. Burgen entscheiden moderne Kriege selten; verirrte Drohnen über baltischen Wäldern könnten entscheiden, wie viel Risiko die NATO verkraften kann, bevor routinemäßige Luftraumüberwachung nach Eskalation auszusehen beginnt.
Nach Berichten von: ANSA.it, Reuters, Le Parisien