Piotr Antoni Skiba
- 3. Juli
Leszek Kraskowski verlässt Haft, nachdem Staatsanwalt Droh-Mail-Vorwurf fallen lässt – Sakiewicz zahlt Kaution
Der investigative Journalist Leszek Kraskowski hat am Freitag die Haftanstalt in Warschau verlassen, nachdem die Staatsanwaltschaft eingeräumt hatte, dass forensische Beweise ihn nicht mehr als Absender der Droh-E-Mails an den Polizeichef von Piaseczno ausweisen. TV-Republika-Chefredakteur Tomasz Sakiewicz zahlte die 25.000 Złoty Kaution umgehend.

- 1. Juli
Staatsanwaltschaft Warschau stellt Ermittlungen gegen Polizei nach Durchsuchung von Tomasz Sakiewicz‘ Wohnung ein
Die Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen am 1. Juli ein und befand, dass die Beamten in der gerechtfertigten, wenn auch irrigen Annahme gehandelt hätten, dass das Leben eines Kindes in unmittelbarer Gefahr schwebe.

- 1. Juli
Warschauer Krankenhausleiche: Illegales Bestattungsgeschäft? Kaczyński spricht von 'NekroAfera'
Vorwürfe eines geheimen Bestattungsbetriebs in der Leichenhalle des Warschauer Südkrankenhauses verschärfen den Skandal um die Einrichtung. Oppositionsführer Jarosław Kaczyński zieht Parallelen zum berüchtigten 'Hautjäger'-Fall und gibt der Regierungskoalition die Schuld.

- 30. Juni
Staatsanwaltschaft Warschau stellt Ermittlungen zu ‚Zwei Türmen‘ ein; Jarosław Kaczyński als Zeuge vernommen, keine Straftat festgestellt
Die Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen im sogenannten Fall ‚Zwei Türme‘ eingestellt, da keine Anhaltspunkte für eine Straftat gefunden wurden. Die am 25. Juni 2026 getroffene Entscheidung betrifft Vorwürfe, der österreichische Geschäftsmann Gerald Birgfellner sei von Personen, die für die mit der PiS verbundene Firma Srebrna handelten, um mindestens 1,3 Millionen Euro betrogen worden.
- 29. Juni
Whistleblower-Chirurg Emil Jędrzejewski sagt erneut aus: 29-seitiges Protokoll, Staatsanwälte „zufrieden“
Der ehemalige Chirurgiechef des Südkrankenhauses Emil Jędrzejewski unterzog sich heute einer fast zehnstündigen zweiten Vernehmung, die ein 29-seitiges Protokoll hervorbrachte, das die Staatsanwälte als „sehr produktiv“ bezeichneten.

- 17. Juni
VIP-Spur und ein 1,6-Millionen-Zloty-Arzt: Skandal zwingt Klinikvorstand am Warschauer Südkrankenhaus zum Rücktritt
Ein Arzt und Bezirksrat verdiente in einem Jahr 1,6 Millionen Zloty ohne Facharztqualifikation, während Politiker der regierenden Bürgerkoalition angeblich in einer Privatlounge eines Warschauer Kommunalkrankenhauses bevorzugt behandelt wurden.

- 16. Juni
Staatsanwaltschaft Warschau lehnt Ermittlungen gegen Sikorski ab, weil er Macierewicz im Parlament „Spinner“ genannt hat
Die Warschauer Staatsanwaltschaft wird keine Ermittlungen gegen Außenminister Radosław Sikorski einleiten, weil er den Oppositionsabgeordneten Antoni Macierewicz während einer Sejm-Debatte als „Spinner“ bezeichnet hat. Sie entschied, dass die Angelegenheit im Wege der Privatklage zu behandeln sei.

- 11. Juni
Polnischer Investigativjournalist Leszek Kraskowski für drei Monate inhaftiert – Opposition und Medienorganisationen üben scharfe Kritik
Ein Warschauer Gericht hat die Untersuchungshaft für den Investigativjournalisten Leszek Kraskowski um drei Monate verlängert. Der Journalist ist bekannt für seine Berichterstattung über die Polnord-Affäre, an der der Abgeordnete der Regierungskoalition Roman Giertych beteiligt ist. Die Staatsanwaltschaft stützt sich auf Todesdrohungen und den illegalen Besitz einer Gaspistole. Kritiker bezeichnen die Festnahme dagegen als politisch motivierten Versuch, einen Regierungskritiker zum Schweigen zu bringen.

- 10. Juni
Kaczyński neun Stunden lang in Warschauer ‚Zwei Türme‘-Ermittlung vernommen – nennt Staatsanwalt ‚rechtswidrig‘
Jarosław Kaczyński verbrachte am Mittwoch neun Stunden in einer Warschauer Staatsanwaltschaft, nannte den ermittelnden Staatsanwalt ‚rechtswidrig‘, kooperierte dann aber vollumfänglich in einer langjährigen Untersuchung zu einem gescheiterten Immobilienprojekt.

- 9. Juni
Polen benennt marokkanischen Verdächtigen im Fall der Tötung des Soldaten Mateusz Sitek an der Grenze 2024 und setzt Ermittlungen aus, nachdem Belarus Auslieferungsersuchen ignoriert
Die Staatsanwaltschaft identifizierte Mohamed Addamrou als den Mann, der den 21-jährigen Feldwebel Mateusz Sitek im Mai 2024 an der belarussischen Grenze tödlich erstochen hatte. Die Ermittlungen wurden am 22. Mai 2026 ausgesetzt, nachdem Belarus nicht auf ein im Dezember 2025 übermitteltes Auslieferungsersuchen reagiert hatte.
