Regierung · Warschau
Staatsanwaltschaft Warschau lehnt Ermittlungen gegen Sikorski ab, weil er Macierewicz im Parlament „Spinner“ genannt hat
Die Warschauer Staatsanwaltschaft wird keine Ermittlungen gegen Außenminister Radosław Sikorski einleiten, weil er den Oppositionsabgeordneten Antoni Macierewicz während einer Sejm-Debatte als „Spinner“ bezeichnet hat. Sie entschied, dass die Angelegenheit im Wege der Privatklage zu behandeln sei.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von wpolityce.pl, TVN24, Wprost und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die Warschauer Staatsanwaltschaft lehnte es ab, gegen Radosław Sikorski zu ermitteln, weil er Antoni Macierewicz als „świr“ bezeichnet hatte. Sie begründete dies damit, dass Verleumdung ein Privatklagedelikt sei und kein überwiegendes öffentliches Interesse bestehe.
Staatsanwalt Piotr Skiba verwies auf Macierewicz‘ umfangreiche Prozesserfahrung und stellte fest, dass der ehemalige Minister auf eigenen Wunsch eine private Strafklage einreichen könne.
Während die Staatsanwaltschaft Sikorskis Worte als „der Würde des Staates nicht angemessen“ bezeichnete, kritisierte sie auch Macierewicz‘ eigenes Verhalten im Plenum als unvereinbar mit der Staatsräson.
Sikorski verwendet den Begriff „świr“ seit mindestens zehn Jahren gegenüber Macierewicz, der jedoch nie rechtliche Schritte einleitete, was das Argument für ein Eingreifen der Staatsanwaltschaft untergräbt.

- 13.03.Sikorski nennt Macierewicz während einer Sejm-Debatte über das Veto zum SAFE-Gesetz einen 'Spinner'.
- 10.06.Der Warschauer Bezirksstaatsanwalt erlässt einen Beschluss, der die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ablehnt.
- 16.06.Die Staatsanwaltschaft gibt den Beschluss öffentlich bekannt.
Die Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft lehnte es am 10. Juni ab, ein Ermittlungsverfahren gegen Außenminister Radosław Sikorski einzuleiten, weil er den PiS-Abgeordneten Antoni Macierewicz während einer Parlamentssitzung als „świr“ (Spinner) bezeichnet haben soll. Der Beschluss wurde am 16. Juni bekannt gegeben.
Der Wortwechsel im Parlament
Am 13. März 2026, während einer Sejm-Debatte über das Veto von Präsident Karol Nawrocki gegen das SAFE-Verteidigungsdarlehensprogramm, wandte sich Sikorski vom Rednerpult aus direkt an Macierewicz. „Antek, du Spinner, wo sind die Caracals? Wo sind die Mistrals für einen Euro? Wo sind die Beweise für das Smolensk-Attentat?“, fragte er. Die Äußerungen bezogen sich auf Beschaffungsentscheidungen für Hubschrauber und Kriegsschiffe, die Macierewicz als Verteidigungsminister getroffen hatte, sowie auf seine langjährigen Behauptungen zum Flugzeugabsturz von Smolensk 2010.
Warum die Staatsanwaltschaft ablehnte
Verleumdung nach Artikel 212 des Strafgesetzbuches ist ein Privatklagedelikt. Eine öffentliche Klagebehörde darf nur dann einschreiten, wenn die Rechtsstaatlichkeit oder das öffentliche Interesse dies erfordert. Staatsanwalt Piotr Antoni Skiba, Sprecher der Behörde, erklärte, diese Voraussetzungen seien nicht erfüllt.
„Die Staatsanwaltschaft berücksichtigte, dass der Geschädigte in der Lage ist, seine Rechte selbstständig vor Gericht geltend zu machen, angesichts seiner umfangreichen Prozesserfahrung, einschließlich einer Reihe von Verfahren, die für Antoni Macierewicz günstig ausgegangen sind.“
Skiba stellte zudem fest, dass Sikorski in den letzten zehn Jahren wiederholt den Begriff „świr“ gegenüber Macierewicz verwendet habe, der ehemalige Minister jedoch niemals rechtliche Schritte eingeleitet habe. „Da der Geschädigte selbst so viele Jahre lang kein Interesse daran gezeigt hat, die Mittel zum Schutz seines guten Namens zu nutzen, erscheint es nicht angemessen oder gerechtfertigt, dass ein Staatsanwalt ihm zuvorkommt“, fügte Skiba hinzu.
Scharfe Worte für beide Lager
Der Beschluss entschuldigte Sikorskis Sprache nicht. Der Staatsanwalt erklärte, die Worte des Außenministers „bleiben hinter den Standards gepflegter Kommunikation und guter Umgangsformen zurück und sind der Würde des Staates nicht angemessen.“ Gleichzeitig kritisierte die Stellungnahme auch Macierewicz‘ eigenes Verhalten während derselben Debatte als „in keiner Weise mit der Würde des Staates vereinbar“ und stellte fest, dass der Sejm-Marschall trotz Kenntnis der Umstände die verfügbaren Instrumente zur Wiederherstellung der Ordnung nicht genutzt habe.
Wie es weitergeht
Der Beschluss hindert Macierewicz nicht daran, rechtliche Schritte einzuleiten. Er kann als Privatkläger eine private Strafanklage vor Gericht einreichen. Auslöser des Verfahrens war ein Antrag des PiS-Abgeordneten Bartosz Kownacki; Macierewicz selbst hat keine Privatklage eingereicht.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- wpolityce.plProkuratura odpuszcza Sikorskiemu, ten znów obraża Macierewicza!
- TVN24Sikorski nazwał Macierewicza "świrem". Jest decyzja prokuratury
- WprostSikorski nazwał Macierewicza "świrem". Jest ruch prokuratury
- Do RzeczySikorski nazwał Macierewicza "świrem". Prokuratura: Uchybia standardom, ale śledztwa nie będzie
- Radosław Sikorski
- Vizepremier und Außenminister Polens, der Antoni Macierewicz während einer Sejm-Debatte als „Spinner“ bezeichnete.
- Antoni Macierewicz
- PiS-Abgeordneter und ehemaliger Verteidigungsminister, der von Sikorski als „Spinner“ bezeichnet wurde.
- Piotr Antoni Skiba
- Sprecher der Warschauer Bezirksstaatsanwaltschaft, der die Entscheidung, kein Ermittlungsverfahren einzuleiten, bekannt gab.
- Bartosz Kownacki
- PiS-Abgeordneter, der den Antrag auf Einleitung des Verleumdungsverfahrens stellte.
- Karol Nawrocki
- Staatspräsident Polens, der sein Veto gegen das SAFE-Gesetz einlegte, was die Parlamentsdebatte auslöste, in der der Vorfall stattfand.
- Orte
- Warschau
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen