Spanien untersucht Kontrollversagen nach Zugunglück bei Toledo
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Spanien leitete Untersuchungen dazu ein, warum zwei Züge wieder für den regulären Verkehr freigegeben wurden, bevor sie bei Urda auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid–Sevilla kollidierten. Rettungsdienste teilten mit, ein AVE-Zug von Renfe und ein Zug von Iryo seien am Bahnhof zusammengestoßen, und Kastilien-La Mancha erhöhte die Opferzahl auf 68 Tote und Dutzende Verletzte. Die Region aktivierte ihren Notfallplan, und die Regierung rief drei Tage Staatstrauer aus, nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez den Unglücksort besucht hatte.
63 km
Quelle: Deutsche Welle
Verkehrsminister Óscar Puente sagte, das LZB-Sicherungssystem sei ausgefallen, sodass ein 63 km langer Abschnitt nicht mehr regulär überwacht wurde. Zunächst hätten die Züge automatisch angehalten, doch Mitarbeiter des Infrastrukturbetreibers Adif im Kontrollzentrum Atocha hätten anschließend die Wiederaufnahme des Betriebs genehmigt, trotz einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h und einer roten Warnanzeige, wonach der Iryo-Zug das Gleis noch belegte. Der Renfe-Zug legte vor dem Aufprall etwa 25 km zurück, vermutlich mit mehr als 100 km/h, und Puente lehnte es ab, über einen Rücktritt zu sprechen, während Ermittler die Kette der Entscheidungen rekonstruieren.
Sánchez versprach eine umfassende Untersuchung und bezeichnete den Unfall als nationale Katastrophe. Der spanische Fußballverband verschob 24 für Mittwochabend angesetzte Partien der Copa del Rey, während europäische Vertreter Hilfe anboten und ihr Beileid aussprachen.
„Ganz Spanien trauert.“
Als Nächstes: Eine offizielle Untersuchung wird das Kontrollversagen prüfen.
Nach Berichten von: Deutsche Welle, europa press, ANSA.it
