Eisenkot führt vor Netanjahu nach Israels Beteiligungssprung
Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Die Wahllokale schlossen bei 77,7 % Beteiligung, und TV-Prognosen sehen Gadi Eisenkots Block vorn, aber unter 61 Sitzen.
Nach Schließung der Wahllokale um 22.00 Uhr Ortszeit wurde aus Israels Wahl, die zunächst von der Wahlbeteiligung geprägt war, ein Rätsel der Regierungsbildung. Die Zentrale Wahlkommission teilte mit, 5.695.682 Menschen hätten gewählt, das entspricht 77,7 % der Wahlberechtigten, etwa 7,1 Prozentpunkte mehr als bei der vorigen Wahl und die höchste Beteiligung seit 2001. Lange Schlangen zwangen die Wahlbehörden, Notanweisungen zu erlassen, die Wählern erlaubten, abgelaufene Ausweisdokumente zu nutzen, sofern sie auf dem Foto noch zu erkennen waren, und die Kommission wies einen Antrag des Likud zurück, die Stimmabgabe landesweit zu verlängern.
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Erste Hochrechnungen sahen dann den Jaschar-Block von Gadi Eisenkot vor Benjamin Netanjahus Koalition, wenn auch weiterhin ohne Regierungsmehrheit. Kan, Channel 12 und Channel 13 prognostizierten für den Eisenkot-Block jeweils 53, 52 und 53 Sitze, während alle drei den Netanjahu-Block bei 50 sahen. Europa Press sah Jaschar bei etwa 52 Sitzen, zwei mehr als die Netanjahu-Koalition. Für den Likud wurden 25 Sitze prognostiziert, drei weniger als für Jaschar und deutlich unter den 32, die er derzeit hat.
Praktisch kommt es nun auf Präsident Izchak Herzog an, denn nach den ersten Hochrechnungen erreicht kein Block die Schwelle von 61 Sitzen. Gadi Eisenkot sagte, er werde rasch handeln, um Benjamin Netanjahus Regierung abzulösen und eine, wie er es nannte, Regierung der zionistischen Mobilisierung zu bilden. Die Zentrale Wahlkommission hat mit der Auszählung und Überprüfung der Stimmzettel begonnen, daher könnten sich die Zahlen der Wahlnacht noch verschieben, bevor Izchak Herzog entscheidet, wen er mit der Regierungsbildung beauftragt.
Als Nächstes: Der Zentrale Wahlausschuss zählt und prüft die Endergebnisse.
Nach Berichten von: 20minutes, El Confidencial, La Libre.be, europa press, AP NEWS, ANSA.it
