Makroökonomie · London
Healeys erster Haushalt am 28. Oktober steht vor Entscheidungen zu Steuern und Sozialleistungen – bei 3,5 % Inflation
Schatzkanzler John Healey legt am Mittwoch, dem 28. Oktober, seinen ersten Haushalt vor – bei einer Inflation von 3,5 % und durch den Iran-Krieg gestiegenen Kreditkosten. Das Institute for Fiscal Studies warnt, er könne 35 Mrd. £ aus Steuererhöhungen oder Kürzungen bei den Sozialleistungen benötigen, um die öffentlichen Dienste zu schützen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Evening Standard, BBC, inews.co.uk und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Healey soll die Erklärung gegen 12.30 Uhr im Unterhaus abgeben, nach der Fragestunde des Premierministers. Die Inflation ist im September auf 3,5 % gestiegen.
Das Institute for Fiscal Studies erklärt, Steuererhöhungen oder Kürzungen bei den Sozialleistungen von 35 Mrd. £ könnten nötig sein, um Einschnitte bei öffentlichen Diensten zu vermeiden. Die Schätzungen zum Spielraum reichen von 12 Mrd. £ (Resolution Foundation) bis 24 Mrd. £ (OBR-Prognose im März).
Premierminister Andy Burnham hat Healey und Energieministerin Miatta Fahnbulleh gebeten, die Abschaffung der Grundgebühren auf Gasrechnungen zu prüfen. Ausgaben von über 1 Mrd. £ für den Warm Home Discount werden Berichten zufolge erwogen.
Neunzig Labour-Abgeordnete unterstützen eine höhere Abgabe auf Geldspielgeräte der Kategorie B. Die Social Market Foundation schlägt vor, den Satz von 20 % auf 40 % anzuheben.
Der Haushalt und die finanzpolitische Zange
Schatzkanzler John Healey wird am Mittwoch, dem 28. Oktober, seinen ersten Haushalt vorlegen; die Erklärung wird gegen 12.30 Uhr im Unterhaus erwartet, unmittelbar nach der Fragestunde des Premierministers. Die Inflation ist im September auf 3,5 % gestiegen, und der Iran-Krieg hat die Kreditkosten des Staates in die Höhe getrieben, was Healeys Spielraum verengt. Das Institute for Fiscal Studies hat gewarnt, er müsse möglicherweise Steuern erhöhen, die Sozialausgaben kürzen oder beides kombinieren – um 35 Mrd. £, um Kürzungen bei den Budgets für öffentliche Dienste zu vermeiden. Die Staatsverschuldung liegt laut „Evening Standard“ bei 3 Billionen £.
Spielraum unter den bestehenden Regeln
Healey hält an den Fiskalregeln seiner Vorgängerin Rachel Reeves fest. Bis 2029/30 müssen die laufenden Ausgaben durch Steuern statt durch Kredite gedeckt sein, und die Staatsverschuldung als Anteil der Wirtschaftsleistung muss im selben Jahr sinken. Die Schätzungen zum Spielraum – dem Puffer gegenüber diesen Regeln – gehen auseinander: Das Office for Budget Responsibility prognostizierte im März rund 24 Mrd. £, die Resolution Foundation schätzt, er könnte sich auf 12 Mrd. £ halbiert haben, und das Institute for Fiscal Studies hält weiterhin etwa 20 Mrd. £ für möglich. Die staatliche Kreditaufnahme stieg im September auf 24,5 Mrd. £ und lag damit über den Prognosen. Die FT berichtet, die Rendite zehnjähriger Gilts sei im Oktober auf über 5,5 % gesprungen – der höchste Stand seit 2007 –, was nach Berechnungen der FT ein Loch von fast 12 Mrd. £ in den öffentlichen Finanzen bedeuten würde. Seither ist die Rendite auf 5,37 % zurückgegangen.
- OBR-Prognose (März)
- 24 Mrd. £
- Schätzung der Resolution Foundation
- 12 Mrd. £
- Schätzung des IFS
- 20 Mrd. £
Daten aus dem Artikeltext
Investoren wollen keine Überraschungen
Fondsmanager erklärten der FT, sie wollten einen disziplinierten Haushalt, der die Fiskalregeln unangetastet lässt. April LaRusse, Co-Leiterin des globalen Kundenportfoliomanagements bei BNY Investments, will einen Puffer von etwa 15 bis 20 Mrd. £ erhalten sehen und jede Energiehilfe vollständig gegenfinanziert. Andrew Chorlton, Chief Investment Officer für Anleihen bei M&G, sagt, sein Haus sei bei Gilts übergewichtet und wolle keine Rede von Spielräumen und keine höhere Kreditaufnahme.
„Anleiheinvestoren suchen im britischen Haushalt nach Beruhigung, nicht nach Überraschungen.“
Gilts haben französische und italienische Anleihen übertroffen, weil Investoren die Zusicherung beruhigte, dass die Regierung von Premierminister Andy Burnham an den wirtschaftspolitischen Leitlinien von Keir Starmer festhält. Der IWF hat Großbritannien dafür gelobt, dass es unter den G7-Staaten zumindest eine Senkung der Kreditaufnahme plant. Großbritannien ist 2026 bislang das am schnellsten wachsende G7-Land, mit 0,6 % im ersten und 0,5 % im zweiten Quartal. Eine Zinserhöhung der Bank of England ist durchaus wahrscheinlich, was einige Hypothekenzahlungen verteuern würde.
Energierechnungen, Kraftstoffsteuer und Steuern
Premierminister Andy Burnham hat Healey und Energieministerin Miatta Fahnbulleh angewiesen, die Abschaffung der Grundgebühren auf Gasrechnungen zu prüfen und die Kopplung zu lösen, durch die der Großhandelspreis für Gas die Strompreise bestimmt. Healey steht unter Druck, die für Januar geplante Erhöhung der Kraftstoffsteuer zu streichen, da der Satz seit 2011 nicht gestiegen ist. Berichten zufolge prüft er Ausgaben von über 1 Mrd. £ für einen größeren Warm Home Discount, den jährlichen Rabatt von 150 £ für Haushalte mit Anspruch auf bedürftigkeitsgeprüfte Leistungen, möglicherweise mit weiteren 100 £ obendrauf. Eine Erhöhung der Kapitalertragsteuer hat Healey in diesem Haushalt abgelehnt, trotz entsprechender Forderungen aus der Labour-Partei. Zudem erwägt er Berichten zufolge, den Zusatzabschlag auf Bankgewinne von 3 % auf 8 % anzuheben und damit eine von Jeremy Hunt eingeleitete Senkung rückgängig zu machen – eine Änderung, die laut TUC 2,25 Mrd. £ pro Jahr einbringen würde.
- Aktueller Zusatzabschlag
- 3 %
- In Prüfung
- 8 %
Daten aus dem Artikeltext
Glücksspiel, Unternehmen und junge Menschen
Neunzig Labour-Abgeordnete haben einen Brief an Healey mitunterzeichnet, in dem sie eine höhere Abgabe auf Geldspielgeräte (Machine Games Duty) für Geräte der Kategorie B fordern – die Geldgewinn-, Obst- und Quizautomaten in Bingohallen und Spielhallen. Die Social Market Foundation schlägt vor, den Satz für die betroffenen Geräte von 20 % auf 40 % zu verdoppeln, was laut Bingo Association 102 Clubs in die Verlustzone bringen würde. Sarah Calakovic, Regionalmanagerin bei Buzz Bingo in Medway in der Grafschaft Kent, sagte gegenüber BBC South East, eine Erhöhung um 5 % könne 40 % der Clubs des Unternehmens in die Verlustzone drücken.
Gideon Salutin, Chefökonom der Social Market Foundation, argumentiert, dass der Staat die Kosten problematischen Glücksspiels trägt.
„Wir berechnen, dass der Staat jedes Jahr etwa 700 Mio. £ an zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit Glücksspiel trägt.“
Auch junge Hochschulabsolventen drängen auf Veränderungen. Toby Whelton, ein 24-jähriger Forscher, will den Rückzahlungssatz für Plan 2 von 9 % auf 5 % senken und die Einkommensschwelle von 29.385 £ angehen, die mehrfach eingefroren wurde. Dan Johnson will, dass die Einkommensteuerschwellen nicht länger eingefroren werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Evening StandardKanzler steht vor großer Herausforderung in London bei Haushalt, um Großbritannien anzukurbelnChancellor faces big London challenge in Budget to fire up Britain · Original auf Englisch
- BBCSpielhallen und Bingohallen in Kent äußern Steuerbedenken vor dem HaushaltKent arcades and bingo halls raise duty concerns ahead of Budget · Original auf Englisch
- inews.co.ukKürzung der Studienkreditrückzahlungen und Verschiebung der Kraftstoffsteuererhöhung: Was junge Leute vom Haushalt erwartenCut student loan payments and delay fuel tax hike: what young people want at Budget</st · Original auf Englisch
- The IndependentUm wie viel Uhr beginnt die Bekanntgabe des Haushalts 2026?What time does the Budget 2026 announcement start? · Original auf Englisch
- John Healey
- Schatzkanzler, der am Mittwoch, dem 28. Oktober, seinen ersten Haushalt vorlegt
- Andy Burnham
- Premierminister, dessen Regierung den Haushalt gestaltet
- Rachel Reeves
- Vorgängerin als Schatzkanzlerin, deren Fiskalregeln Healey beibehält
- Keir Starmer
- Vorgänger als Premierminister, dessen wirtschaftspolitische Leitlinien die Regierung laut Berichten befolgt
- Miatta Fahnbulleh
- Energieministerin, die die Abschaffung der Gas-Grundgebühren prüfen soll
- Jeremy Hunt
- Ehemaliger Schatzkanzler, der den Zusatzabschlag auf Bankgewinne gesenkt hat
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