Wahlen · Brasília

Liberale Partei erkennt Lulas Wahlsieg in Brasilien an – Flávio Bolsonaro zieht Annullierungsantrag zurück

Flávio Bolsonaro gibt seinen Antrag auf Annullierung der Stichwahl vom 25. Oktober auf und will stattdessen Klage gegen den wiedergewählten Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva wegen Amtsmissbrauchs einreichen. Seine Liberale Partei hatte Lulas Sieg bereits am 26. Oktober anerkannt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, de Volkskrant, europa press und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Palácio do Planalto from Brasilia, Brasil, CC BY 2.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2021
Wie es dazu kam
  1. 25.10.Zweite Runde der Präsidentschaftswahl abgehalten
  2. Nacht vom 25. auf den 26. OktoberErgebnisse veröffentlicht; Flávio Bolsonaro erkennt sie nicht an und beantragt Annullierung
  3. 26.10.Liberale Partei erkennt das Ergebnis an; Polizei beschlagnahmt Bolsonaros Pässe

Die Stichwahl und die ersten Reaktionen

Brasilien hielt am Sonntag, dem 25. Oktober 2026, die zweite Runde seiner Präsidentschaftswahl ab, und Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva besiegte Flávio Bolsonaro. Europa Press bezifferte Lulas Stimmenanteil auf 51,79 Prozent, während Aktuálně.cz berichtete, er habe fast 52 Prozent der gültigen Stimmen gewonnen. Die Ergebnisse liefen in der Nacht zum 26. Oktober ein, und Bolsonaro erkannte sie nicht sofort an. Er verwies auf Unregelmäßigkeiten während der Abstimmung, darunter eine zweistündige Verlängerung der Wahlzeit, und beantragte die Annullierung der Wahl. Europa Press berichtete, er habe das Ergebnis als unerklärlich bezeichnet. Von Aktuálně.cz zitierte brasilianische Medien erklärten, die Verlängerung habe angesichts der geringen Zahl abgegebener Stimmen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Endergebnis gehabt.

Die Liberale Partei erkennt das Ergebnis an

Die Liberale Partei (PL) erkannte Lulas Sieg am 26. Oktober an. Parteipräsident Valdemar Costa Neto sagte auf einer Pressekonferenz, die PL erkenne das Präsidentschaftsergebnis an, halte aber die aufgeworfenen Fragen für klärungsbedürftig. Er erklärte, die Partei werde die Entwicklung weiter verfolgen und mit Verantwortung, Transparenz und Respekt vor den Institutionen Antworten suchen. Costa Neto fügte hinzu, die PL werde standhaft bleiben und unabhängig für die Verteidigung der Demokratie, der Freiheit und der Werte eintreten, die sie vertritt. Die Haltung der Partei markierte einen klaren Bruch mit der Position, die ihr Kandidat nach der Veröffentlichung der Ergebnisse eingenommen hatte.

Bolsonaro wechselt auf den juristischen Weg

Flávio Bolsonaro gibt seinen Plan auf, die Annullierung der Abstimmung zu beantragen, und will stattdessen Klage gegen den wiedergewählten Lula wegen Amtsmissbrauchs einreichen – eine Abkehr von der juristischen Anfechtung, die er am Sonntag, dem 25. Oktober, angekündigt hatte. Er sagte, er werde die Opposition organisieren, um dem Widerstand gegen das zu leisten, was er als Chaos bezeichnete. Er wolle die gewählten Abgeordneten und Senatoren der Liberalen Partei zusammenbringen und eine Strategie entwickeln, um die Abgeordnetenkammer und den Senat zu Hochburgen der Partei zu machen. Brasilianische Medien berichteten, die Liberale Partei werde nach der Wahl in beiden Kammern die größte Fraktion stellen. Lula beginnt im Januar seine vierte Amtszeit, doch Mitte- und Rechtsparteien halten die meisten Sitze, sodass er große Schwierigkeiten haben wird, seine Vorhaben durch das Parlament zu bringen.

Polizeimaßnahmen und zwei Ermittlungsverfahren

Bolsonaro erklärte am 26. Oktober, die Polizei habe seine Pässe beschlagnahmt und ihm eine gerichtliche Anordnung ausgehändigt, die ihm die Ausreise aus Brasilien untersagt. Brasilianische Medien berichteten, die Behörden befürchteten, er könne ins Ausland fliehen. Die Maßnahme scheint mit zwei Fällen zusammenzuhängen, in denen gegen ihn ermittelt wird. Bolsonaro bezeichnete die Entscheidung als Versuch, ihn einzuschüchtern. Keine Quelle gibt an, wie lange das Reiseverbot und die Passbeschlagnahme gelten sollen.

Wie es weitergeht

Der Streit hat sich von der Stimmenauszählung auf die Gerichte und das Parlament verlagert. Die Klage, die Flávio Bolsonaro gegen Lula einreichen will, ist noch nicht eingereicht. Die erwartete Größe der Liberalen Partei in beiden Kammern bildet den parlamentarischen Rahmen für die vierte Amtszeit, die Lula im Januar beginnt. Die Partei akzeptierte das Ergebnis, während ihr Kandidat einen anderen juristischen Weg verfolgte – Form und Zeitpunkt seiner Klage bleiben daher die offenen Fragen.

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Quellen und Kontext

Brasília · Brasilien

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