Wahlen · Washington

Midterms am 3. November: Demokraten im Repräsentantenhaus favorisiert, Senatsrennen eng

Am 3. November 2026 stimmen die Amerikaner über alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 Sitze im Senat ab, derzeit haben die Republikaner in beiden Kammern die Mehrheit. Umfragen und Analysten deuten auf ein demokratisch geführtes Repräsentantenhaus hin, während die Senatsrennen in Texas, Maine, Iowa und Alaska knapp sind.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20 Minuten, watson.ch/, stern.de und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Washington · Vereinigte Staaten

Was auf dem Stimmzettel steht

Am Dienstag, 3. November 2026, wählen die Wähler in den gesamten Vereinigten Staaten alle 435 Mitglieder des Repräsentantenhauses und 35 der 100 Sitze im Senat. Die Republikaner haben derzeit in beiden Kammern die Mehrheit, weshalb das Ergebnis entscheidet, welche Partei in den nächsten zwei Jahren den Kongress kontrolliert. Der Analyst der University of Virginia, J. Miles Coleman, hat Midterms als oftmals ein Referendum über den Präsidenten und die regierende Partei beschrieben. Auch in 36 Bundesstaaten werden Gouverneure gewählt, und Guam, die Nördlichen Marianen und die Amerikanischen Jungferninseln bestimmen ihre Regierungschefs. Fast 150 Volksabstimmungen sind in nahezu allen Bundesstaaten angesetzt, während Everytown for Gun Safety demokratische Kandidaten für das Amt des Generalstaatsanwalts mit zehn Millionen Dollar unterstützt.

Sitze und Rennen auf dem Stimmzettel vom 3. November 2026
Sitze im Repräsentantenhaus
435
Zur Wahl stehende Senatssitze
35
Bundesstaaten, die Gouverneure wählen
36

Daten aus dem Artikeltext

Wirtschaft und Zustimmungswerte bestimmen die Stimmung

Eine von 20 Minuten zitierte Umfrage von AP-Norc ergab, dass etwa vier von fünf Befragten die Wirtschaft als zentrales Thema für sich bezeichnen. Danach folgt die Gesundheitspolitik, dann der Krieg im Iran; auch Einwanderung, Zölle und das Recht auf Abtreibung stehen auf der Agenda. SRF berichtet, dass Trumps Zustimmungswerte je nach Umfrage zwischen 30 und 40 Prozent liegen, während die Deutsche Welle von einem Rekordtief spricht. Die von SRF zitierten Prognosen sehen die Demokraten im Repräsentantenhaus deutlich vorn, und Julien Labarre erwartet, dass sie auch dort führen werden. Labarre glaubt zudem, dass das Weiße Haus sich auf ein knappes Ergebnis vorbereitet, obwohl Trump auf einen klaren Sieg der Republikaner hofft.

Rennen, die es zu beobachten gilt

Julien Labarre wird die Ergebnisse in der Wahlnacht für 20 Minuten verfolgen und sagt, er werde sich auf Texas, Maine und Michigan konzentrieren. In Texas gibt der Demokrat James Talarico seiner Partei erstmals seit 1988 eine realistische Chance auf einen Senatssitz. Labarre sagt, lateinamerikanische Wähler, die mehr als 30 Prozent der wahlberechtigten Texaner ausmachen, könnten wegen ihrer Unzufriedenheit mit der ICE und Trumps Politik zu den Demokraten zurückkehren.

„Die Demokraten haben einen sehr starken Kandidaten.“

Julien Labarre, US-Experte

In Maine bewirbt sich die Republikanerin Susan Collins um eine sechste Amtszeit, nachdem sie seit 1996 im Senat sitzt. Ihr ursprünglicher demokratischer Herausforderer Graham Platner zog sich nach mehreren Skandalen zurück, die er bestritten hat. Sein Ersatz Troy Jackson ist ein konventioneller Demokrat, der laut Labarre in den Umfragen nun praktisch gleichauf mit Collins liegt. Michigan sieht Labarre als den Bundesstaat, der den Demokraten am meisten Sorgen bereitet.

„Die Demokraten brauchen diesen Bundesstaat zum Sieg.“

Julien Labarre, US-Experte

In Alaska tritt der Republikaner Daniel S. Sullivan gegen die Demokratin Mary Peltola an, eine ehemalige Kongressabgeordnete, die die erste indigene Senatorin des Bundesstaates wäre. Alaska verwendet das Rangfolgewahlrecht mit bis zu fünf Präferenzen, und Umfragen sehen Peltola derzeit vorn. In Iowa tritt Joni Ernst nicht erneut an, und die Republikanerin Ashley Hinson trifft auf den Demokraten Josh Turek, einen zweifachen Paralympics-Goldmedaillengewinner im Rollstuhlbasketball. Laut der New York Times ist das Rennen in Iowa nahezu ausgeglichen.

Was eine demokratische Mehrheit ändern könnte

Watson merkt an, dass ein demokratisches Repräsentantenhaus ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump einleiten könnte, für eine Verurteilung wären jedoch zwei Drittel des Senats nötig. Claudia Brühwiler, Politikwissenschaftlerin an der Universität St. Gallen, sagte im Q&A von SRF, dass die Demokraten mit beiden Kammern eine Resolution verabschieden könnten, die den Präsidenten verpflichtet, US-Truppen aus nicht genehmigten Kampfeinsätzen abzuziehen – allerdings nicht sofort oder ohne Weiteres. Watson ergänzt, dass der Verlust einer Mehrheit in einer der beiden Kammern es den Republikanern deutlich erschweren würde, Gesetze durchzubringen. Watson schätzt die Chance, dass Trump beide Kammern hält, als eher gering ein.

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