Russland trifft Kyjiwer Brücken und schreckt Moldau auf
Fortsetzung vom gestrigen Abend.
Russland griff Kyjiws Nordbrücke an und hatte zuvor die Südbrücke beschädigt, wodurch drei der sechs Straßenübergänge der Hauptstadt über den Dnipro ganz oder teilweise gesperrt wurden. Ukrainische Behördenvertreter sagten, die Angriffe seien Teil einer winterlichen Druckkampagne gegen Verkehrs-, Telekommunikations- und Energieinfrastruktur, während das russische Verteidigungsministerium erklärte, über die Nordbrücke seien ukrainische Truppen und Militärgüter transportiert worden. Getroffen wurden dennoch Zivilisten: Zwei Menschen wurden an der Brücke verletzt, und bei einem weiteren Drohnenangriff in Hostomel wurden vier Menschen verletzt, darunter ein achtjähriges Mädchen.
Wolodymyr Selenskyj sagte, der ukrainische Geheimdienst habe russische Dokumente erhalten, die die Zielliste um Straßen, Schulen und Krankenhäuser erweiterten. Er sagte außerdem, die Ukraine werde Angriffe auf russische Ölraffinerien verstärken, und begründete dies damit, dass Energieeinnahmen Moskaus Krieg finanzierten, versprach jedoch, keine russischen zivilen Einrichtungen anzugreifen.
„Wir haben Dokumente gesehen, und wir wissen, dass sie ihnen erlauben, Infrastruktur anzugreifen... Logistik... Straßen, Schulen, Krankenhäuser, um die Menschen unter Druck zu setzen, die Hauptstadt zu verlassen, verschiedene Städte zu verlassen.“
Moldau meldete anschließend, fünf russische Kampfmittel seien auf dem Territorium des Landes explodiert, nachdem während desselben regionalen Beschusses sechs nicht autorisierte Flugobjekte den Luftraum des Landes durchquert hatten. Die Ukraine erklärte, Russland habe über Nacht 157 Drohnen gestartet und die Luftabwehr habe bis 09:00 Uhr 131 neutralisiert, während Litauen den Flugbetrieb am Flughafen Vilnius kurzzeitig aussetzte, nachdem eine Drohne aus Belarus eingeflogen war und NATO-Jets aufgestiegen waren.
- Gestartet157
- Neutralisiert131
Der Krieg testet längst nicht mehr nur die ukrainische Luftabwehr; er tastet ab, wie viel versehentliche Eskalation Europas Grenzstaaten absorbieren können, bevor Abschreckung weniger theoretisch aussehen muss.
Nach Berichten von: Reuters, ANSA.it, RFI, Deutsche Welle, europa press, Ziare.com