Abend-Brief, Dienstag, 3. November

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Abendausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

USA greifen Qeschm an und bringen Fordo in Reichweite

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: US-Vertreter bestätigten begrenzte Angriffe auf Qeschm, während Donald Trump sagte, Fordo könne getroffen werden.

US-Vertreter bestätigten, dass Washington am späten Montag begrenzte Angriffe auf die Insel Qeschm durchführte, nachdem iranische Staatsmedien fünf aufeinanderfolgende Explosionen gemeldet hatten und Bewohner von Flugzeugen über sich berichtet hatten. Vertreter erklärten gegenüber amerikanischen Medien, die Operation sei eine Antwort auf iranische Boden-Luft-Raketen gewesen, die auf US-Einrichtungen abgefeuert worden seien, während andere sagten, sie bedeute keine Rückkehr zu groß angelegten Feindseligkeiten. Das Pentagon verwies Fragen an das US-Zentralkommando, das noch keine öffentliche Darstellung der Angriffe vorgelegt hatte.

Donald Trump weitete die Drohung in einem Interview mit Fox News aus und sagte, die Vereinigten Staaten müssten möglicherweise Fordo angreifen, die unterirdische Urananreicherungsanlage, die er Irans am besten geschützte Nuklearanlage nannte. JD Vance sagte dagegen, er und Donald Trump seien optimistisch, was eine ausgehandelte Einigung angehe, und Abbas Araghtschi, Irans Außenminister, sagte der IRNA, intensive indirekte Gespräche mit Washington seien im Gange.

„Der Präsident und ich haben beide ein ziemlich gutes Gefühl, was die Aussichten angeht, möglicherweise zu einer ausgehandelten Einigung zu kommen“

JD Vance

Die iranischen Revolutionsgarden behaupteten, sie hätten eine US-Drohne vom Typ MQ-9 Reaper zerstört, und stellten über Tasnim weitere Behauptungen zu Drohnen auf, doch lokale iranische Behörden gaben keine öffentliche Erklärung zu den Explosionen ab. Qeschm beherbergt eine unterirdische Raketenanlage, einen Marinestützpunkt und eine große Entsalzungsanlage am Eingang der Meerenge, die Iran seit Beginn des Krieges Ende Februar geschlossen hält. Die Ölpreise fielen am 2. November um mehr als 7 %, da Händler auf Diplomatie setzten, auch wenn das Pentagon Optionen für eine Ausweitung der Angriffe vorbereitete.

Als Nächstes: Die Amerikaner wählen am Dienstag, dem 3. November, bei den Zwischenwahlen.

Nach Berichten von: Il Fatto Quotidiano, Wirtschafts Woche, SRF News, Adnkronos, europa press, ANSA.it

2Konflikte

Russische Bomben treffen Hilfszentrum in Saporischschja

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Die gemeldete Bilanz stieg auf 29 Tote, fünf Verletzte und 48 Vermisste, während die Rettungsarbeiten weiterliefen.

Russische Fliegerbomben trafen eine Verteilstelle für Hilfsgüter und eine Unterkunft in Komyschuwacha in der ukrainischen Region Saporischschja, und nach der jüngsten Bilanz der Region stieg die Zahl auf 29 Tote und fünf Verletzte. Mychajlo Semikin, der Leiter der Regionalverwaltung, sagte, 48 Menschen würden noch vermisst und Rettungsteams suchten weiter beschädigte Gebäude ab. Frühere ukrainische Angaben waren niedriger ausgefallen, und die Region rief für Dienstag, den 3. November, einen Trauertag aus.

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Marschflugkörper feuerte Russland nachts gegen die Ukraine ab

Quellen: Al Jazeera Online, PÚBLICO, BBC

„Das Ausmaß der Tragödie ist entsetzlich. Hinter jeder Zahl steht ein Menschenleben.“

Mychajlo Semikin

Wolodymyr Selenskyj sagte, der erste Schlag sei erfolgt, als Menschen zur wöchentlichen Hilfsausgabe eintrafen, und eine zweite Welle habe dann die Unterkunft getroffen, in der Menschen Schutz gesucht hatten. Der ukrainische Ministerpräsident Serhij Korezkyj warf Moskau vor, gewusst zu haben, dass dort regelmäßig Hilfsgüter ausgegeben wurden. Ukrainische Behörden sagten, wiederholte Angriffe, Drohnen und beschädigte Infrastruktur hätten die Suche verlangsamt.

Der Angriff folgte auf das Auslaufen einer lokalen Waffenruhe in der Region Cherson am 1. November, die humanitäre Arbeit rund um das russisch besetzte Oleschky ermöglicht hatte. Steve Witkoff, der Gesandte von Donald Trump, sagte, Russland und die Ukraine würden voraussichtlich am 10. und 11. November in Abu Dhabi Arbeitsgespräche unter amerikanischer Vermittlung führen. Das russische Verteidigungsministerium erklärte außerdem, es habe einen massiven Angriff auf ukrainische Energieanlagen und Hafeninfrastruktur geführt, während Polen in Grenznähe die Luftverteidigung aktivierte.

Als Nächstes: Von den USA vermittelte Russland-Ukraine-Gespräche werden am 10. und 11. November in Abu Dhabi erwartet.

Nach Berichten von: Al Jazeera Online, PÚBLICO, BBC, ANSA.it, The Guardian, Stirile ProTV

3Digital

Hacker erwärmen Supermarkt-Tiefkühler in ganz Europa

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Italien meldet nun allein in Sizilien 20 betroffene Supermärkte, deutlich mehr als zuvor gezählt.

Hacker manipulierten Kühlsysteme in Supermärkten in ganz Europa, erhöhten die Temperaturen in Tiefkühltruhen und Kühlschränken und zwangen Geschäfte, Lebensmittel wegzuwerfen. In Silvi Marina in der italienischen Region Abruzzen stellten Angreifer die Steuerungssoftware gegen 3 Uhr morgens auf 150 Grad, während die tatsächlichen Temperaturen auf 40 Grad stiegen, bevor Techniker eintrafen. In Sassari erhöhten Hacker die Temperaturen von Kühltheken auf etwa 15 Grad, und Sizilien meldete später 20 betroffene Supermärkte in Catania, Ragusa und Palermo.

6

Supermärkte einer Handelskette wurden in Rumänien angegriffen

Quelle: Stirile ProTV

„Es ist klar, dass es ein Problem gibt, und sie haben uns gezeigt, dass wir verwundbar sind, dass sie uns auf jede Weise und zu jedem Zeitpunkt angreifen können.“

Daniele Erasmi

Die italienische Regierung bezeichnete die Auswirkungen im Inland als begrenzt und erklärte, nur wenige von Tausenden gewerblichen Anlagen seien getroffen worden und es habe sich kein Gesundheitsrisiko durch das Auftauen ergeben. Der Palazzo Chigi verwies auf veraltete Sicherheitssysteme, im Internet exponierte Schnittstellen und schwache Authentifizierung an den betroffenen Standorten. Die Nationale Cybersicherheitsagentur leitet Meldungen über Anomalien an die NAS-Einheit der Carabinieri weiter und trifft sich mit Handelsverbänden und Unternehmensvertretern.

Matteo Piantedosi, Italiens Innenminister, sagte, er sei besorgt, weil sich die Vorfälle in mehreren europäischen Ländern ereignet hätten und auf europäischer Ebene koordiniert wirkten. Deutschland, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Schweden, Finnland, Estland und Irland meldeten ebenfalls Angriffe oder Ermittlungen, und keine Gruppe bekannte sich dazu. Verbraucherschützer warnten vor möglichen Engpässen, Preissteigerungen und Gesundheitsrisiken, während die Ermittler die Angreifer noch immer nicht identifiziert hatten.

Als Nächstes: Italiens Cybersicherheitsbehörde trifft Handelsverbände und Führungskräfte der Betreiber.

Nach Berichten von: Stirile ProTV, ANSA.it, Adnkronos

4Fußball

Tenerife trauert nach tödlichem Zusammenstoß um Jesús de Miguel

Neu

Jesús de Miguel, ein 30-jähriger Stürmer von CD Tenerife, ist am Dienstagmorgen nach einem Zusammenstoß während des LaLiga-Hypermotion-Spiels gegen Andorra am Montag im Heliodoro Rodríguez López gestorben. In der Nachspielzeit führte er den Ball über die Mittellinie hinaus und lief in Richtung Tor, bevor ihn Andorras Torhüter Jesús Owono mit dem Knie traf. Owono erhielt eine direkte Rote Karte, während medizinisches Personal auf dem Rasen eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführte, nachdem De Miguel das Bewusstsein verloren und gekrampft hatte.

Tenerife teilte mit, De Miguel habe wieder einen Puls und eine selbstständige Atmung gehabt, bevor ihn ein Krankenwagen ins Hospital Universitario Nuestra Señora de Candelaria brachte. Der Klub berichtete später, sein neurologischer Zustand habe sich über Nacht verschlechtert, und Europa Press meldete, er sei am 3. November um 08:00 Uhr gestorben. Polizeiquellen sagten, die Mordkommission der Policía Nacional habe Ermittlungen aufgenommen und der Fall sei bereits bei Gericht anhängig.

„Wir alle durchleben Momente der Schwäche und Traurigkeit, können nicht glauben, was geschehen ist, aber wir werden trauern und mit allen um uns herum zusammenstehen.“

Felipe Miñambres

Tenerifes Präsident Felipe Miñambres sagte, den Spielern und ihren Partnerinnen und Partnern sei psychologische Unterstützung angeboten worden. Der Klub bat LaLiga, das für Mittwoch angesetzte Copa-del-Rey-Spiel gegen CD Badajoz und das Ligaspiel gegen Granada CF zu verschieben. FC Andorra sprach sein Beileid aus, und Berichten zufolge war Owono zutiefst erschüttert, nachdem er durch Sprechchöre angefeindet worden war, in denen er als Mörder bezeichnet wurde. Tenerife plant, am 15. November gegen AD Ceuta wieder zu spielen.

Als Nächstes: Tenerife plant die Rückkehr gegen AD Ceuta am 15. November.

Nach Berichten von: N-tv, LaVanguardia, SIC Notícias, europa press, Adnkronos

5Diplomatie

Russland bestätigt Gespräche in Abu Dhabi über Ukraine

Neu

Dmitri Peskow bestätigte, dass Russland, die Vereinigten Staaten und die Ukraine am 10. und 11. November in Abu Dhabi Gespräche führen werden. Der russische Präsidentensprecher sagte, die Delegation Moskaus werde auf technischer Ebene an einer von Washington vermittelten trilateralen Runde teilnehmen. Kiew hatte die Ankündigung noch nicht bestätigt, doch Steve Witkoff, Donald Trumps Sondergesandter, hatte die Runde bereits angekündigt und gesagt, sie werde Deeskalation, humanitäre Maßnahmen und Sicherheitsregelungen für die Nachkriegszeit behandeln.

€200 Mio.

an zusätzlicher Winterhilfe sagte Deutschland der Ukraine zu

Quellen: Wirtschafts Woche, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RP Online

Wladimir Medinski, ein Berater Wladimir Putins, wird Russlands Team leiten, wie schon in früheren Runden. Die Ukraine hat ihm vorgeworfen, die Gespräche zu verschleppen, während die Vereinigten Staaten und Europa auf einen ranghöheren russischen Vertreter gedrängt hatten. Ein hochrangiger amerikanischer Beamter sagte, Witkoff und Jared Kushner würden voraussichtlich Washington vertreten, und Peskow sagte, es gebe noch keine konkreten Pläne für ein Treffen Putins mit der russischen Delegation vor deren Abreise.

Friedrich Merz und Wolodymyr Selenskyj nutzten ein Treffen in Berlin, um Europas Anspruch auf Beteiligung an dem Prozess geltend zu machen. Merz kündigte zusätzliche Winterhilfen für die Ukraine in Höhe von 200 Millionen Euro an und sagte, europäische Staaten müssten einbezogen werden, weil Sanktionen und die künftige Sicherheitsarchitektur nicht ohne sie geregelt werden könnten. Selenskyj nannte eine Waffenruhe bei Angriffen auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur, ein Ende der Getreideblockade im Schwarzen Meer und einen Gefangenenaustausch aller gegen alle als Prioritäten.

„Europa muss und will in diesem Prozess eine Rolle spielen.“

Friedrich Merz

Als Nächstes: Die Gespräche in Abu Dhabi sind für den 10. und 11. November angesetzt.

Nach Berichten von: Wirtschafts Woche, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RP Online, ANSA.it, europa press, EL PAÍS

6Wirtschaft

Binance macht Fake-Interviews für 6,3-Mrd.-Dollar-Diebstahl verantwortlich

Neu

Binance erklärte, ein Krypto-Diebstahl in Höhe von 6,3 Milliarden US-Dollar habe mit Social Engineering begonnen, bei dem gefälschte Bewerbungsgespräche und manipulierte Software eingesetzt wurden. Dem Bericht zufolge geht eine Kompromittierung auf Juni zurück, als ein Mitarbeiter des Wallet-Teams ein manipuliertes KI-Tool herunterlud, und eine zweite auf September, als ein Softwareingenieur nach zwei Gesprächen mit einem angeblichen Projektdirektor aufgefordert wurde, eine Aufgabe herunterzuladen. Am 29. Oktober nutzten die Angreifer Deployment-Berechtigungen, um auf einen Dienst zur Transaktionssignierung zuzugreifen, und leerten über fast vier Stunden hinweg Hot Wallets.

Das FBI hat den Angriff TraderTraitor zugeschrieben, einer nordkoreanischen Hackergruppe, die zuvor mit dem Bybit-Diebstahl von 1,5 Milliarden US-Dollar im Februar in Verbindung gebracht worden war. Nordkorea wies die Anschuldigung zurück, und Kim Yo Jong nannte sie eine politische Provokation der Vereinigten Staaten. Binance teilte mit, es habe in diesem Jahr bislang 57 mit Nordkorea in Verbindung stehende Angriffe verhindert, bei denen kompromittierte Softwarepakete und gefälschte Videokonferenz-Apps eingesetzt worden seien.

Gelder aus Binance-HackMrd. $
  • Gestohlen6,3
  • Eingefroren oder abgefangen2,85

Binance zufolge wurden mit Hilfe der Strafverfolgungsbehörden etwa 2,85 Milliarden US-Dollar eingefroren oder abgefangen, und das Unternehmen habe mehr als 100 Prozent der Mittel zurückgelegt, die zur Deckung der Verluste benötigt würden. 98 Prozent der betroffenen Token-Vermögenswerte seien bis Samstag, 31. Oktober, wieder aufgefüllt worden. Auszahlungen wurden weltweit ausgesetzt und am Sonntag, 1. November, wieder freigegeben, doch das Unternehmen erklärte, dieser Stopp allein hätte den Angriff nicht verhindert, weil die Hacker eine Funktion ausnutzten, die es ihnen erlaubte, Gelder unabhängig von seinen Systemen zu transferieren.

„Wir entschuldigen uns für die Sorge, die Störungen und die Unsicherheit, die dies bei unseren Nutzern, Partnern und der breiteren Branche verursacht hat.“

Binance

Nach Berichten von: europa press, BBC, De Morgen, vrtnws.be, The New York Times, SRF News

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Die Amerikaner wählen am Dienstag, dem 3. November, bei den Zwischenwahlen.

  • 2

    Von den USA vermittelte Russland-Ukraine-Gespräche werden am 10. und 11. November in Abu Dhabi erwartet.

  • 3

    Italiens Cybersicherheitsbehörde trifft Handelsverbände und Führungskräfte der Betreiber.

  • 4

    Tenerife plant die Rückkehr gegen AD Ceuta am 15. November.

  • 5

    Die Gespräche in Abu Dhabi sind für den 10. und 11. November angesetzt.

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