BerichtUkraine-Krieg: Aktuelle Entwicklungen

Sicherheit · Berlin, Abu Dhabi und Brüssel

Zelensky trifft Merz in Berlin, während Ukraine-Gespräche mit Russland in Abu Dhabi anstehen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky wird am Dienstag, 3. November, zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin erwartet. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen nicht vorab angekündigt; am 10. und 11. November folgen in Abu Dhabi neue Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt, DIE WELT und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Berlin, Abu Dhabi, Brüssel, Shenzhen · Deutschland, Vereinigte Arabische Emirate, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 3.11.Zelensky soll Merz in Berlin treffen
  2. 10.11.Geplante Beratergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA in Abu Dhabi, bis 11. November
  3. 18.11.APEC-Gipfel in Shenzhen, dort ist ein Treffen von Trump, Xi und Putin möglich
  4. 13.12.G20-Gipfel in Florida, bis 15. Dezember

Zelensky in Berlin erwartet

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelensky wird am Dienstag, 3. November, zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin erwartet. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen nicht vorab angekündigt. Merz erwähnte ihn in einer Rede vor der Industrie- und Handelskammer Berlin und sagte, Zelensky werde kurz nach Mittag wieder bei ihm sein. Die Gespräche dürften weitere militärische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine zum Thema haben. Am Dienstagmorgen begann die Berlin Security Conference mit Litauen als diesjährigem Partnerland. Der litauische Präsident Gitanas Nauseda soll bei der Eröffnung sprechen und um 10.15 Uhr im Kanzleramt mit Merz zusammentreffen, wobei EU-Haushaltsgespräche und die europäische Wettbewerbsfähigkeit auf der Tagesordnung stehen.

Abu-Dhabi-Runde und ein europäischer Sitz

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat eine neue Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den Vereinigten Staaten für den 10. und 11. November in Abu Dhabi angekündigt, die auf der Ebene der Berater der Staats- und Regierungschefs stattfinden soll. Witkoff beschrieb die Tagesordnung in einer Erklärung:

„Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Nachkriegszeit, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen.“

Steve Witkoff, US-Sondergesandter

Witkoff sagte zudem, US-Gesandte würden in der Woche ab dem 2. November in Brüssel Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, der NATO und der EU treffen; dabei gehe es um Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die europäische Sicherheitsordnung nach dem Krieg und den Wiederaufbau. Die Europäer bestehen auf einer Teilnahme an den Verhandlungen, doch deutsche Regierungsvertreter rechnen in Abu Dhabi nur mit einer europäischen Präsenz, nicht mit einem Platz am Verhandlungstisch. Moskau hat in der Frage der europäischen Beteiligung gemischte Signale gesendet, und Washington prüft zugleich mögliche Abkommen über russische Gaslieferungen nach Europa.

Geld und Luftverteidigung

Union und SPD wollen dem Bundestag einen Antrag über 200 Millionen Euro zusätzliche Winterhilfe für die Ukraine als überplanmäßige Ausgabe vorlegen. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen 100 Millionen Euro aus dem Etat des Auswärtigen Amts und weitere 100 Millionen aus dem Bundesentwicklungsministerium kommen. Der Haushaltsausschuss soll den Antrag in der Woche ab dem 9. November billigen. Das Geld ist für ukrainische Kraftwerke und andere zivile Infrastruktur bestimmt, die russische Angriffe immer wieder treffen. Zelensky hat erklärt, die Ukraine brauche im kommenden Jahr 70 Milliarden Euro aus Europa – eine Zahl, die er beim EU-Gipfel im Oktober nannte; wie sie aufgebracht werden soll, soll auf drei EU-Gipfeln vor Jahresende entschieden werden. Die Ukraine benötigt vor allem Flugabwehrraketen, um russische ballistische Raketen abzuwehren. US-Patriot-Systeme sind die wirksamste Option, aber kaum abkömmlich, und die Bundeswehr hat bereits jedes Patriot-System abgegeben, das sie ohne Gefährdung der deutschen Luftverteidigung entbehren kann.

Zusätzliche Winterhilfe für die Ukraine, geplant von Union und SPDMio. Euro
Etat des Auswärtigen Amts
100 Mio. Euro
Bundesentwicklungsministerium
100 Mio. Euro

Daten aus dem Artikeltext

Der Gipfelkalender

Vor Jahresende folgen drei Gipfel auf die Gespräche in Abu Dhabi. Der APEC-Wirtschaftsgipfel in Shenzhen (China) findet am 18. und 19. November statt, und Donald Trump, Xi Jinping und Vladimir Putin könnten am Rande ein Dreiertreffen abhalten. China ist Russlands wichtigster Unterstützer im Krieg, und westliche Regierungschefs sagen, Putin könnte den Krieg ohne chinesische Hilfe nicht fortsetzen. Etwa zeitgleich ist in Berlin ein Gipfel der Koalition der Willigen geplant, jener rund 35 Staaten, die die Ukraine unterstützen, um weitere Hilfe für den Winter zu beraten. Der G20-Gipfel in Florida läuft vom 13. bis 15. Dezember und wirft die Frage auf, ob Putin erstmals seit dem Einmarsch teilnimmt und ob Gastgeber Trump Zelensky einlädt.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen