Morgen-Brief, Sonntag, 1. November

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Morgenausgabe

Satellitenbild: NASA

1Regierung

Tusk suspendiert Tribunalchef in Warschauer Pattsituation

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Anna Korwin-Piotrowska gab Anweisungen, Donald Tusk sprach, und Oppositionsparteien bereiteten Misstrauensanträge vor.

Die Regierung von Donald Tusk suspendierte Bogdan Święczkowski, den Präsidenten des Verfassungsgerichts, und die Polizei blieb bis zum 31. Oktober im Gerichtsgebäude in Warschau. Anna Korwin-Piotrowska, die von der Exekutive zur neuen Präsidentin des Gerichts bestimmt wurde, erließ ihre ersten Anweisungen. Sie empfahl den Richtern, außerhalb des Gerichtssitzes zu arbeiten, entband die Mitarbeiter von ihren Dienstpflichten, sicherte ihnen aber die Bezahlung zu, und sagte, sie werde Richter außerhalb des Gebäudes kontaktieren, um den Zugang zu organisieren.

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soziale und juristische Organisationen, die das Tribunal per Erklärung verteidigen

Quelle: wpolityce.pl

Karol Nawrocki brach einen Staatsbesuch im Senegal ab und führte Beratungen mit den Parlamentsfraktionen. Er sagte, die Gespräche seien nötig, um eine Bedrohung der inneren Sicherheit zu entschärfen. Er erkennt die Autorität von Anna Korwin-Piotrowska nicht an, sodass die Pattsituation nun das Präsidentenamt, das Kabinett, Gerichtsmitarbeiter und die Polizei erfasst. Rechte Parteien signalisierten, sie würden ein Misstrauensvotum anstreben, und die Gruppe Sviluppo Più von Mateusz Morawiecki schlug bis zur Abhaltung von Wahlen eine technische Regierung unter Führung von Marek Jurek vor.

Donald Tusk nutzte eine abendliche Ansprache, um das Vorgehen gegen das Gericht als Teil dessen darzustellen, was er den Abbau des Rechtsstaats durch Recht und Gerechtigkeit nannte. Auch die diplomatischen Kosten wurden sichtbar. Jakub Kumoch, Polens Botschafter in China, trat wegen der Ereignisse im Inland zurück, und Medien im Land berichteten, dass weitere Diplomaten aus Protest folgen könnten.

Als Nächstes: Rechte Parteien wollen ein Misstrauensvotum gegen die Regierung Tusk beantragen.

Nach Berichten von: wpolityce.pl, ANSA.it

2Sicherheit

Deutsche Jugendproteste kippen nach Märschen in Gewalt

Neu

Gen Z regelt rief für den 31. Oktober zu Demonstrationen in mehr als 30 deutschen Städten auf und forderte mehr Geld für Schulen, Suchtbehandlung, Psychotherapie, stärkeren Klimaschutz und Widerstand gegen die Wehrpflicht. Die Organisatoren erklärten, bundesweit hätten mehr als 100.000 Menschen teilgenommen, doch die Behörden in Frankfurt, München und Berlin zählten bis zu 18.000 Demonstrierende, etwa halb so viele wie die Bewegung für diese Städte auf ihrer Website angegeben hatte.

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leicht verletzte Polizeikräfte bei Protesten in Berlin

Quellen: DIE WELT, Deutsche Welle, Spiegel Online

In Frankfurt kam es nach Einbruch der Dunkelheit zu den schwersten Ausschreitungen. Die Polizei teilte mit, zeitweise hätten sich bis zu 8.000 Menschen dem Zug angeschlossen, bevor Randalierer Schaufenster einschlugen, darunter die eines Waffengeschäfts, Molotowcocktails auf Beamte warfen und ein Bekleidungs- und Sneakergeschäft plünderten. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, beschlagnahmte zwei Waffen, setzte mehr als 30 Menschen vorübergehend fest und setzte Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, einen Hubschrauber und Drohnen ein, um große Teile der Haupteinkaufsstraße abzuriegeln.

Auch in Berlin, Köln und Hamburg kam es zu Zusammenstößen. In Berlin kam es bei einer Demonstration mit rund 3.500 Menschen, viele von ihnen aus linksradikalen Gruppen, zu Gewalt, als Demonstrierende Flaschen und Eier auf Beamte warfen, und die Polizei nahm 56 Menschen fest. Die Kölner Polizei verbot nach Gesetzesverstößen einen Demonstrationszug, während Hamburger Demonstrierende Barrikaden in Brand setzten. Hessens Innenminister Roman Poseck warf etwa 100 eindeutig identifizierten Linksextremisten vor, den Frankfurter Protest unterwandert zu haben, und Gen Z regelt distanzierte sich auf Instagram von Gewalt.

Als Nächstes: Organisatoren wollen mit europäischen Protesten am 20. November erneut mobilisieren.

Nach Berichten von: DIE WELT, Deutsche Welle, Spiegel Online, europa press, SWI swissinfo.ch, BBC

3Wirtschaft

FBI macht nordkoreanische Hacker für Binance-Diebstahl verantwortlich

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Das FBI machte Nordkorea für den Diebstahl verantwortlich, und Donald Trump stellte diese Einschätzung öffentlich infrage.

Das FBI erklärte, Nordkorea sei für den Diebstahl von virtuellen Vermögenswerten im Wert von mehr als 6 Mrd. Dollar bei Binance verantwortlich, der weltgrößten Kryptowährungsbörse. Es bezeichnete TraderTraitor als Urheber des Hacks, den das FBI auf den 29. Oktober oder die Tage um dieses Datum datierte, und teilte mit, die Gruppe habe gestohlene Gelder vor allem in Ether umgewandelt. Das FBI forderte Börsen, Blockchain-Analysefirmen und andere private Stellen auf, Transaktionen zu blockieren, die mit den von den Hackern genutzten Adressen in Verbindung stehen.

Binance erklärte, es habe 90 % der fehlenden Vermögenswerte mit Mitteln gedeckt, die in denselben digitalen Währungen vorlagen wie die gestohlenen Vermögenswerte, und versprach eine vollständige Entschädigung der Kunden. Das Unternehmen stellte rund 6,34 Mrd. Dollar aus eigenen Mitteln bereit und griff dabei teilweise auf seinen 1 Mrd. Dollar schweren Secure Asset Fund for Users zurück. Die verbleibenden 10 % bestehen aus kleineren, weniger liquiden Token, deren Kauf länger dauern könnte.

Binance-Entschädigung für fehlende Vermögenswerte% der fehlenden Vermögenswerte
  • Mit Unternehmensmitteln gedeckt90
  • Übrige weniger liquide Token10

Donald Trump stellte die Einschätzung des FBI infrage, als ihn Reporter am 1. November in Mar-a-Lago danach fragten. Er sagte, die Vereinigten Staaten prüften die Angelegenheit noch und wüssten nicht, ob Nordkorea beteiligt sei; Washington werde dies mit Pjöngjang besprechen, sollte sich die Verbindung bestätigen. Nordkorea hat eine Beteiligung an solchen Cyberangriffen stets bestritten, während zwei Analysefirmen der BBC sagten, sie verfügten über belastbare Erkenntnisse, die die Lazarus Group, ein weiterer Name für TraderTraitor, mit dem Diebstahl bei Binance in Verbindung brächten.

Als Nächstes: Auszahlungen sollen am Sonntag, 1. November, wiederaufgenommen werden.

Nach Berichten von: europa press, AP NEWS, ANSA.it, BBC, Deutsche Welle, Blick.ch

4Verkehr

Puente wehrt Rücktrittsforderungen nach Urda-Unglück ab

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Óscar Puente blieb im Amt, während die Zahl der Toten auf 69 stieg und LZB-Ausfälle geprüft wurden.

Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente blieb nach dem Zusammenstoß zwischen Hochgeschwindigkeitszügen von Renfe und Iryo nahe Urda in der Provinz Toledo im Amt. Die vorläufige Bilanz stieg auf 69 Tote und mehr als 200 Verletzte, und die Katastrophe wurde zum zweiten tödlichen Hochgeschwindigkeitsunfall auf der Strecke Madrid-Sevilla binnen weniger als eines Jahres. Pedro Sánchez und Óscar Puente räumten beide ein, dass zwei Unfälle dieser Schwere in einem Jahr inakzeptabel seien.

Puente stellte sich fast zwei Stunden lang den Reportern und beantwortete 52 Fragen, darunter sieben dazu, warum er nicht zurückgetreten sei. Zunächst machte er das menschliche Versagen eines Mitarbeiters in der Verkehrsleitstelle Atocha von Adif verantwortlich, der nach dem Ausfall des LZB-Signalsystems und dem Stillstand der Züge die Wiederaufnahme des Verkehrs angeordnet hatte. Gewerkschaften, Lokführer und Experten forderten die Ermittler auf, die Bildschirmanzeigen, die Arbeitsbelastung, den Druck und die Ausbildung des Fahrdienstleiters zu prüfen, bevor jemandem die Schuld gegeben werde.

Das Signalproblem erhöhte den Druck auf das Ministerium. Ramiro Aurín, ein Infrastrukturingenieur, bezeichnete das zugrunde liegende Versagen als systemisch, und Puente räumte ein, dass das LZB-System in diesem Jahr auf demselben Abschnitt 170-mal ausgefallen war. Dreizehn Monate zuvor hatte Puente einer Verkehrskommission des Abgeordnetenhauses gesagt, das System müsse dringend modernisiert werden und befinde sich in der Endphase des Austauschs, doch bis zum Tag des Unfalls war es nicht ausgetauscht worden.

In Urda fand am 31. Oktober eine voll besetzte Trauermesse statt, bei der Erzbischof Francisco Cerro Chaves die Gesellschaft aufforderte, sorgsamer mit dem Leben umzugehen. Oppositionsparteien und linke Kandidaten verlangten Rechenschaft, wobei Vox versprach, auf politische und mögliche strafrechtliche Verantwortung zu dringen, und die Kandidaten des Frente Amplio, Ada Colau und Emilio Delgado, Puentes Rücktritt forderten.

Als Nächstes: Die Justizermittlung wird die Aufnahmen aus dem Kontrollraum Atocha prüfen.

Nach Berichten von: EL PAÍS, El Confidencial, europa press

5Diplomatie

Rubio bestreitet Hilfe bei Flávio Bolsonaros Flucht aus Brasilien

Neu

Marco Rubio sagte, Washington sei nicht direkt an Flávio Bolsonaros Ausreise aus Brasilien beteiligt gewesen. Bei einem Treffen der G20-Außenminister in Atlanta sagte der US-Außenminister, die Regierung habe an keiner von Bolsonaros Vorkehrungen mitgewirkt und Bolsonaro habe bereits ein Visum gehabt, als er ankam. Rubio bezeichnete seine Einreise in die Vereinigten Staaten als persönliche Entscheidung Donald Trumps.

Der Reiseweg bleibt in Brasília politisch brisant. Richter Alexandre de Moraes hatte angeordnet, Bolsonaros Pässe einzuziehen, und ihm im Rahmen einer Geldwäscheermittlung, in die sein Anwalt Willer Tomaz verwickelt ist, die Ausreise aus Brasilien untersagt. Argentiniens Migrationsbehörde erklärte, Bolsonaro, seine Frau Fernanda Bolsonaro und ihre Töchter Carolina und Luiza seien am 27. Oktober bei Puerto Iguazú nach Argentinien eingereist, bevor ein Privatjet sie am nächsten Morgen über Guayaquil zum Flughafen Opa-locka nahe Miami brachte.

Donald Trump sagte Reportern in Mar-a-Lago, Bolsonaro könne so lange in den Vereinigten Staaten bleiben, wie er wolle, und erklärte, er habe nicht vor, ihn zu treffen. Bolsonaro erhielt eine im Ermessen gewährte vorläufige Einreiseerlaubnis, eine vom Heimatschutzministerium im Einzelfall ausgestellte vorläufige Erlaubnis, die einen einjährigen Aufenthalt ermöglicht. Ein US-Beamter und eine weitere mit der Angelegenheit vertraute Person sagten Reuters, Trump habe derzeit nicht vor, Bolsonaros politische Ambitionen zu unterstützen.

Demokratische Kongressabgeordnete fragten, ob das Außenministerium, die US-Botschaft in Brasilien oder eine andere Behörde Bolsonaro bei der Reise oder bei der Einreise in die Vereinigten Staaten geholfen hätten. Rubio sagte, er habe mit Brasiliens Außenminister Mauro Vieira gesprochen und werde ihn bei einem G7-Außenministergipfel in Frankreich erneut treffen, ein weiteres Treffen sei vor dem G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs im Dezember in Miami geplant.

Als Nächstes: Rubio und Mauro Vieira sollen beim G7-Außenministertreffen in Frankreich erneut zusammenkommen.

Nach Berichten von: JN, BBC, Spiegel Online, europa press, RTE.ie, 20minutes

6Wirtschaft

IG Metall startet Warnstreiks in ganz Deutschland

Neu

IG Metall begann kurz nach Mitternacht am 1. November, als die Friedenspflicht auslief, mit Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Die Tarifrunde betrifft bundesweit etwa 3,7 Millionen Beschäftigte, und die Gewerkschaft plant, die Arbeitsniederlegungen in der Woche ab dem 2. November im ganzen Land auszuweiten. Rund 300 Beschäftigte versammelten sich bei KSM Castings in Hildesheim, etwa 300 protestierten bei Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach, und bei RF 360 Europe/Qualcomm in München begann in der Nacht eine Aktion.

Die Gewerkschaft fordert 5% mehr Entgelt bei einer Laufzeit von 12 Monaten, Beschäftigungs- und Standortsicherung, eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen sowie eine Gewinnbeteiligung in erfolgreichen Unternehmen. Die Arbeitgeber boten eine Einmalzahlung von 1% des durchschnittlichen tariflichen Bruttojahresentgelts im Juli 2027 und eine dauerhafte Erhöhung um 1,3% ab Juli 2028 an, bei einer Vertragslaufzeit bis Ende 2028. IG Metall nannte den Vorschlag eine Reallohnkürzung, während die Arbeitgeber auf die schwache Branchenlage und hohe Kosten in Deutschland verwiesen.

Niedersachsen bleibt ein eigener Tarifschauplatz. Thorsten Gröger, dortiger Bezirksleiter der IG Metall, sagte, Produktionslinien würden vom ersten Aktionstag an überall dort stillstehen, wo es nötig sei, und warf den Arbeitgebern vor, minimale Prozentzahlen anzubieten. Der Bezirk Hannover umfasst zwei Tarifgebiete mit etwa 120.000 Beschäftigten, nämlich Niedersachsen und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die Beschäftigten von Volkswagen verhandeln getrennt, daher entscheiden diese Streiks nicht über diesen Tarifstrang.

Als Nächstes: IG Metall will die Warnstreiks in der Woche ab 2. November in ganz Deutschland ausweiten.

Nach Berichten von: Süddeutsche Zeitung, N-tv, Handelsblatt, stern.de, Focus

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Rechte Parteien wollen ein Misstrauensvotum gegen die Regierung Tusk beantragen.

  • 2

    Organisatoren wollen mit europäischen Protesten am 20. November erneut mobilisieren.

  • 3

    Auszahlungen sollen am Sonntag, 1. November, wiederaufgenommen werden.

  • 4

    Die Justizermittlung wird die Aufnahmen aus dem Kontrollraum Atocha prüfen.

  • 5

    Rubio und Mauro Vieira sollen beim G7-Außenministertreffen in Frankreich erneut zusammenkommen.

  • 6

    IG Metall will die Warnstreiks in der Woche ab 2. November in ganz Deutschland ausweiten.

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