Abend-Brief, Samstag, 31. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Abendausgabe

Satellitenbild: NASA

1Regierung

Polen bewacht Gericht, nachdem Richterin Tribunalspitzen suspendiert

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Polizei blieb am Tribunal, und Karol Nawrocki kehrte aus Senegal zu Krisengesprächen zurück.

Richterin Anna Korwin-Piotrowska suspendierte den Präsidenten des Verfassungstribunals, Bogdan Święczkowski, und seinen Stellvertreter Bartłomiej Sochański für einen Monat, und gegen 18.00 Uhr am Freitag erschien eine Mitteilung auf der Website des Gerichts. Die Warschauer Polizei betrat das Gelände des Tribunals, nachdem die Richterin vor möglichen Bedrohungen für Richter und Mitarbeiter sowie vor der Gefahr von Unruhen gewarnt hatte, und hielt bis Samstagmorgen Dutzende Beamte vor Ort.

Karol Nawrocki brach einen Staatsbesuch im Senegal ab, flog über Nacht zurück und betrat nach einem Treffen mit Święczkowski und dem Ersten Präsidenten Zbigniew Kapiński das Tribunal. Nawrocki, ein Mitglied der oppositionellen Partei Recht und Gerechtigkeit, berief ein dringendes Krisentreffen mit Parteivertretern ein und bezeichnete den Streit in einer vor dem Gericht verlesenen Erklärung als Bedrohung für die innere Sicherheit.

Anhänger von Recht und Gerechtigkeit warfen der Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk vor, die Kontrolle über das Gericht übernehmen zu wollen, dessen Richter unter der PiS-Regierung ernannt worden waren, die von 2015 bis 2023 regierte. Die Polizei teilte mit, dass Gegenstände auf Beamte geworfen wurden, und nahm drei Personen fest, die über den Zaun gesprungen waren, während US-Botschafter Tom Rose zur Zurückhaltung aufrief.

„Ergreifen Sie keine Maßnahmen, die Gewalt oder eine weitere Eskalation provozieren könnten.“

Tom Rose

Nach Berichten von: polityka.pl, EL MUNDO, rmf24.pl, ANSA.it, europa press

2Konflikte

Ukraine evakuiert Oleschky-Bewohner unter US-vermittelter Waffenruhe

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Bewohner gelangten in die Ukraine, und die US-vermittelte Waffenruhe wurde bis Sonntagabend bestätigt.

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez sagte, Bewohner von Oleschky seien nach einer humanitären Operation, die eine Waffenruhe, Hilfslieferungen und Evakuierung miteinander verband, in die Ukraine gelangt. Die Stadt steht weiter unter russischer Kontrolle, und Lubinez bezeichnete die von den USA vermittelte Feuerpause als die längste von beiden Seiten eingehaltene Waffenruhe seit 2022.

Ein Konvoi aus 25 Bussen sowie Krankenwagen, Lastwagen und anderen Fahrzeugen erreichte Oleschky am frühen Freitag, nachdem Minen auf den Straßen in die Stadt und aus ihr heraus geräumt worden waren. Die Bewohner konnten in ukrainisch kontrolliertes Gebiet gehen, in russisch kontrolliertes Gebiet gehen oder mit frischen Lebensmitteln und Medikamenten vor Ort bleiben, und ukrainische Vertreter sagten, diejenigen, die in die Ukraine wollten, seien über Anapa im Süden Russlands und dann über Belarus gereist.

Moskau und Kyjiw haben nicht mitgeteilt, wie viele Menschen die Stadt verließen, doch Donald Trump schrieb, der Konvoi könne mehr als 750 Menschen sicher evakuieren. Die UN-Menschenrechtsbeobachtermission erklärte, seit dem 26. Mai seien keine Nothilfsgüter nach Oleschky gelangt, und der Gouverneur von Cherson, Oleksandr Prokudin, hatte zuvor gesagt, russische Truppen hielten dort etwa 2.000 Menschen als Geiseln fest, fast 50 von ihnen Kinder.

Moskau warf ukrainischen Streitkräften vor, während der Waffenruhe ein ziviles Fahrzeug mit einer Drohne getroffen und dabei einen Mann und eine Frau verletzt zu haben, während ein ukrainischer Militärsprecher sagte, ukrainische Streitkräfte hielten die Waffenruhe strikt ein, und Russland Provokationen vorwarf. Lubinez sagte, er hoffe, die Operation in Oleschky könne zu einem Mechanismus für künftige humanitäre Krisen werden.

Als Nächstes: Die Waffenruhe in Oleschky läuft bis Sonntag, 1. November, 22:59 Uhr Ortszeit.

Nach Berichten von: europa press, ANSA.it, AP NEWS, Spiegel Online, TheJournal.ie

3Konflikte

Washington gibt 500 Patriot-Abfangraketen für die Ukraine frei

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Verkauf, warnte aber, Lieferungen könnten erst nach dem Winterbedarf eintreffen.

Das US-Außenministerium hat einen möglichen Verkauf von 500 PAC-3-MSE-Abfangraketen für die Patriot-Luftverteidigungssysteme der Ukraine genehmigt, ein Paket, dessen Wert die meisten Berichte auf 2,1 Milliarden Dollar beziffern. Der Vorschlag umfasst Raketen, Teile und Unterstützung, nennt Lockheed Martin als Hauptauftragnehmer und muss noch vom Kongress geprüft werden.

500

PAC-3-MSE-Patriot-Abfangraketen, vom US-Außenministerium für Ukraine-Verkauf genehmigt

Quellen: Rzeczpospolita, il Giornale.it, watson.ch/

Das Geld soll von Partnern und Verbündeten kommen, nicht aus dem US-Haushalt; dazu zählen Beiträge aus Kanada, Deutschland und Norwegen sowie Mittel, die durch den Ukraine Support Loan der Europäischen Union abgesichert sind. Der Haken ist der Zeitplan: Die Raketen sind noch nicht gebaut, und Berichten zufolge könnten die Lieferungen erst 2030 oder sogar erst einige Jahre später in den 2030er-Jahren beginnen.

Wolodymyr Selenskyj begrüßte die Genehmigung, forderte Washington und europäische Partner jedoch auf, die Lücke schon jetzt mit Raketen aus eigenen Beständen zu schließen. Er sagte, Kyjiw habe fast einen Monat auf grünes Licht gewartet und der Bedarf sei nach russischen Angriffen auf Strom-, Heizungs- und Wasserinfrastruktur im Oktober akut.

„Wir bitten unsere amerikanischen Partner, eine Lösung für den Zeitraum zu finden, in dem eine reale Bedrohung und ein realer Bedarf bestehen, PAC-3-Abfangraketen einzusetzen.“

Wolodymyr Selenskyj

Lockheed Martin produziert derzeit etwa 500 PAC-3-Raketen pro Jahr und plant, die Produktion bis 2030 auf 3.000 pro Jahr zu steigern. Die Ukraine hatte Washington um ein Winterpaket von 100 Patriot-Abfangraketen pro Monat gebeten, während Selenskyj am 28. Oktober sagte, die Ukraine erwarte 2026 im Durchschnitt nur zwölf Patriot-Raketen pro Monat.

Als Nächstes: Der Kongress muss den geplanten Patriot-Verkauf prüfen.

Nach Berichten von: Rzeczpospolita, il Giornale.it, watson.ch/, europa press, rmf24.pl, Deutsche Welle

4Wirtschaft

Binance deckt 90 % gestohlener Kryptowerte nach Hack über 6,3 Mrd. $

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Binance erhöhte die Deckung gestohlener Mittel auf etwa 90 % und hielt am Ziel fest, Auszahlungen am Sonntag wieder zu öffnen.

Binance teilte mit, es habe etwa 90 % der bei einem Hack gestohlenen Gelder in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar abgedeckt, nach etwa 80 % bei der vorherigen Aktualisierung. Die Börse erklärte, wichtige Vermögenswerte wie Bitcoin, Ethereum, USDT, BNB, SOL, USDC und XRP seien vollständig abgedeckt, und die Nutzer würden die Verluste nicht tragen.

Status der Mittel aus Binance-HackMrd. $
  • Insgesamt betroffen6,3
  • On-chain eingefroren3
  • Noch bei Angreifern3,3

Die verbleibenden 10 % bestehen aus weniger liquiden Tokens, die Binance nach eigenen Angaben weiter am Markt und außerbörslich kaufen wird, bis jeder Token abgedeckt ist. Das Unternehmen hatte am Freitag gegen 01.30 Uhr Schweizer Zeit alle Ein- und Auszahlungen gestoppt, nachdem Mitarbeiter am Vortag ungewöhnliche Abflüsse festgestellt hatten und Führungskräfte einen großen internen Krisenstab eingerichtet hatten.

Paolo Ardoino von Tether sagte, mehr als 1,5 Milliarden Dollar seien blockiert worden, und Jeremy Allaire von Circle sagte, Stablecoins seines Unternehmens im Wert von 800 Millionen Dollar seien eingefroren worden. Binance erklärte, rund 3 Milliarden Dollar seien in Blockchain-Netzwerken eingefroren worden, sodass 3,3 Milliarden Dollar bei den Hackern verblieben, während Bitcoin nach dem Vorfall um mehr als 4 % fiel.

Die Ursache ist weiterhin umstritten. Binance verwies zunächst auf einen kompromittierten DevOps-Laptop, während Co-Vorstandschef Richard Teng später sagte, der Sicherheitsverstoß sei komplexer verlaufen, und Blockchain-Analysten Nordkorea als möglichen Täter ins Spiel brachten. Binance sagt, die Auszahlungen blieben auf Kurs, am Sonntag, dem 1. November 2026, wieder freigegeben zu werden.

Als Nächstes: Binance sagt, Auszahlungen sollen wie geplant am Sonntag, 1. November 2026, wieder starten.

Nach Berichten von: BBC, ANSA.it, HotNews.ro, Bloomberg Business, Il Sole 24 ORE, watson.ch/

5Verkehr

Spanien bekommt Rücktrittsforderungen nach Zugunglück von Urda

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Pedro Sánchez nahm an einem Koordinationstreffen teil, und Rücktrittsforderungen gegen Óscar Puente weiteten sich aus.

Spaniens Regierung geriet nach dem Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe Urda in Toledo erneut unter Druck. Die vorläufige Bilanz lag bei 69 Toten und mehr als 200 Verletzten. Beide Züge waren von Madrid nach Sevilla abgefahren und beförderten insgesamt 538 Menschen.

34

Menschen, die nach dem Zugunglück von Urda in Kastilien-La Mancha im Krankenhaus liegen

Quellen: La Razón, EL PAÍS, N-tv

Ministerpräsident Pedro Sánchez nahm am Samstag nach Angaben der Moncloa im CENEM in Madrid an einer Koordinierungssitzung mit den Rettungsdiensten teil. Unter den gemeldeten Toten waren die frühere Arbeitsministerin Fátima Báñez und Carlos Ortiz, Direktor der CEU-Schulen.

Der politische Druck konzentriert sich nun auf Verkehrsminister Óscar Puente. Ada Colau forderte am Freitag seinen Rücktritt, und Emilio Delgado von Frente Amplio wiederholte die Forderung am Samstag in Barcelona. Damit wurde das Unglück zu einer direkten Bewährungsprobe für die Verantwortung des Ministeriums für das spanische Schienennetz.

Delgado verwies außerdem auf die personelle Belastung bei Adif, dem spanischen Schieneninfrastrukturbetreiber. Er sagte, das Personal, das das Schienennetz überwache, müsse binnen sechs Jahren statt etwa 15 inzwischen bis zu 40 gleichzeitige Züge überwachen.

Nach Berichten von: La Razón, EL PAÍS, N-tv, europa press

6Konflikte

Iran befiehlt Streitkräften, US- und israelische Ziele anzuvisieren

Neu

Irans oberster Führer Mojtaba Chamenei traf am 31. Oktober ranghohe Kommandeure und wies die Streitkräfte an, eine sofortige Reaktion auf jede Bedrohung vorzubereiten, ohne geografische Beschränkungen. Sein Büro ordnete außerdem an, die Zielliste zu aktualisieren; sie umfasst amerikanische und israelische Infrastruktur sowie Einrichtungen in Reichweite iranischer Kräfte.

„Wenn Feinde erneut militärische oder terroristische Angriffe starten, werden die Streitkräfte der Islamischen Republik und das iranische Volk den Zeitpunkt und die Bedingungen ihres Endes bestimmen.“

Mojtaba Chamenei

Außenminister Abbas Araghtschi sagte unabhängig davon, Teheran sehe derzeit keine Notwendigkeit, amerikanische Vertreter zu treffen, und es sei kein Treffen geplant. Er sagte, direkte oder indirekte Gespräche setzten voraus, dass Washington zunächst iranische Bedingungen akzeptiere, darunter ein Ende der Feindseligkeiten im gesamten Nahen Osten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie die Aufhebung der Sanktionen und der US-Seeblockade.

Araghtschi nannte einen Brief von US-Vizepräsident JD Vance an Mohsen Resai einen positiven Schritt hin zum Dialog, auch wenn Iran dessen Inhalt nicht offengelegt hat. Katarische Vermittler besuchten Teheran am Freitag zum zweiten Mal binnen einer Woche, und ein iranischer Berater hält sich für Konsultationen über Vorschläge zum Atomprogramm und zu Teherans Bedingungen weiter in Katar auf.

Die Quellen berichten nicht von einem neuen iranischen Schlag nach Chameneis Anordnung und nennen keinen Zeitplan für eine mögliche Reaktion. Vorerst ist die konkrete Änderung die Anweisung, die Zielplanung ohne geografische Beschränkungen auszuweiten.

Nach Berichten von: ANSA.it, H Kαθημερινή, La Libre.be, NewsIT, Il Sole 24 ORE, NEWS 24/7

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 2

    Die Waffenruhe in Oleschky läuft bis Sonntag, 1. November, 22:59 Uhr Ortszeit.

  • 3

    Der Kongress muss den geplanten Patriot-Verkauf prüfen.

  • 4

    Binance sagt, Auszahlungen sollen wie geplant am Sonntag, 1. November 2026, wieder starten.

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