Wirtschaft · Hildesheim, Andernach und München

IG Metall startet Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie

In deutschen Metall- und Elektrobetrieben haben in der Nacht zum 1. November 2026 kurz nach Mitternacht Warnstreiks begonnen. Die Tarifrunde betrifft rund 3,7 Millionen Beschäftigte, die Arbeitgeber haben 1,3 Prozent ab Juli 2028 angeboten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, N-tv, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Hildesheim, Andernach, München, Hannover · Deutschland
Wie es dazu kam
  1. Nacht zum 1. November, AndernachNachtschicht bei Thyssenkrupp Rasselstein legt Arbeit für begrenzte Zeit nieder
  2. Nacht zum 1. November, MünchenAktion beginnt bei RF 360 Europe/Qualcomm
  3. Woche ab 2. November 2026Proteste sollen bundesweit ausgeweitet werden

Warnstreiks beginnen nach Mitternacht

Die IG Metall hat ihre Warnstreiks in der deutschen Metall- und Elektroindustrie in der Nacht zum 1. November 2026 kurz nach Mitternacht begonnen, als die Friedenspflicht auslief. Die Tarifrunde betrifft bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigte, und die Gewerkschaft will die Aktionen in der Woche ab dem 2. November 2026 im ganzen Land ausweiten. Bei KSM Castings, einem Automobilzulieferer in Hildesheim, versammelten sich rund 300 Beschäftigte zu einer Kundgebung, auf der die IG Metall das Startsignal für die Arbeitsniederlegungen gab. Bei Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach in Rheinland-Pfalz stellte die Nachtschicht die Arbeit für begrenzte Zeit ein, und etwa 300 Beschäftigte protestierten am Werkstor. Eine weitere Aktion begann über Nacht beim Mobilfunkzulieferer RF 360 Europe/Qualcomm in München.

Was die Gewerkschaft fordert und was die Arbeitgeber geboten haben

Die IG Metall fordert 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und will zudem Beschäftigungs- und Standortsicherung. Laut stern.de verlangt die Gewerkschaft zusätzlich eine soziale Komponente für untere Entgeltgruppen sowie eine Gewinnbeteiligung in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen. Das in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot der Arbeitgeber sieht eine Einmalzahlung von 1 Prozent des durchschnittlichen jährlichen Tarifentgelts im Juli 2027 und eine dauerhafte Erhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 vor, bei einer Laufzeit bis Ende 2028. Laut N-tv legten die Arbeitgeber erstmals in der Tarifgeschichte ein abgestimmtes Angebot in fünf Tarifbezirken zugleich vor, die Runde endete ohne Einigung. Das Angebot liegt unter der Inflationsrate, was die Arbeitgeber mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland begründeten. Der IG-Metall-Vorstand André Arenz nannte es ein „Minusangebot mit Reallohnverlusten“.

„Verzicht rettet keinen Beschäftigten, keinen Standort und schon gar nicht die Wirtschaft.“

André Arenz
Entgelterhöhung: Gewerkschaftsforderung vs. Arbeitgeberangebot%
Forderung der IG Metall (zwölf Monate Laufzeit)
5 %
Angebot der Arbeitgeber (Erhöhung ab Juli 2028)
1.3 %

Daten aus dem Artikeltext

Niedersachsen und separate Gespräche

In Niedersachsen erklärte der IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger in einer Mitteilung, die Bänder würden vom ersten Aktionstag an gestoppt, wo es nötig sei. Er warf den Arbeitgebern vor, die Belegschaft mit kleinen Prozenten vertrösten zu wollen.

„Die Arbeitgeber haben am Verhandlungstisch versucht, die Belegschaft mit Mini-Prozenten abzuspeisen.“

Thorsten Gröger

Zuständig ist die Bezirksleitung Hannover der Gewerkschaft für zwei Tarifgebiete mit rund 120.000 Beschäftigten, nämlich Niedersachsen sowie Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Die Gespräche dort werden getrennt von anderen Regionen geführt. Dem selben N-tv-Bericht zufolge werden auch die Verhandlungen für die Volkswagen-Beschäftigten separat geführt.

Eskalation in der kommenden Woche

Die IG-Metall-Vorsitzende Christiane Benner hatte starke Warnstreiks angekündigt, weil das Angebot der Arbeitgeber in den Betrieben Unverständnis und Wut ausgelöst habe. Jörg Köhlinger, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, sprach in Andernach zu den Streikenden und bezeichnete die Mitternachtsaktion dort als Auftakt einer weit größeren Kampagne.

„Der Mitternachtswarnstreik bei Thyssenkrupp Rasselstein ist nur der Beginn einer massiven Warnstreikphase.“

Jörg Köhlinger

Der nächste Schritt der Gewerkschaft ist die Ausweitung der Proteste auf das gesamte Bundesgebiet in der kommenden Woche, wie Handelsblatt und Focus übereinstimmend berichten.

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