Diplomatie · Nassau, Georgetown und St. John's

König Charles reist in die Karibik – Forderungen nach Entschuldigung für Sklaverei und Reparationen wachsen

König Charles wird die Bahamas und Guyana besuchen und sich anschließend vom 1. bis 4. November in Antigua und Barbuda mit den Commonwealth-Staats- und Regierungschefs treffen. Aktivistinnen und Aktivisten sowie regionale Regierungschefs fordern eine förmliche Entschuldigung und Reparationen für die Sklaverei, doch die britische Regierung hat Entschädigungszahlungen ausgeschlossen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von BFMTV, The Guardian, The New York Times und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Nassau, Georgetown, St. John's · Bahamas, Guyana, Antigua und Barbuda
Wie es dazu kam
  1. 27.10.Reisebeginn geplant, der König reist allein auf die Bahamas und nach Guyana
  2. Vor dem Commonwealth-TreffenKönigin Camilla stößt in Antigua und Barbuda zum König
  3. 1.11.Treffen der Commonwealth-Staats- und Regierungschefs in Antigua und Barbuda beginnt und dauert bis zum 4. November

Die Reise und ihr Zeitplan

König Charles soll am Dienstag, 27. Oktober, eine Karibikreise beginnen, wobei die Berichte über deren Dauer voneinander abweichen: sieben Tage in der New York Times, acht in Le Monde und neun im Guardian und bei BFMTV. Der König reist allein auf die Bahamas und nach Guyana, Königin Camilla soll in Antigua und Barbuda zu ihm stoßen. Dort nimmt er am alle zwei Jahre stattfindenden Treffen der Commonwealth-Staats- und Regierungschefs teil, das vom 1. bis 4. November läuft und die Regierungschefs der 56 Mitgliedstaaten zusammenbringt. Der Guardian berichtet, er werde während der Reise drei bedeutende Reden halten. Der Buckingham Palace hat erklärt, das Programm werde sich an Gegenwart und Zukunft des jeweiligen Gastlandes orientieren und in enger Abstimmung mit dessen Regierung gestaltet.

Forderungen nach Entschuldigung und Reparationen

Kampagnenorganisationen haben gewarnt, die Reise könne Bestrebungen beschleunigen, Charles in mehreren Ländern als Staatsoberhaupt abzusetzen, wenn er sich nicht stärker mit den Verbindungen der Monarchie zur Sklaverei auseinandersetzt. Der Palast hat erklärt, der Besuch werde das Thema direkt ansprechen.

„Das Besuchsprogramm werde sich daher nicht vor „den dunkelsten Tagen unserer Vergangenheit“ drücken, wie Seine Majestät sie genannt hat.“

Buckingham Palace

Guyanas Präsident Irfaan Ali, der den König treffen soll, sagte ITV News, die Anerkennung der dunklen Tage der Kolonialisierung sei nur ein erster Schritt, eine Entschuldigung müsse folgen. Ali fügte hinzu, das ehemalige Empire müsse dafür geradestehen, dass es die Region ausgebeutet, Leben zerstört und Unterentwicklung geschaffen habe. Anfang September bat die jamaikanische Regierung den König, ihre Kampagne für Reparationen für afrikanische Vorfahren voranzutreiben, die Jahrhunderte der Sklaverei erlitten hatten. Eine von Ghana eingebrachte UN-Resolution würde den transatlantischen Sklavenhandel zum schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklären und Wiedergutmachung fordern.

Hilary Beckles, Vorsitzender der Reparationskommission der CARICOM, sagte vergangene Woche vor Journalisten:

„Wir fordern einen Dialog der Anständigkeit.“

Hilary Beckles, Vorsitzender

Beckles, zugleich Vizekanzler der University of the West Indies, sprach Charles als Vater und Großvater an und argumentierte, die Sklaverei habe seine Familie bereichert.

Haltung der Regierung und Proteste

Der Guardian berichtet, die britische Regierung habe den König beraten, keine förmliche Entschuldigung für die Rolle Großbritanniens im transatlantischen Sklavenhandel abzugeben, und Zahlungen von Reparationen ausgeschlossen. Der Telegraph schreibt, Aktivistinnen und Aktivisten planten Demonstrationen auf den Straßen von Antigua, wenn der Monarch zum Gipfel eintrifft. Patrick Vernon, Kulturhistoriker und britischer Vertreter des Global Jamaica Diaspora Council, sagte, bei dieser Reise stehe mehr denn je auf dem Spiel.

„Ich denke, es ist die größte Weggabelung für den Commonwealth seit seiner Gründung.“

Patrick Vernon, Kulturhistoriker und britischer Vertreter des Global Jamaica Diaspora Council

Anthony Seldon, Autor und Historiker, bezeichnete im Gespräch mit BBC News die Fragen von Sklaverei, Reparationen und Entschuldigung als die größte Herausforderung der bisherigen Regentschaft des Königs. Über die jamaikanische Petition soll im März 2027 der in Großbritannien ansässige Privy Council verhandeln.

Hintergrund zum Commonwealth

Der Commonwealth entstand mit dem Zerfall des Britischen Empire. Laut der New York Times liegen seine Wurzeln in der Imperial Conference von 1926, bei der herrschende und halbunabhängige Nationen sich als gleichberechtigt erklärten, dem britischen Monarchen aber weiterhin die Treue schuldeten. Der heutige Staatenbund geht auf ein Treffen in London im Jahr 1949 zurück, das die Mitgliedschaft für jedes Land öffnete, auch für solche, die dem Königshaus keine Treue mehr gelobten. Nach der Londoner Erklärung wählen die Mitglieder das Oberhaupt des Commonwealth, dessen erster Anführer jedoch König Georg VI., der Großvater von Charles, war. Vier der 56 Mitglieder – Mosambik, Ruanda, Gabun und Togo – waren nie mit dem Britischen Empire verbunden. Der Historiker Ed Owens, ebenfalls von der New York Times zitiert, wies darauf hin, dass im 18. und 19. Jahrhundert rund drei Millionen versklavte Afrikaner auf britischen Schiffen über den Atlantik verschleppt wurden und dass Aufstandsversuche niedergeschlagen wurden.

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