BerichtParlamentswahl in Serbien

Wahlen · Belgrad und Novi Sad

Serbiens Studentenliste gewinnt vorgezogene Wahl, Vučić gesteht Niederlage ein

Erste Ergebnisse geben der Studentenliste 52 Prozent der Stimmen und 138 von 250 Sitzen, gegenüber 39 Prozent und 104 Sitzen für Aleksandar Vučićs Vereinigtes Serbien. Vučić räumte live bei RTS ein, verloren zu haben, und warf den Studenten zugleich einen unfairen Wahlkampf vor.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von ANSA.it, Adnkronos und europa press. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Belgrad, Novi Sad · Serbien

Die Studenten führen bei der Auszählung

Die Studenten Serbiens haben die vorgezogenen Parlamentswahlen am Sonntag, 25. Oktober 2026, gewonnen – nach vorläufigen Ergebnissen, die sich laut ANSA kaum noch wesentlich ändern dürften. Der Studentenliste werden 52 Prozent der Stimmen zugeschrieben, was 138 der 250 Sitze im Nationalparlament bedeuten würde. Die Liste Vereinigtes Serbien des früheren Präsidenten Aleksandar Vučić wird auf 39 Prozent und 104 Sitze geschätzt. Den Prognosen zufolge hat keine andere Koalition die Drei-Prozent-Hürde genommen, mit Ausnahme der Parteien ethnischer Minderheiten, für die sie nicht gilt. In Straßen im ganzen Land brachen Feiern aus, die im Fernsehen live übertragen wurden.

Vorläufige Stimmenanteile, 25. Oktober 2026%
Studentenliste
52 %
Vereinigtes Serbien
39 %

Daten aus dem Artikeltext

Vorläufige Sitze im Parlament mit 250 Sitzen (ANSA)
Studentenliste
138
Vereinigtes Serbien
104

Daten aus dem Artikeltext

Vučić gesteht Niederlage ein

Vučić, der im September zurücktrat, um die Liste Vereinigtes Serbien anzuführen, war der erste, der live bei RTS auftrat und erklärte, die Wahl verloren zu haben. Sein Live-Auftritt hatte Befürchtungen ausgelöst, er werde stattdessen den Sieg für sich beanspruchen. Vor seiner Partei sagte er, die Studentenliste werde deutlich über den 126 Sitzen liegen, die zum Regieren nötig sind, während seine Serbische Fortschrittspartei (SNS) laut Adnkronos 105 Sitze erhalten werde. Europa Press berichtete, er habe sich auf eine geschichtete Stichprobe berufen, die Studenten auf 135 bis 140 Sitze beziffert und ihren Sieg einer von ausländischen Staaten unterstützten „Revolution“ zugeschrieben. Den Wahlkampf der Studenten nannte er „unfair und betrügerisch“ und sagte, er werde der Opposition keine Zugeständnisse machen, während er „den Sieg der Studenten“ anerkannte.

Der Kandidat Radomir Sajčić sagte für die Studenten bei RTS:

„Serbien hat sein Schicksal endlich selbst in die Hand genommen, mit einem Ergebnis, das fast zwei Jahre Kampf belohnt.“

Radomir Sajčić

Der Spitzenkandidat der Studentenliste, der Kardiologe Ilija Srdjanović, sagte, das Land habe einem Tyrannen den Rücken gekehrt und bewege sich auf ein besseres Serbien zu.

Wahlbeteiligung und der Weg zur Wahl

Die Wahlbeteiligung lag bei nahezu 70 Prozent – ein Wert, den es laut ANSA seit mindestens 30 Jahren nicht gegeben hat. Europa Press meldete unter Berufung auf IPSOS und CeSid 67,6 Prozent bis 19:00 Uhr, gegenüber 55,9 Prozent zur selben Stunde bei der Wahl 2023. Zuvor hatte die Wahlkommission (RIK) um 14:00 Uhr 46,4 Prozent gemeldet, verglichen mit 32,2 Prozent zur gleichen Zeit bei der Wahl im Dezember 2023. Auslöser der Proteste, die zu dieser Wahl führten, war der Einsturz eines Vordachs am Bahnhof von Novi Sad im Jahr 2024, bei dem 16 Menschen starben – eine Tragödie, die Adnkronos mit weitverbreiteter Korruption in Verbindung bringt. Die meisten der 250 studentischen Kandidaten kommen von Universitäten und aus der Kunstszene und haben kaum politische Erfahrung; mehrere Oppositionsparteien traten nicht an und riefen ihre Anhänger auf, die Studenten zu unterstützen.

Wahlbeteiligung am 25. Oktober 2026 nach Uhrzeit gemeldet%
09:00
12 %
11:00
27.3 %
12:00
34.5 %
14:00
46.4 %
19:00
67.6 %

Daten aus dem Artikeltext

Unregelmäßigkeiten am Wahltag

RIK-Präsident Vladimir Dimitrijević sagte, die Stimmabgabe verlaufe in den meisten Wahllokalen normal, wenngleich bei einigen Konflikten die Polizei eingreifen musste. In Doljevac wurde die Stimmabgabe kurzzeitig unterbrochen, nachdem eine Person versucht hatte, mit mehreren Ausweisdokumenten zu wählen; die Polizei nahm die Aussagen der Beteiligten auf. Die Bürgerinitiative und Partei Kreni-Promeni erklärte, ihre Beobachter hätten bis 13:00 Uhr mehr als 300 Unregelmäßigkeiten registriert, darunter Fotos von Stimmzetteln, Druck auf Wähler und mutmaßlichen Stimmenkauf. Unabhängige Medien berichteten, die Anträge auf Stimmabgabe zu Hause in Kladovo seien von 115 auf 460 gestiegen – eine Zahl, auf die ein Oppositionsmitglied der örtlichen Wahlkommission hinwies. Dimitrijević warnte zudem vor Verstößen gegen die geheime Wahl, nachdem einige Mitglieder von Wahlvorständen die Vorhangkabinen zugebunden oder entfernt hatten; die RIK kündigte an, die Verantwortlichen zu ermitteln.

Belgrad in der Wahlnacht

Vor der Öffnung der Wahllokale um 7 Uhr bildeten sich lange Schlangen. Nach Schließung der Lokale um 20:00 Uhr wuchs im Zentrum Belgrads laut ANSA eine angespannte Atmosphäre, mit starken Polizeikräften und Befürchtungen vor Provokateuren. Als die ersten Ergebnisse kursierten, brachen auf den Straßen Feiern aus. Die betrachteten Zahlen sind vorläufig, und die Quellen enthalten noch keine endgültige amtliche Auszählung. Die ersten offiziellen Ergebnisse wurden laut Europa Press gegen 22:30 Uhr erwartet.

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