Israel stellt Beteiligungsrekord bei Netanjahu-Wahl auf
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Die Israelis gaben ihre Stimmen so zügig ab wie seit fünf Jahrzehnten nicht mehr. Die Zentrale Wahlkommission bezifferte die Beteiligung um 14.00 Uhr auf 44,9 % und um 16.00 Uhr auf 55,7 %. Din Livneh, der amtierende Generaldirektor der Kommission, sagte, der zweite Wert sei der höchste seit Beginn der Aufzeichnungen 1973, ein deutlicher Anstieg gegenüber 47,5 % zur gleichen Stunde bei der vorherigen Wahl.
- 14:00 aktuelle Wahl44,9
- 16:00 aktuelle Wahl55,7
- 16:00 vorige Wahl47,5
Der Andrang hat Verfahrensfragen politisch gemacht. Lange Warteschlangen veranlassten die Kommission, den Vorsitzenden der Wahllokale mitzuteilen, dass Wähler mit abgelaufenen Ausweisdokumenten trotzdem ihre Stimme abgeben dürfen, wenn sie anhand des Fotos zu erkennen sind. Die Kommission erklärte außerdem, die Wahllokale könnten auch nach 22.00 Uhr geöffnet bleiben, wo noch Wähler anstehen. Die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beantragte eine Verlängerung der Stimmabgabe, während Gadi Eisenkots Yashar-Partei den Antrag ablehnte und ihn als Vorwand für spätere Anfechtungen der Legitimität der Abstimmung bezeichnete.
Die Wahl ist auch ein Urteil über Benjamin Netanjahus Regierungsführung seit dem von der Hamas angeführten Angriff vom 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Kriegen. Mehr als 7,3 Millionen Israelis waren aufgerufen, zwischen 37 Parteilisten zu wählen, wobei nur Parteien mit mehr als 3,25 % in die Knesset mit ihren 120 Sitzen einziehen. Umfragen sahen Netanjahus Block und Eisenkots Wechselblock nahezu gleichauf; keinem der beiden wurde zugetraut, 61 Sitze zu erreichen. Ein Beobachter brachte unverblümt auf den Punkt, worum es geht.
„Wir haben eine korrupte Regierung, die alles tun wird, um an der Macht zu bleiben.“
Als Nächstes: Die Wahllokale sollen um 22:00 schließen, sofern Schlangen keine Verlängerung erzwingen.
Nach Berichten von: Notícias ao Minuto, ANSA.it, AP NEWS, H Kαθημερινή, Η Ναυτεμπορική, BBC
