Putin bietet nach Witkoff-Treffen Novembergespräche an
Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Hubbards Freilassung und republikanischer Ärger über Steve Witkoffs Lob sind seit der Morgenausgabe neu.
Wladimir Putin signalisierte Steve Witkoff nach mehr als drei Stunden Gesprächen in St. Petersburg bedingte Gesprächsbereitschaft. Kremlberater Juri Uschakow sagte, Moskau sei grundsätzlich bereit, trilaterale Verhandlungen mit Washington und Kyjiw um den 10. November wieder aufzunehmen, wobei Sicherheit im Mittelpunkt stehen solle. Dmitri Peskow sagte, Kirill Dmitrijew habe für Russland teilgenommen und Jared Kushner sei aus der Ferne zugeschaltet gewesen. Uschakow sagte außerdem, Vorschläge, die zuvor in Oslo von ukrainischen und europäischen Vertretern erörtert worden seien, enthielten wenig, was einer Einigung dienen würde, sodass der bekannte russische Widerstand in dem Angebot bereits angelegt war.
Russland ließ Stephen Hubbard am selben Tag frei. Donald Trump sagte, er habe Putin in einem Telefonat im Oktober gebeten, den 74-jährigen pensionierten Lehrer aus Michigan freizulassen, und sagte, die Vereinigten Staaten hätten im Gegenzug nichts gegeben. Hubbard war 2024 in einem nichtöffentlichen Verfahren zu fast sieben Jahren Haft verurteilt worden, nachdem ihm vorgeworfen worden war, einen Vertrag mit dem ukrainischen Militär unterzeichnet zu haben, ein Vorwurf, den sein Anwaltsteam bestreitet. Steve Witkoff dankte Putin und bezeichnete ihn als mitfühlend, was beim republikanischen Senator Thom Tillis und beim Kongressabgeordneten Don Bacon Empörung auslöste; Vizepräsident JD Vance verteidigte Witkoff mit den Worten, die Rückkehr einer amerikanischen Geisel sei wichtiger als die Worte, mit denen sie ermöglicht worden sei.
Wolodymyr Selenskyj sagte, die Ukraine befürworte ein trilaterales Treffen mit Russland und den Vereinigten Staaten so bald wie möglich. In einem Interview mit Fox News sagte er, das Einfrieren der derzeitigen Frontlinie sei aus seiner Sicht der eigentliche Weg, den Krieg zu beenden. Er sagte außerdem, US-Sicherheitsgarantien müssten Teil jeder Vereinbarung sein und jedes Abkommen solle dem Parlament vorgelegt werden.
Als Nächstes: Trilaterale Gespräche könnten um den 10. November wiederaufgenommen werden.
Nach Berichten von: Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS, Diário de Notícias
