Russland greift Kyjiw vor neuen Ukraine-Gesprächen an
Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Selenskyj meldete 21 Raketen auf Kyjiw, nachdem Moskau Gespräche grundsätzlich akzeptiert hatte.
Wolodymyr Selenskyj sagte, Russland habe in drei Wellen 21 ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert und dabei Wohnhäuser, Energieanlagen, Bahninfrastruktur, die Metro, Einkaufszentren, Unternehmen und ein Kloster getroffen. Er sagte, die Angriffe hätten 12 ukrainische Regionen getroffen, und bezifferte die vorläufige Bilanz auf zwei Tote und 34 Verletzte, darunter fünf Kinder. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, Teile der Metroinfrastruktur auf der Südbrücke und eine Rettungswache im Bezirk Petschersk seien beschädigt worden.
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Quellen: Diário de Notícias, N-tv, Stirile ProTV
Die Ukraine meldete zudem einen größeren russischen Angriff mit Iskander-M-, S-400-, Zirkon- und Onyx-Raketen sowie 210 Drohnen, während Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin sagte, über Nacht seien 630 Drohnen in Richtung der Region Moskau unterwegs gewesen und hätten zwei Menschen verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Systeme hätten 808 ukrainische Drohnen über 20 Regionen sowie über der Krim zerstört, eine Darstellung, die Moskau vorbrachte, während beide Seiten von großen Luftangriffen berichteten.
Wladimir Putin traf sich in St. Petersburg mehr als drei Stunden lang mit Steve Witkoff, wobei Kirill Dmitrijew anwesend war und Jared Kushner aus der Ferne zugeschaltet wurde. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Putin habe grundsätzlich zugestimmt, nach dem 10. November Dreierverhandlungen unter Beteiligung Russlands, der Vereinigten Staaten und der Ukraine wieder aufzunehmen, auch wenn er befand, dass die in Oslo von ukrainischen und europäischen Vertretern ausgearbeiteten Vorschläge wenig Brauchbares enthielten. Selenskyj unterstützte einen erneuten Vorstoß, schlug jedoch vor, als ersten Schritt die derzeitige Frontlinie einzufrieren, und warnte, dass bei Territorium und Sicherheitsgarantien weiterhin große Lücken bestünden. Seine Stimmung brachte er in einem Satz auf den Punkt.
„Wir werden sehen, was diesmal passiert.“
Als Nächstes: Dreiergespräche sind für die Zeit nach dem 10. November vorgeschlagen.
Nach Berichten von: Diário de Notícias, N-tv, Stirile ProTV, Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS
