Morgen-Brief, Freitag, 23. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Morgenausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

Russland greift Kyjiw vor neuen Ukraine-Gesprächen an

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Selenskyj meldete 21 Raketen auf Kyjiw, nachdem Moskau Gespräche grundsätzlich akzeptiert hatte.

Wolodymyr Selenskyj sagte, Russland habe in drei Wellen 21 ballistische Raketen auf Kiew abgefeuert und dabei Wohnhäuser, Energieanlagen, Bahninfrastruktur, die Metro, Einkaufszentren, Unternehmen und ein Kloster getroffen. Er sagte, die Angriffe hätten 12 ukrainische Regionen getroffen, und bezifferte die vorläufige Bilanz auf zwei Tote und 34 Verletzte, darunter fünf Kinder. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, Teile der Metroinfrastruktur auf der Südbrücke und eine Rettungswache im Bezirk Petschersk seien beschädigt worden.

21

ballistische Raketen, die russische Kräfte in drei Wellen auf Kyjiw abfeuern

Quellen: Diário de Notícias, N-tv, Stirile ProTV

Die Ukraine meldete zudem einen größeren russischen Angriff mit Iskander-M-, S-400-, Zirkon- und Onyx-Raketen sowie 210 Drohnen, während Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin sagte, über Nacht seien 630 Drohnen in Richtung der Region Moskau unterwegs gewesen und hätten zwei Menschen verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, seine Systeme hätten 808 ukrainische Drohnen über 20 Regionen sowie über der Krim zerstört, eine Darstellung, die Moskau vorbrachte, während beide Seiten von großen Luftangriffen berichteten.

Wladimir Putin traf sich in St. Petersburg mehr als drei Stunden lang mit Steve Witkoff, wobei Kirill Dmitrijew anwesend war und Jared Kushner aus der Ferne zugeschaltet wurde. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Putin habe grundsätzlich zugestimmt, nach dem 10. November Dreierverhandlungen unter Beteiligung Russlands, der Vereinigten Staaten und der Ukraine wieder aufzunehmen, auch wenn er befand, dass die in Oslo von ukrainischen und europäischen Vertretern ausgearbeiteten Vorschläge wenig Brauchbares enthielten. Selenskyj unterstützte einen erneuten Vorstoß, schlug jedoch vor, als ersten Schritt die derzeitige Frontlinie einzufrieren, und warnte, dass bei Territorium und Sicherheitsgarantien weiterhin große Lücken bestünden. Seine Stimmung brachte er in einem Satz auf den Punkt.

„Wir werden sehen, was diesmal passiert.“

Wolodymyr Selenskyj

Als Nächstes: Dreiergespräche sind für die Zeit nach dem 10. November vorgeschlagen.

Nach Berichten von: Diário de Notícias, N-tv, Stirile ProTV, Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS

2Digital

KI-entdeckte PHP-Lücken legen Websites weltweit lahm

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Rostocks Stadtseite war am 22. Oktober wieder online, während Betreiber weiter PHP-Patches installierten.

Zwei kritische Schwachstellen in PHP, unter den CVE-Nummern CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 als PHP2Shell registriert, zwangen Betreiber dazu, öffentlich zugängliche Websites abzuschalten, während sie Updates einspielten. Das PHP-Projekt gab die Schwachstellen am 20. Oktober bekannt und veröffentlichte am 21. Oktober bereinigte Versionen, doch der Offenlegungsprozess geriet durcheinander, als Chainguard seinen eigenen Patch einen Tag früher als vereinbart veröffentlichte. Die PHP Foundation erklärte, dies habe Angreifern genug Details geliefert, um Exploits zu entwickeln, während Chainguard erklärte, Hinweise hätten bereits darauf hingedeutet, dass Angreifer die Schwachstellen seit mehreren Tagen ausgenutzt hatten.

Belgische Websites, darunter Smartschool und das Universitair Ziekenhuis Antwerpen, waren stundenlang offline, und Behörden, Universitäten, Krankenhäuser sowie einige Banken in Deutschland trennten Seiten vorsorglich vom Netz. In Mecklenburg-Vorpommern wurden das Landesportal und die Websites von Schwerin und Rostock abgeschaltet, wobei das Landesportal am späten 21. Oktober wieder erreichbar war und die Website der Stadt Rostock am 22. Oktober wiederhergestellt wurde. Digitalisierungsminister Heiko Geue verteidigte die Abschaltung.

„Die vorsorgliche Trennung der betroffenen Seiten vom Internet war eine notwendige Sicherheitsmaßnahme. Sie half, mögliche Risiken zu vermeiden.“

Heiko Geue

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stufte das Risiko als außergewöhnlich hoch ein, weil betroffene Server Datenbanken, Passwörter und Kontaktdaten offenlegen oder Angreifern einen Weg in interne Netzwerke eröffnen könnten. Die eigenen Smartphones und Laptops von Besucherinnen und Besuchern sind durch die PHP-Schwachstelle nicht direkt bedroht, doch Datenschützer warnen, dass Kriminelle die Alarmstimmung mit gefälschten E-Mails ausnutzen könnten, die angeblich von Hosting-Firmen, Sicherheitsbehörden oder Onlineshops stammen. Portugal, die Europäische Kommission, die US-amerikanische National Security Agency und die Cybersicherheitsagentur Kataloniens gaben allesamt Warnungen heraus.

Als Nächstes: Websites werden schrittweise wiederhergestellt, während Betreiber Sicherheitsupdates installieren.

Nach Berichten von: ANSA.it, Adnkronos, europa press, ZDNet, SAPO, The Independent

3Sicherheit

Tibet-Beben lässt Hunderte Häuser in Nagqu einstürzen

Neu

Ein Erdbeben der Stärke 7,0 hat am 22. Oktober um 22.33 Uhr Ortszeit Nordtibet erschüttert. Der US Geological Survey verortete das Epizentrum ostnordöstlich von Nagqu in einer Tiefe von 18 km. Chinesische Angaben gaben die Tiefe mit 10 km an und lokalisierten das Epizentrum in hoch gelegenem, dünn besiedeltem Gelände auf durchschnittlich etwa 4.800 Metern Höhe. Nach Angaben von Xinhua vom Freitagmorgen gab es mindestens 16 Tote und 54 Verletzte, während lokale Behörden mindestens 339 eingestürzte Häuser und 20 Viehställe meldeten.

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Einsatzkräfte von Xizangs Feuerwehr- und Rettungskorps in Tibets Bebenzone

Quellen: RTE.ie, EL PAÍS, BBC

Das Beben verursachte Risse in den Wänden eines Gebäudes der Stadtverwaltung, löste Erdrutsche und Steinschläge aus und zwang die Behörden, einen Abschnitt der Nationalstraße 317 zu sperren. In Teilen der Region fiel die Kommunikation aus, und die Bahnbehörden stellten den Zugverkehr durch das Gebiet ein. Mehr als 1.600 örtliche Rettungskräfte wurden entsandt, und zu den in das Gebiet geschickten Hilfsgütern gehörten 1.000 vorgefertigte Wohneinheiten, rund 3.000 Zelte, Klappbetten, Taschenlampen und Winterkleidung. Die Regierung schickte außerdem 350 Feuerwehr- und Rettungskräfte sowie 83 Fahrzeuge.

Die USGS registrierte mindestens sieben Nachbeben mit Stärken zwischen 4,3 und 5,2, alle in 10 km Tiefe. Xinhua sagte für die Erdbebenregion in den nächsten drei Tagen zeitweiligen Schneefall voraus, was Unterbringung und Rettungsarbeiten in einem kalten, dünn besiedelten Gebiet mehr als 300 km nördlich von Lhasa erschwert. CCTV bezeichnete es als das stärkste Erdbeben in der Region seit fünf Jahren, und die Such- und Rettungsarbeiten waren den jüngsten Berichten zufolge noch im Gange.

Als Nächstes: Such- und Rettungsarbeiten laufen weiter.

Nach Berichten von: RTE.ie, EL PAÍS, BBC, Rzeczpospolita, ANSA.it, europa press

4Regierung

Emmanuel Macron verbietet nichtgewerkschaftliche Proteste nach Frankreichs Krawallen

Neu

Emmanuel Macron berief am 22. Oktober nach Gewalt bei Demonstrationen am 17. Oktober einen Sicherheitsrat im Élysée-Palast ein und rief anschließend dazu auf, in den kommenden Tagen keine Demonstrationen abzuhalten. Er sagte, Proteste, zu denen Gruppen ohne Legitimität aufriefen, sollten, wo immer möglich, verboten werden, wobei das Verbot für Samstag, den 24. Oktober, in Kraft treten solle. Gewerkschaftsmärsche werden nicht grundsätzlich untersagt, doch die Präfekten werden Ausweichrouten vorschlagen, um Stadtzentren, Geschäfte und öffentliche Gebäude zu schützen.

Paris verbot am 22. Oktober zwischen 8:00 und 20:00 Uhr Versammlungen in der Nähe des Élysée-Palasts, des Regierungssitzes und des Parlaments, der Champs-Élysées, der Île de la Cité und des Louvre. Lyon verbot alle Demonstrationen für den 24. Oktober, während Grenoble Proteste in der Innenstadt und in Bereichen, in denen es zuvor zu Gewalt gekommen war, bis zum Morgen des 25. Oktober untersagte. Auch Marseille, Lille, Le Havre und Rouen verhängten Beschränkungen, wobei Le Havre und Rouen Demonstrationen am Samstag verboten.

Premierminister Sébastien Lecornu sollte in Matignon mit Parteivertretern, Innenminister Laurent Nunez, Justizminister Gérald Darmanin und Leitern der Sicherheitsbehörden zusammentreffen. Lecornu hat die Parteien gedrängt, sich zwischen Gewalt und Republik zu entscheiden; damit zielte er auf Jean-Luc Mélenchons France Insoumise, die den Vorwurf der Regierung zurückweist, sie heize den Protest an. Macron kündigte außerdem für den 23. Oktober einen Verteidigungsrat unter seinem Vorsitz an, und Lecornu plant für den 26. Oktober Gespräche in größerer Runde mit Studierenden, Lehrkräften, Gewerkschaften, Arbeitgebern, lokalen Behörden und Parlamentariern.

Als Nächstes: Ein Verteidigungsrat tagt am 23. Oktober, breitere Gespräche folgen am 26. Oktober.

Nach Berichten von: europa press, Stirile ProTV, N-tv, LesEchos.fr, Deutsche Welle, adevarul.ro

5Energie & Handel

Trucker leeren Kampaniens Zapfsäulen während Blockade

Neu

Selbstständige Transportunternehmer hielten in Kampanien Streikposten aufrecht, nachdem die meisten Blockaden der Lkw-Fahrer andernorts in Süditalien aufgehoben worden waren, und Kraftstoff wurde zum unmittelbaren Druckmittel. Streikende Lkw-Fahrer hinderten Tanklaster daran, die Raffinerien in Ost-Neapel zu verlassen, sodass 95 % der Tankstellen in der Region ohne Kraftstoff blieben. An den wenigen noch geöffneten Zapfsäulen in ganz Neapel bildeten sich Schlangen, an denen Berichten zufolge Benzin und Diesel bis zu 4 € pro Liter kosteten, und die Guardia di Finanza leitete Kontrollen wegen Preiswuchers ein.

95 %

der Tankstellen in Kampanien sind trocken, weil streikende Trucker Depots blockieren

Quellen: Rai news, Il Messaggero, Open

Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi warnte, die Stadt habe nur noch Reserven für ein oder zwei Tage, bevor bestimmte Arten von Abfall nicht mehr eingesammelt werden könnten. Er sagte, volle Lagerflächen, Probleme beim Transport von Bioabfall, Schultransporte und die Versorgung der Supermärkte hingen alle von einer stetigen Kraftstoffversorgung ab, und er forderte die Protestierenden auf, Versorgungsfahrzeuge durchzulassen. Die Polizei eskortierte innerhalb von zwei Tagen rund tausend Lastwagen nach Neapel, und die Verteilzentren der Supermärkte begannen wieder zu öffnen.

„Es ist von grundlegender Bedeutung, dass dieser Streit beigelegt wird und dass wir mit einer regelmäßigen Versorgung mit allem, was wir brauchen, insbesondere mit Gütern des täglichen Bedarfs, wieder auf die Straßen zurückkehren können.“

Gaetano Manfredi

Rom billigte ein Sicherheitsdekret zur Räumung von Straßensperren und bot Transportunternehmern, Landwirten und Fischern bis März Hilfen in Höhe von einer halben Milliarde Euro an. Die Blockade hat auch die Produktion von Büffelmozzarella in Kampanien gestoppt, wo rund eine Million Liter Milch, die am Mittwoch gesammelt worden waren, nicht nach den Regeln der geschützten Ursprungsbezeichnung verarbeitet werden konnten, die die Käseherstellung innerhalb von 60 Stunden vorschreiben. Pier Maria Saccani, Direktor des Konsortiums Mozzarella di Bufala Campana DOP, bezifferte die Verluste auf 3 Mio. € innerhalb von 24 Stunden.

Als Nächstes: Roms Hilfen für Spediteure, Bauern und Fischer laufen bis März.

Nach Berichten von: Rai news, Il Messaggero, Open, ANSA.it, il Giornale.it, JN

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Dreiergespräche sind für die Zeit nach dem 10. November vorgeschlagen.

  • 2

    Websites werden schrittweise wiederhergestellt, während Betreiber Sicherheitsupdates installieren.

  • 3

    Such- und Rettungsarbeiten laufen weiter.

  • 4

    Ein Verteidigungsrat tagt am 23. Oktober, breitere Gespräche folgen am 26. Oktober.

  • 5

    Roms Hilfen für Spediteure, Bauern und Fischer laufen bis März.

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