Morgen-Brief, Mittwoch, 21. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Morgenausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

Witkoff bereitet Putin-Treffen nach Oslo-Gesprächen vor

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Wolodymyr Selenskyj traf Steve Witkoff in Oslo und sagte, der Gesandte werde am nächsten Tag nach Russland reisen.

Wolodymyr Selenskyj traf sich am Dienstag in Oslo mit Steve Witkoff sowie Norwegens Jonas Gahr Støre und Finnlands Alexander Stubb, während Jared Kushner per Video zugeschaltet war. Ein US-Beamter nannte die Gespräche konstruktiv und verwies auf „substantielle Fortschritte“ bei einem abgestimmten Vorgehen gegenüber Russland, einschließlich Sicherheitsgarantien für die Ukraine und eines wirtschaftlichen Nachkriegsplans. Selenskyj sagte, Witkoff werde am nächsten Tag nach Russland reisen, und Berichten zufolge sollte am Mittwoch, dem 21. Oktober, ein Treffen mit Putin stattfinden.

74

Jahre alt ist Stephen Hubbard, US-Bürger, 2022 in der Ukraine gefangen genommen

Quellen: lastampa.it, BBC, 20 Minuten

Donald Trump drängte Kyjiw zudem dazu, den Krieg beizulegen, und signalisierte, dass Washington eine Vereinbarung anstrebt, auch ohne eine direkte Unterzeichnungszeremonie zwischen Putin und Selenskyj.

„Die Ukraine muss diesen Krieg beilegen wollen.“

Donald Trump

Die New York Times berichtete, Donald Trump dränge Kyjiw dazu, territoriale Zugeständnisse im Donbas im Austausch für wirtschaftliche Vorteile zu akzeptieren. Kaja Kallas, die EU-Außenbeauftragte, sagte in einer Debatte in Straßburg, US-Unterhändler hätten die Ukraine eineinhalb Jahre lang dazu gedrängt, sich Putins Bedingungen anzunähern, und sie führte es auf die Unterstützung der EU zurück, dass Kyjiw davon abgehalten worden sei, sie zu akzeptieren. Trump sagte außerdem, er habe Putin gebeten, einen 74-jährigen US-Bürger freizulassen, der 2022 von russischen Streitkräften in der Ukraine gefangen genommen worden war.

Selenskyj sagte einer parteiübergreifenden Delegation des US-Kongresses, die Ukraine könne Angriffe auf russische Ölraffinerien für 30 Tage aussetzen, wenn Washington helfe, ihren Luftraum mit Patriot-Abfangraketen zu schützen. Er warf dem Pentagon vor, die Lieferung bereits von europäischen Ländern im Rahmen des Purl-Programms bezahlter Raketen zu verzögern, und sagte, für die Lieferung fehle Pete Hegseths Unterschrift. Die Washington Post berichtete, Hegseth habe die Lieferungen weder genehmigt noch formell abgelehnt, während Selenskyj sagte, die Weitergabe von US-Geheimdienstinformationen werde wieder aufgenommen.

Als Nächstes: Steve Witkoff soll Wladimir Putin am Mittwoch, 21. Oktober, treffen.

Nach Berichten von: lastampa.it, BBC, 20 Minuten, Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS

2Sicherheit

Frankreich rüstet Polizei für Proteste am 24. Oktober

Neu

Die französischen Behörden verlängerten nach der Gewalt am Wochenende lokale Ausgangssperren und bereiteten einen verstärkten Polizeieinsatz bei Protesten vor, zu denen Gelbwesten-Gruppen und Studierendenverbände für den 24. Oktober aufgerufen hatten. Paris verbot Minderjährigen nachts den Aufenthalt im Gebiet zwischen der Place de la République und Les Halles und untersagte außerdem nicht angemeldete Versammlungen in der Nähe sensibler Orte, darunter der Élysée-Palast, das Parlament, die Champs-Élysées, Châtelet und Bahnhöfe. Lyon verhängte eine eigene Ausgangssperre für die Innenstadt von 21:00 bis 06:00 Uhr.

Premierminister Sébastien Lecornu sagte vor der Nationalversammlung, bei den bevorstehenden Protesten werde es einen „massiven“ Einsatz geben. Er sagte, die frühere Polizeiaufstellung in Paris sei zu statisch gewesen, während Innenminister Laurent Nuñez mehr Beamte und ein schnelleres Vorgehen im Rahmen eines überarbeiteten Plans versprach. Anti-Terror-Einheiten der Operation Sentinelle sollen Polizeieinheiten entlasten, und die Behörden erwägen Verbote nicht angemeldeter Demonstrationen, die die öffentliche Ordnung gefährden, sowie angemeldeter Demonstrationen, deren Organisatoren die Polizei nicht davon überzeugen können, dass sie die Lage unter Kontrolle halten können.

Lecornu machte kleine linksextreme und ultralinke Gruppen dafür verantwortlich, Gewalt zu Beginn von Demonstrationszügen organisiert zu haben, und verwies auf den Brand im Rathaus von Limoges. Er wies Behauptungen zurück, die Nachrichtendienste seien angewiesen worden, La France Insoumise die Schuld zu geben, nachdem Mediapart berichtet hatte, anonyme Geheimdienstmitarbeiter hätten diesen Vorwurf erhoben. Die Polizei nahm einen 40-jährigen Mann fest, der in französischen Medien als Linksextremist beschrieben wurde und verdächtigt wird, an dem Brand in Limoges beteiligt gewesen zu sein.

Die Maßnahmen bringen die Regierung von Emmanuel Macron in ein Spannungsfeld zwischen öffentlicher Ordnung und Legitimation. In Lyon beteiligten sich etwa 750 Menschen an einem genehmigten Studierendenmarsch von Vénissieux aus, während andere Studierendenproteste in der Stadt und ihren Vororten als friedlich beschrieben wurden.

Als Nächstes: Gelbwesten- und Studierendenproteste sind für Freitag, 24. Oktober, angekündigt.

Nach Berichten von: ANSA.it, europa press, La Libre.be, Blesk.cz, N-tv, La Razón

3Regierung

Italien beschließt Protestdekret nach Mailänder Krawallen

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Das Kabinett billigte das Dekret mit Soldaten, neuem Protestdelikt und Präventivhaft für Minderjährige.

Nach zwei Nächten mit Krawallen im Zentrum von Mailand hat Italiens Kabinett ein Dekret zu Sicherheit und Jugendkriminalität gebilligt. Nach Angaben der Polizei waren am Samstagabend etwa 2.000 junge Menschen an den Krawallen beteiligt, und Gewalt sowie Plünderungen setzten sich am Sonntag fort. Die Behörden meldeten am Wochenende rund 50 Festnahmen, darunter mehr als 30 Minderjährige, und die Regierung erklärte, an den beiden Tagen seien mehr als 100 Polizeibeamte verletzt worden.

500

zusätzliche Soldaten zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit in Mailand

Quelle: RTVE.es

Giorgia Meloni kündigte das Paket in einem Video an und sagte, die Zahl der jungen Randalierer sei bedrückend und beängstigend. Das Dekret sieht bis Jahresende die Entsendung von 500 zusätzlichen Soldaten nach Mailand vor, zusätzlich zu den 500, die bereits im Rahmen der Operation Sichere Straßen im Einsatz sind, und räumt Polizei und Streitkräften erweiterte Befugnisse ein, darunter nachträgliche Festnahmen auf Grundlage von Kameraaufnahmen.

„Dies ist ein Phänomen, dem wir ernsthaft begegnen müssen, auch um zu verhindern, dass diese Bilder zu einem Vorbild werden, das andere nachahmen.“

Giorgia Meloni

Das Dekret schafft den Straftatbestand der gewaltsamen Teilnahme an einer Demonstration. Wer sich einer Gruppe von mindestens fünf Personen anschließt und Steine, Feuerwerkskörper oder Stöcke wirft und damit andere gefährdet, muss mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Euro rechnen, mit höheren Strafen bei Gesichtsverhüllungen oder Verletzungen. Carlo Nordio, der Justizminister, sagte, wer gewalttätige Gruppen über digitale oder Online-Kanäle fördere, müsse mit vier bis zwölf Jahren Gefängnis rechnen (cd9ae6ea-439f-4d59-86a2-47577225e9b1bcba).

Eltern müssen für Schäden aufkommen, die von Minderjährigen verursacht werden, während Präfekten Zahlungsanordnungen für Schäden an öffentlichem Eigentum erlassen können. Die Annahme, dass eine 14- bis 18-jährige Person die Bedeutung ihres Handelns verstand, gilt nun unmittelbar, sofern nicht das Gegenteil bewiesen wird, und die Präventivhaft wird auf Minderjährige ausgeweitet. Am Dienstag bestätigten Jugendrichter die Festnahmen von 11 Minderjährigen und ordneten in mehreren Fällen die Unterbringung in Gemeinschaftseinrichtungen an oder verhängten häusliche Auflagen.

Als Nächstes: Das Parlament muss das Dekret binnen 60 Tagen in Gesetz umwandeln.

Nach Berichten von: RTVE.es, 20 Minuten, Adnkronos, il Giornale.it, De Standaard, ANSA.it

4Gesundheit & Bildung

Nigeria bestätigt ersten Ebola-Fall in Abuja

Neu

Nigeria bestätigte am Dienstag in Abuja seinen ersten Ebolafall und erhöhte damit den Druck auf die Gesundheitsteams im bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate sagte, die Patientin sei eine Frau, die kürzlich mit einem internationalen Flug aus Uganda eingereist sei und mehrere Tage in einem privaten Krankenhaus behandelt worden sei, bevor die Diagnose bestätigt wurde. Dem staatlichen Sender NTA sagte er, sie sei nun isoliert und werde versorgt.

20

bestätigte Ebola-Fälle in Uganda, bevor es als virusfrei galt

Quellen: Rzeczpospolita, Le Temps, The New York Times

Die Behörden haben bislang 44 enge Kontaktpersonen ermittelt. Gesundheitsteams verfolgen die Kontakte von Gesundheitskräften, Patienten, Pflegepersonen und Menschen nach, die während ihrer Reise mit der Frau in Kontakt kamen, und überwachen sie. Die Regierung forderte öffentliche und private Gesundheitseinrichtungen in ganz Nigeria auf, in höchster Alarmbereitschaft zu bleiben, was bedeutet, dass aus einem einzigen bestätigten Fall bereits statt eines Problems eines Krankenhauses eine nationale Überwachungsaufgabe geworden ist.

Der Fall steht im Zusammenhang mit einem regionalen Ausbruch, der im Mai in der Demokratischen Republik Kongo begann. Von RTBF zitierte kongolesische Behörden bezifferten den Ausbruch auf mehr als 9.000 Fälle und 4.381 Todesfälle, während Uganda sich Ende August für ebolafrei erklärte, nachdem Fälle aus dem Kongo eingeschleppt worden waren. Kenia hat neun Fälle bestätigt, alle in einem einzigen Cluster, und erklärt, es gebe keine Hinweise auf eine Übertragung außerhalb davon.

Die nigerianischen Berichte weichen in einem Punkt voneinander ab, den Epidemiologen rasch klären wollen. Die offizielle Erklärung beschreibt eine kürzlich aus Uganda eingereiste Person, während Bloomberg berichtet, die Patientin sei eine nigerianische Staatsbürgerin, die nach Hause gereist sei, bevor am 7. Oktober Symptome einsetzten. Die Behörden haben keine weiteren Infektionen in Nigeria gemeldet, und die Maßnahmen im öffentlichen Gesundheitswesen stützen sich derzeit auf die bislang identifizierten 44 Kontaktpersonen.

Nach Berichten von: Rzeczpospolita, Le Temps, The New York Times, AP NEWS, 20 Minuten, Blick.ch

5Konflikte

NATO schickt nach Schiffsangriffen Kräfte ans Schwarze Meer

Neu

Die NATO-Botschafter einigten sich in Brüssel darauf, nach einer Reihe von Angriffen auf Handelsschiffe zusätzliche Kräfte und Mittel in die Schwarzmeerregion zu entsenden. Reuters berichtete unter Berufung auf Oberst Martin L. O'Donnell, den Militärsprecher des Bündnisses, das Paket umfasse Seeaufklärungsflugzeuge, Radarsysteme, Drohnen, nachrichtendienstliches Personal und forensische Teams, die Spuren von Sprengstoff untersuchen. Die NATO hat nicht mitgeteilt, welche Länder die Kräfte und Mittel bereitstellen werden oder wann sie eintreffen.

Allison Hart, die NATO-Sprecherin, sagte, die Unterstützung werde Überwachung, Aufklärung und Forensik umfassen.

„Die NATO wird zusätzliche Mittel in die Region entsenden, einschließlich Unterstützung für Überwachung, Aufklärung und Forensik.“

Allison Hart

Reuters zählte mindestens sechs zivile Schiffe, die in den vergangenen zehn Tagen angegriffen wurden, wobei 23 Besatzungsmitglieder als vermisst oder tot gemeldet wurden. Das russische Militär erklärte, es habe drei Frachtschiffe im ukrainischen Hafen Reni und zwei weitere auf dem Weg nach Odesa angegriffen. Zuvor hatten Drohnen vier Handelsschiffe in Bulgariens ausschließlicher Wirtschaftszone getroffen, von denen zwei sanken, und zwei Chemikalientanker wurden nahe der rumänischen Küste getroffen. Die NATO hat keinen Täter benannt, und Moskau hat die Verantwortung für die übrigen Vorfälle nicht übernommen.

Bulgarien erklärte, eine P-8 Poseidon der US Navy habe auf Ersuchen Sofias mit Patrouillen über dem Schwarzen Meer begonnen. Rumänien erklärte, es habe am Samstag zwei mutmaßlich russische Drohnen abgeschossen, und Verteidigungsminister Radu Miruță sagte, es habe sich wahrscheinlich um in Russland hergestellte Geran-4-Drohnen mit Turboprop-Triebwerken gehandelt. Rumänien hat in diesem Jahr 35 unbefugte Drohneneinflüge registriert, verglichen mit neun im Jahr 2025, und hat in diesem Jahr sechs Drohnen abgeschossen.

Über das Schwarze Meer laufen Exporte von Getreide, Energie und Rohstoffen, und der Londoner Markt für Schiffsversicherungen hat den Großteil davon einer neuen Hochrisikokategorie zugeordnet. Russlands Nachrichtenagentur TASS berichtete, Moskau werde eine größere NATO-Präsenz als Eskalation betrachten und könnte als Reaktion seine eigenen militärischen Fähigkeiten ausbauen.

Als Nächstes: Der Nordatlantikrat hält am Mittwoch, 21. Oktober, eine Sondersitzung zum Schwarzen Meer ab.

Nach Berichten von: europa press, NRC, The Guardian, N-tv, Notícias ao Minuto, NewsIT

6Digital

Google stellt Londoner Cloud-Dienste nach Bankausfällen wieder her

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Google sagte, der Vorfall in London sei für die meisten Kunden behoben, während Aufseher mehr Informationen verlangten.

Google Cloud teilte mit, ein Fehler in der Stromversorgung seines Rechenzentrums nahe London habe am Dienstag Onlinedienste britischer Banken und Unternehmen gestört. AP berichtete, der Ausfall habe um 6.08 Uhr GMT begonnen und sich auf London konzentriert, wobei Kunden in anderen Ländern betroffen sein konnten, wenn ihre Anwendungen von dortiger Infrastruktur abhingen. Am Nachmittag erklärte Google, der Betrieb habe sich weitgehend normalisiert.

Revolut-Kunden traf es am härtesten; laut dem Guardian waren Millionen Nutzer betroffen. Die Digitalbank meldete Probleme bei Geldabhebungen an Automaten, Überweisungen und Kartenaufladungen, während Kunden von Lloyds und HSBC Schwierigkeiten mit Apps und Anmeldungen hatten. Downdetector verzeichnete Hunderte Meldungen zu Rightmove, BT, DPD und Royal Mail, und die Videoverbindung für Fernanhörungen vor Gerichten in England und Wales war den ganzen Vormittag nicht verfügbar.

Google Cloud teilte mit, die Störung sei bei den meisten Kunden behoben worden; nur eine sehr kleine Zahl sei noch betroffen, während Ingenieure die Prüfungen abschlössen.

„Wir entschuldigen uns bei allen, die von der Störung betroffen sind.“

Google Cloud

Downing Street erklärte, man wisse von der Störung und stehe mit Google in Kontakt, während die Financial Conduct Authority das Unternehmen um weitere Informationen bat. Revolut betonte, Kundengelder seien geschützt.

„Wir können bestätigen, dass das Geld und die Daten all unserer Kunden sicher sind.“

Revolut

Der Ausfall belebte eine vertraute Sorge in schlichterem Gewand: Banken, Gerichte, Lieferfirmen und Immobilienportale können alle ins Straucheln geraten, wenn ein einzelner Cloud-Knoten den Strom verliert. In Italien erklärte die Verbrauchergruppe Adusbef, Revolut-Kunden hätten ernste Probleme mit Zahlungen, Überweisungen und Bargeldabhebungen gehabt, und forderte die Bank auf, automatische Entschädigungen für betroffene italienische Kunden einzuführen.

Nach Berichten von: ANSA.it, europa press, AP NEWS

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Steve Witkoff soll Wladimir Putin am Mittwoch, 21. Oktober, treffen.

  • 2

    Gelbwesten- und Studierendenproteste sind für Freitag, 24. Oktober, angekündigt.

  • 3

    Das Parlament muss das Dekret binnen 60 Tagen in Gesetz umwandeln.

  • 5

    Der Nordatlantikrat hält am Mittwoch, 21. Oktober, eine Sondersitzung zum Schwarzen Meer ab.

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