Die Demonstration des Movimento Italia in Piazza gegen die hohen Lebenshaltungskosten brachte am Nachmittag des Samstags, 17. Oktober, nach Angaben von Adnkronos 5.000 Menschen in Mailand auf die Straße. Die Polizei erklärte, kleine Gruppen junger Menschen mit verhüllten Gesichtern hätten die Ausschreitungen in der Nähe der Via Broletto begonnen, wo ein schwerer Hagel von Gegenständen niederging. Die Questura schätzte, dass mindestens 2.000 sehr junge Menschen an der Gewalt beteiligt waren, zu der Barrikaden, Brände und wiederholte Angriffe auf Beamte gehörten. Um das Gebiet zu räumen, ging die Polizei auf dem Platz und in den angrenzenden Straßen mit leichten Angriffen vor und setzte in einigen Fällen Tränengas ein. Die Questura beschrieb die Gewalt als eine Reihe plötzlicher Frontwechsel der jungen Demonstranten.
Ein Fahrzeug der Carabinieri wurde nach Angaben der Questura mit Eisenstangen angegriffen und schwer beschädigt. Mehrere Geschäfte wurden verwüstet und geplündert, in einem Fall wurde das Sicherheitspersonal eines bekannten Schuh- und Sportbekleidungsgeschäfts wenige Schritte von San Babila entfernt angegriffen. Weitere Vandalismusschäden folgten im Corso Italia und in der Via Torino, wo Mülleimer, Pflanzkübel und Absperrungen auf die Fahrbahn geworfen wurden, um die Polizei zu blockieren. Il Messaggero berichtete, dass auch die Bar Nicoli im Corso Italia in Brand gesetzt wurde. Reinigungskräfte begannen noch am selben Abend damit, Absperrungen und beschädigte Möbel zu beseitigen, die zerschlagenen Schaufenster blieben jedoch.
Die Polizei brachte 72 Personen in die Dienststellen in der Via Fatebenefratelli, die Zusammenstöße endeten gegen 22:30 Uhr. Adnkronos berichtete unter Berufung auf das Jugendgericht, dass 16 der Vorgeführten festgenommen wurden, darunter 11 Minderjährige, darunter ein Mädchen. Il Messaggero nannte andere Zahlen: 17 Festnahmen (7 Italiener, 5 Ausländer und 5 Minderjährige) und 22 angezeigte Jugendliche. Nach Angaben von Adnkronos werden den Jugendlichen je nach ihrer Rolle Verwüstung, schwere Körperverletzung und Widerstand gegen einen Amtsträger vorgeworfen. Auch die Verletztenzahlen gehen auseinander: Il Messaggero nannte in einer Passage 104 Verletzte unter den Polizeikräften und in einer anderen mindestens 25 Verletzte, keiner schwer, darunter etwa zehn Beamte. Beide Medien bezeichneten die Zahlen als vorläufig.
Confcommercio bezifferte die Schäden im Zentrum auf mehr als 500.000 Euro, einschließlich der entgangenen Einnahmen, nachdem die Geschäfte um 17:00 Uhr schließen mussten. Marco Barbieri, Generalsekretär von Confcommercio Milano, sagte, die Zahl sei eine erste Schätzung und die Händler seien besorgt über die Zukunft, vertrauten aber weiterhin den Institutionen.
„Alle müssen ihren Teil beitragen.“
Bürgermeister Giuseppe Sala sagte gegenüber Sky TG24, die Stadt prüfe die Schäden, damit die Betroffenen entschädigt werden könnten, und die Aufräumarbeiten hätten bereits am Abend des 17. Oktober so früh wie möglich begonnen. Die Stadtverwaltung prüfe zudem, um die Verantwortlichen für die Schäden zu identifizieren. Sala verurteilte die Gewalt und forderte, die Ereignisse genau zu untersuchen.
„Ich bin seit mehr als zehn Jahren Bürgermeister und habe noch nie dieses Gefühl gehabt, die Kontrolle über die Gewalt zu verlieren.“
Am Morgen des 18. Oktober wirkte die Piazza Duomo weitgehend normal, die Bar-Tische standen wieder an ihrem Platz, und trotz des Regens gingen Touristen spazieren. Polizeifahrzeuge und Bereitschaftseinheiten blieben jedoch auf dem Platz, wo Beamte junge Menschen in Kapuzenpullovern und mit Kapuzen, einige mit einer Kufiya vor dem Gesicht, zu Kontrollen anhielten. Il Fatto Quotidiano berichtete, dass die Digos daran arbeite, die Beteiligten zu identifizieren, und dass mit einer steigenden Zahl von Festnahmen zu rechnen sei. Die bei den Zusammenstößen getroffenen Fenster waren weiterhin zerbrochen, und die Schadensbilanz blieb vorläufig.
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützenSicherheit · Mailand
Bei dem Protestmarsch gegen die hohen Lebenshaltungskosten am Nachmittag des 17. Oktober in Mailand kam es zu Gewalt; Confcommercio beziffert die Schäden und entgangenen Einnahmen im Zentrum auf mehr als 500.000 Euro.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Il Fatto Quotidiano, Il Messaggero und Adnkronos. Veröffentlicht .