Abend-Brief, Dienstag, 20. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Abendausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

Drohne tötet 153 Menschen auf Markt in Abyei

Neu

Eine Drohne schlug am Montag gegen 11 Uhr auf dem Amiet-Markt nördlich der Stadt Abyei ein und traf ein Treibstoffdepot, das lokale Unternehmen versorgte. Yohanna Akol Ngor, amtierender Informationsminister der Abyei-Verwaltung, sagte am Dienstag, es seien 153 Tote gezählt worden und die Zahl steige weiter, während das Feuer noch brenne. Damit wurde eine frühere Angabe von 73 nach oben korrigiert, und bislang ist nicht unabhängig bestätigt, wer verantwortlich ist.

„Es ist eine entsetzliche und schockierende Situation.“

Yohanna Akol Ngor

Das Außenministerium des Südsudan beschuldigte das sudanesische Militär, den Angriff verübt zu haben, und bestellte den sudanesischen Botschafter ein. Die sudanesische Armee reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, doch eine Militärquelle sagte der BBC, die Armee habe ein Ziel angegriffen, das sie als Treibstoffversorgungsstelle für die Rapid Support Forces bezeichnete. Eine diplomatische Quelle sagte Reuters, das Depot habe zuvor RSF-Truppen versorgt. Die Statusfrage Abyeis ist seit einem Friedensabkommen von 2005 offen und war weiterhin ungeklärt, als der Südsudan 2011 unabhängig wurde.

MSF teilte mit, mehr als 20 Verletzte seien im Ameth-Bek-Krankenhaus eingetroffen, wo seine Teams mit südsudanesischem Gesundheitspersonal zusammenarbeiteten. Dem Angriff waren mehrere Drohnenangriffe in Westkordofan, Nyala und Khartum vorausgegangen, und die UN erklärte, Drohnen seien inzwischen für die meisten zivilen Todesopfer im Sudan verantwortlich. Die Kämpfe zwischen der sudanesischen Armee und den RSF dauern seit April 2023 an, und Helfer schätzen, dass mehr als 14 Millionen Menschen aus ihrem Zuhause vertrieben wurden.

Nach Berichten von: BBC, Mediafax.ro, de Volkskrant, Deutsche Welle, rmf24.pl, Spiegel Online

2Sicherheit

Autoangriff verstümmelt australische Abgeordnete Helen Haines

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Berichten zufolge verlor Helen Haines ein Bein, Chirurgen versuchten, das andere zu retten, und der Fahrer wurde angeklagt.

Helen Haines, 65-jährige unabhängige Bundesabgeordnete, befand sich in kritischem, aber stabilem Zustand, nachdem ein Fahrer sie vor ihrem Wahlkreisbüro in Wangaratta im australischen Bundesstaat Victoria angefahren hatte. Nach Angaben der Ermittler wendete ein weißer Toyota LandCruiser, erfasste sie, setzte dann zurück und erfasste sie erneut. Sie wurde zwischen zwei Fahrzeugen eingeklemmt, vor Ort versorgt und anschließend per Hubschrauber ins Alfred Hospital in Melbourne geflogen. Dort habe sie laut Berichten, die sich auf ABC berufen, ein Bein verloren, während die Chirurgen versuchten, das andere zu retten.

1.067

Belästigungen und Drohungen gegen Gewählte, die Australiens Polizei erfasste

Quellen: EL MUNDO, The Guardian, PÚBLICO

Die Polizei nahm am Tatort einen 43-jährigen Mann fest und warf ihm gefährliches Fahren mit schwerer Verletzungsfolge, vorsätzliche schwere Körperverletzung und Schädigung eines Amtsträgers vor. Die Beamten fanden zudem ein Messer im Auto und durchsuchten ein Grundstück in Tarrawingee. Ein Motiv hat die Polizei nicht bestätigt. Sie geht von einem Einzelfall aus; weitere bekannte Drohungen im Zusammenhang mit der Tat gebe es nicht.

Ricky Jefferies, ein örtlicher Friseur, rannte aus seinem Laden, zog den Fahrer aus dem Wagen und nahm ihm ein Messer aus der Tasche. Er sagte, andere seien ebenfalls herbeigeeilt, obwohl der Motor des Fahrzeugs noch lief.

„Mir waren seine Bewegungen einfach nicht geheuer, also habe ich es ihm aus der Tasche genommen und weggeworfen.“

Ricky Jefferies

Premierminister Anthony Albanese bezeichnete den Angriff als vorsätzlich und rief Ricky Jefferies an, um sich bei ihm zu bedanken. Führende Politiker und Sicherheitsbehörden warnen seit 2021 davor, dass Drohungen gegen Personen des öffentlichen Lebens zugenommen haben, und ASIO-Generaldirektor Mike Burgess verwies auf wachsenden Groll und zunehmende Intoleranz.

Als Nächstes: Der 43-jährige Mann soll am 21. Oktober 2026 vor Gericht erscheinen.

Nach Berichten von: EL MUNDO, The Guardian, PÚBLICO, SWI swissinfo.ch, ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, RP Online

3Regierung

Italien bereitet Soldaten nach Krawallen für Mailand vor

Neu

Italiens Regierung bereitete ein Dekretgesetz vor, nachdem Gruppen von Jugendlichen am Wochenende in Mailand und anderen Städten Geschäfte verwüstet, Supermärkte geplündert und sich Zusammenstöße mit der Polizei geliefert hatten. Confcommercio bezifferte den Schaden auf rund 1 Mrd. Euro, und viele Geschäfte im Mailänder Modeviertel blieben am Montag aus Angst vor weiterer Zerstörung geschlossen. ANSA zählte mehr als 270 festgenommene Personen, die meisten von ihnen Minderjährige, während die Berichte über die Zahl der verletzten Polizeibeamten auseinandergingen.

270

junge Menschen, die in Mailand wegen Krawallen und Sachschäden festgenommen wurden

Quellen: ANSA.it, Open, The Independent

Vize-Ministerpräsident Antonio Tajani sagte, 500 Soldaten würden in Mailand mit Befugnissen der Justizpolizei eingesetzt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni versprach nach einer Krisensitzung zur Sicherheitslage eine entschlossene Reaktion, und zu den genannten Optionen gehören zwingende Festnahmen von Personen, die bei Demonstrationen Schäden verursachen, sowie neue Befugnisse zum Verbot von Versammlungen. Verteidigungsminister Guido Crosetto sagte, das Kabinett solle dem Militär erlauben, drei Monate lang zur Unterstützung der Carabinieri, der Polizia und der Guardia di Finanza polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen.

Crosetto beschrieb die Unruhen als eine Bedrohung anderer Art, geprägt von TikTok, sozialen Medien und YouTube.

„Die Ereignisse in Mailand und anderswo in Italien unterscheiden sich grundlegend von denen, die man in anderen Epochen gesehen hat“

Guido Crosetto

Das harte Vorgehen überschneidet sich mit einem gesonderten Dieselstreit. Lkw-Verbände blockierten weiter Straßen in Süditalien, und Matteo Salvini sagte, die Regierung versuche, Mittel in Höhe von 430 Mio. Euro freizugeben. Giuseppe Conte warf der Regierung vor, auf Proteste gegen die Lebenshaltungskosten mit Sicherheitsmaßnahmen zu reagieren, während Sergio Mattarella eine gründliche Analyse der Gewalt forderte.

Als Nächstes: Der Ministerrat soll am 20. Oktober über das Gesetzesdekret beraten.

Nach Berichten von: ANSA.it, Open, The Independent, Le Soir, Adnkronos

4Wahlen

Albertaner lehnen Weg zur Unabhängigkeit von Kanada ab

Neu

CBC prognostizierte am frühen Dienstag, dass die Wähler in Alberta einen Vorschlag abgelehnt hatten, ein Verfahren einzuleiten, das zur Unabhängigkeit von Kanada führen könnte. Bei mehr als 1 Mio. ausgezählten Stimmen und etwa einem Drittel der ausgewerteten Stimmzettel unterstützten rund 76 % den Verbleib in Kanada, während etwa 23 % dafür stimmten, einen Weg einzuschlagen, der schließlich zu einer zweiten Abstimmung über die Abspaltung führen könnte. Elections Alberta teilte mit, die Auszählung der verbleibenden Stimmen könne Tage dauern.

Frühes Alberta-Votum zur Kanada-FrageAnteil der ausgezählten Stimmen (%)
  • In Kanada bleiben76
  • Abspaltungsprozess starten23

Die Abstimmung war kein direktes Unabhängigkeitsreferendum. Sie wurde zusammen mit zehn Fragen zu Einwanderung, Gesundheitswesen, Bildung und Provinzbefugnissen gestellt, wurde aber zum zentralen politischen Thema. Premierminister Mark Carney, der in Edmonton aufwuchs, warnte die Wähler davor, die Frage lediglich zu nutzen, um Ottawa ein Zeichen zu setzen.

„Eine Stimme gegen Kanada ist ein gefährlicher Bluff, der zu Jahren tiefer Unsicherheit und verlorenen Chancen für Albertaner und Kanadier führen wird.“

Mark Carney

Premierministerin Danielle Smith setzte das Referendum unter dem Druck von Separatisten innerhalb ihrer United Conservative Party an, obwohl sie die Unabhängigkeit ablehnt. Separatisten hatten auf mindestens 30 % Unterstützung gehofft, und einige hatten sogar mit bis zu 45 % gerechnet. Alberta verfügt mit seinen Ölsanden über die viertgrößten nachgewiesenen Ölreserven der Welt, und Le Temps bezifferte den Beitrag der Provinz auf 15 % des kanadischen BIP, sodass selbst ein gescheiterter Vorstoß Ottawa zwang, energisch für die Einheit zu werben.

Als Nächstes: Elections Alberta sagte, die Auszählung der übrigen Ergebnisse könne Tage dauern.

Nach Berichten von: Diário de Notícias, Washington Post, HotNews.ro, ANSA.it, Bloomberg Business, The Guardian

5Digital

Google-Cloud-Ausfall stört britische Banken und Gerichte

Neu

Google Cloud führte eine Reihe von Ausfällen auf einen Vorfall bei der Stromversorgung in seiner Region europe-west2 zurück, einem Verbund von Rechenzentren im Raum London. Die Störung begann spät am 19. Oktober und griff auf den 20. Oktober über, was bei mehreren Diensten zu Fehlern und zeitweiligen Netzwerkausfällen führte. Da die Londoner Region offenbar der einzige Standort von Google Cloud im Vereinigten Königreich war, traf der Ausfall Großbritannien am härtesten, auch wenn jede App, die auf dort gehostete Dienste angewiesen ist, auch im Ausland betroffen sein konnte.

31

Dienste, die auf Revoluts Statusseite als teilweise nicht verfügbar standen

Quelle: RTE.ie

Revolut wurde zum sichtbarsten Opfer. Die Digitalbank erklärte, Kartenzahlungen, Überweisungen, Bargeldabhebungen und Anmeldungen seien ausgefallen oder teilweise nicht verfügbar gewesen, und Downdetector verzeichnete im Tagesverlauf mehr als 1.500 Meldungen zu Revolut. Auch Lloyds, Halifax und HSBC meldeten Probleme. Für Rightmove, Royal Mail, BT und DPD gingen Hunderte von Meldungen ein, während der HM Courts & Tribunals Service erklärte, seine sichere Cloud-Video-Plattform für Gerichtsanhörungen in England und Wales sei ausgefallen.

Google erklärte, eine teilweise Verbesserung werde innerhalb von 30 Minuten nach einer Aktualisierung sichtbar, die übrigen Dienste würden sich anschließend stabilisieren. Am frühen Nachmittag meldete das Unternehmen, dass sich die meisten Workloads in der Region stabilisierten, obwohl Kunden weiterhin Schwierigkeiten haben könnten, neue Vorgänge zu starten. Ein Sprecher der Downing Street sagte, die Regierung stehe mit dem Unternehmen in Kontakt, um die Dienste rasch wiederherzustellen. Die italienische Verbrauchergruppe Adusbef erklärte, Revolut-Kunden in Italien hätten ebenfalls Probleme mit Zahlungen, Überweisungen und Geldautomaten gehabt, und forderte automatische Entschädigungen.

Nach Berichten von: RTE.ie, ANSA.it, europa press, AP NEWS

6Diplomatie

Witkoff reist zu Ukraine-Friedensgesprächen nach Oslo

Neu

Steve Witkoff wird am Dienstag zu Gesprächen mit Wolodymyr Selenskyj und europäischen Vertretern in Oslo erwartet, wie ein von Axios zitierter US-Beamter mitteilte. Norwegen erklärte, Selenskyj habe Norwegen und Finnland gebeten, in einem, wie es hieß, kritischen Moment für die Ukraine ein Treffen auszurichten. Jonas Gahr Støre, Alexander Stubb, Vertreter der E4-Gruppe, der EU und der NATO werden ebenfalls erwartet, wobei Reuters berichtete, der Zeitplan bleibe vorläufig.

Der US-Beamte beschrieb zwei Arbeitsstränge. Einer betrifft die Zukunft der Ukraine, einschließlich glaubwürdiger Sicherheitsgarantien, europäischer Integration und eines wirtschaftlichen Rahmens für die Nachkriegszeit. Der andere zielt darauf ab, aus dieser Arbeit einen umfassenden Vorschlag an Russland zu entwickeln, der den Krieg beenden und eine neue Sicherheitsarchitektur zwischen Russland und Europa schaffen würde. Amerikanische, ukrainische und europäische Vertreter arbeiteten in der vergangenen Woche an den Vorschlägen, nachdem es zuvor Gespräche in Witkoffs Shell-Bay-Club in Florida gegeben hatte.

Jared Kushner, der normalerweise mit Witkoff reist, hat Grippe und wird voraussichtlich virtuell zugeschaltet. Nach Oslo plant Witkoff, nach Moskau zu reisen, wo er hofft, Wladimir Putin zu treffen und Ideen vorzustellen, die mit der Ukraine und europäischen Partnern entwickelt wurden. Reuters bezeichnete die Moskauer Etappe als vorläufig, und die US-Behörden hatten sie nicht öffentlich bestätigt. Zudem wird erwartet, dass Witkoff auf die Freilassung von Stephen Hubbard drängt, eines 73-jährigen Amerikaners, der nach Angaben Washingtons von Russland zu Unrecht festgehalten wird.

Als Nächstes: Steve Witkoff will nach Oslo nach Moskau reisen, um Wladimir Putin Ideen vorzulegen.

Nach Berichten von: Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS, Diário de Notícias

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 2

    Der 43-jährige Mann soll am 21. Oktober 2026 vor Gericht erscheinen.

  • 3

    Der Ministerrat soll am 20. Oktober über das Gesetzesdekret beraten.

  • 4

    Elections Alberta sagte, die Auszählung der übrigen Ergebnisse könne Tage dauern.

  • 6

    Steve Witkoff will nach Oslo nach Moskau reisen, um Wladimir Putin Ideen vorzulegen.

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