Proteste gegen die Lebenshaltungskosten eskalierten am 17. Oktober in ganz Frankreich, einen Tag nach einer landesweiten Protestaktion, zu der Hunderttausende Menschen gekommen waren. Seit dem Morgen setzte die Polizei in Paris, Lyon, Straßburg und anderen Großstädten Tränengas und Schlagstöcke gegen Demonstranten ein, auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Die Ausschreitungen dauerten bis in den Abend an; Randalierer legten Brände, plünderten Geschäfte und griffen öffentliche Gebäude an. Nach Angaben des Innenministeriums versuchten Demonstranten in Marseille, in eine Polizeiwache einzudringen, gelangten in das Rathaus und plünderten Geschäfte. In Lyon wurde das Tourismusbüro in Brand gesetzt, und Randalierer hinderten die Feuerwehr am Eingreifen.
In Avignon drangen Randalierer in den Hof der Präfektur ein, in Grenoble wurde das Rathaus beschädigt. In Limoges setzten Randalierer das Rathaus in Brand, ein denkmalgeschütztes Gebäude, das weitgehend ausbrannte. Der Bürgermeister von Limoges, Guillaume Guérin, sagte, das Land befinde sich in einem chaotischen Zustand, und die Randalierer hätten ein den Bewohnern lieb gewordenes Gebäude zerstört, nicht aber den öffentlichen Dienst selbst. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire sagte BFMTV, er habe völlig verwüstete Straßen und in Brand gesetzte Geschäfte am Fuß von Wohnhäusern gesehen.
Auch Demonstranten wurden verletzt. Le Figaro berichtete, einem 17-Jährigen in Saint-Étienne sei durch eine von der Polizei abgefeuerte Granate eine Hand abgerissen worden; L'Est Républicain meldete drei Verletzte durch eine Polizei-Blendgranate in Nancy.
Innenminister Laurent Nuñez bezifferte die landesweite Beteiligung auf 550.000 Menschen, darunter 110.000 in Paris, während die Gewerkschaft CGT von 800.000 Teilnehmern sprach. Die Proteste trugen viele Anliegen zusammen, darunter Kraftstoffpreise, Löhne und Landwirtschaft. Studierende und Schüler, die seit Wochen für bessere Lernbedingungen demonstrieren, schlossen sich dem Aktionstag an. Der Protestaufruf war nicht eindeutig an eine einzelne Organisation gebunden.
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Premierminister Sébastien Lecornu sagte, die Polizei habe es mit einer besonders gewalttätigen ultralinken Gruppe zu tun gehabt, die er als sehr gut organisiert und undurchsichtig beschrieb und die nach seinen Worten methodisch versucht habe, Eigentum, Menschen und die Institutionen der Republik anzugreifen. Er nannte die Gewalt ein politisches Manöver, das Gewalt billige, und sagte, die Regierung werde sich nicht einschüchtern lassen. Die Welt bezifferte die Zahl der verletzten Polizisten auf 150 und die Zahl der Festnahmen auf rund 1.200, während die Süddeutsche Zeitung von mehr als 1.000 Festnahmen berichtete. Am späten Abend des 17. Oktober sprach Justizminister Gérald Darmanin von Ausschreitungen beispiellosen Ausmaßes, die noch andauerten, und forderte die Staatsanwaltschaft erneut auf, mit einer sehr entschiedenen juristischen Reaktion zu antworten. Präsident Emmanuel Macron sagte, in der Republik sei kein Platz für Gewalt, und wer Präfekturen, Geschäfte und Rathäuser zerstört habe, werde strafrechtlich verfolgt und bestraft.
In Italien eskalierten am 17. Oktober ebenfalls landesweite Proteste gegen die hohen Lebenshaltungskosten, im Zentrum stand Mailand. Ansa berichtete, maskierte, schwarz gekleidete Jugendliche hätten auf der Piazza Duomo Feuerwerkskörper und Flaschen auf Polizisten geworfen und Barrikaden errichtet. In Mailand wurden mindestens vier Polizisten und 20 Demonstranten verletzt, mehr als 50 Jugendliche wurden festgenommen, die Hälfte von ihnen Minderjährige. Auch aus Turin, Bologna und Bergamo wurden Zusammenstöße mit Steinen und Feuerwerkskörpern gemeldet.
Premierministerin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt auf X und schrieb, sie respektiere die Tausenden, die friedlich protestiert hätten. Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala verurteilte die Ausschreitungen, sagte aber, die Gründe der Demonstranten seien nachvollziehbar, während Gewalt gegen die Polizei und Schäden an der Stadt nicht zu rechtfertigen seien. Zu den Protesten hatten Italiens größter Gewerkschaftsbund und mehr als 100 Verbände aufgerufen, mit Forderungen nach höheren Löhnen, besserer Gesundheitsversorgung und mehr Investitionen in die Bildung. Lkw-Fahrer, Spediteure und Landwirte in Süditalien protestierten gegen die Dieselpreise. In Lissabon demonstrierten am 17. Oktober Zehntausende Menschen.
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Pollar unterstützenSicherheit · Paris, Marseille und Lyon
Plünderungen, Brandstiftung und Zusammenstöße haben am 17. Oktober die Proteste gegen die Lebenshaltungskosten in Frankreich und Italien überschattet; in Frankreich wurden 150 Polizisten verletzt, in Italien war Mailand das Zentrum der Unruhen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de, Handelsblatt und weiteren Medien. Veröffentlicht .