Abend-Brief, Sonntag, 18. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Abendausgabe

Satellitenbild: NASA

1Regierung

Frankreichs Polizei weitet Festnahmen aus, nachdem Proteste Limoges in Brand setzen

Fortsetzung von heute Morgen. Neu: Die Zahl der Festnahmen stieg von mindestens 400 auf mehr als 1.200, und Staatsanwaltschaften erhielten Anweisungen zu Ingewahrsamnahmen.

Sébastien Lecornu sagte am späten Samstagabend, die Polizei habe mehr als 1.200 Menschen festgenommen, ein deutlicher Anstieg gegenüber den mindestens 400 Festnahmen, die zuvor an diesem Tag gemeldet worden waren. Das Innenministerium bezifferte die Teilnehmerzahl auf etwa 550.000 Menschen, darunter 110.000 in Paris, während die Organisatoren landesweit rund 800.000 zählten. Lecornu sagte, 150 Polizisten seien verletzt worden, und machte eine straff organisierte linksextreme Gruppe für Angriffe auf Menschen, Eigentum und staatliche Einrichtungen verantwortlich.

Festnahmen bei Protesten in Frankreich am 17. OktoberFestnahmen
  • Frühere Polizeizählung400
  • Spätere Lecornu-Zählung1.200

Die schwersten Schäden gab es in Limoges, wo Demonstranten das Rathaus aus dem 19. Jahrhundert in Brand setzten. Präfekt Maurice Barate sagte, das Dach sei über den unteren Stockwerken mit Ausnahme des Westflügels eingestürzt, zwei Drittel der Fassade seien verschwunden, und der Verlust von Kulturerbe sei eine Katastrophe. Bürgermeister Guillaume Guérin sagte, der Uhrturm sei eingestürzt, und der Trausaal sowie das Standesamt seien zerstört worden. In Marseille drangen Demonstranten in das Rathaus ein, und Benoît Payan beklagte, in der Stadt gebe es nicht genügend Polizei.

Emmanuel Macron kündigte Strafverfolgung an, während Justizminister Gérald Darmanin die Staatsanwälte anwies, für Beschuldigte, denen Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute oder öffentliche Gebäude vorgeworfen werden, Untersuchungshaft zu beantragen. Der Sender TF1-LCI zählte landesweit 270 Plünderungsfälle, und einem weiteren Bericht zufolge wurden am Boulevard Magenta in Paris mehr als 20 Geschäfte geplündert oder teilweise zerstört.

„In unserer Republik gibt es keinen Platz für Gewalt. Diejenigen, die Schäden verursacht, Präfekturen und Geschäfte angegriffen und sogar unsere Rathäuser geplündert haben, werden verfolgt und bestraft werden.“

Emmanuel Macron

Als Nächstes: Die Stadtspitzen von Paris, Marseille und Lyon baten um ein Treffen mit Sébastien Lecornu in der Woche ab dem 19. Oktober.

Nach Berichten von: La Libre.be, Spiegel Online, Deutsche Welle, BFMTV, europa press, ANSA.it

2Diplomatie

Donald Trump unterstützt Benjamin Netanjahu vor Israels Wahl

Neu

Donald Trump sprach Benjamin Netanyahu am Sonntag seine volle und uneingeschränkte Unterstützung aus, neun Tage vor Israels Parlamentswahl am 27. Oktober. Der Beitrag auf Truth Social richtete sich direkt an israelische Wähler und stellte Netanyahu als Washingtons bevorzugten Partner gegen den Iran dar. Trump warnte, falls Israel einen anderen Regierungschef wähle, müssten die Vereinigten Staaten das Iran-Problem allein bewältigen, und fügte hinzu, dass er dazu nicht geneigt sei.

„Bibi Netanyahu ist angesichts enormen Widerstands, einschließlich jenes, der sogar aus Israel selbst kommt, stark, mutig und brillant gewesen.“

Donald Trump

Die Unterstützungserklärung bedeutete eine Kehrtwende nach Monaten öffentlicher Zurückhaltung. Trump und Netanyahu starteten am 28. Februar eine gemeinsame Militäroperation gegen den Iran, gerieten später jedoch über das Tempo amerikanischer Angriffe, den diplomatischen Kurs gegenüber Teheran, Gaza und den Libanon auseinander. Netanyahus Angriffe auf libanesisches Gebiet und im Gazastreifen verärgerten Trump und schwächten den im Quellenmaterial zusammengetragenen Darstellungen zufolge die von Washington geführten Friedensbemühungen. Die beiden Staats- und Regierungschefs trafen sich zuletzt im Sommer im Weißen Haus und kamen während Netanyahus Reise nach New York zur UN-Generalversammlung im September nicht zusammen.

Netanyahu geht aus einer Position der Schwäche in die Wahl. Der Likud liegt in mehreren Umfragen hinter Yashar unter Führung des ehemaligen Generalstabschefs Gadi Eisenkot sowie hinter dem von Naftali Bennett und Yair Lapid gebildeten Bündnis Gemeinsam. Eine Regierung benötigt 61 der 120 Sitze in der Knesset, und die meisten Umfragen sehen Netanyahus Koalition unter dieser Schwelle. Netanyahu steht außerdem weiterhin in einem Korruptionsverfahren vor Gericht, und Trump hat zuvor um eine Begnadigung für ihn gebeten.

Als Nächstes: Israel hält am 27. Oktober seine Parlamentswahl ab.

Nach Berichten von: ANSA.it, europa press, Courrier international, The New York Times, Mediafax.ro, rmf24.pl

3Regierung

Edi Rama weist Rücktrittsforderungen nach Zusammenstößen in Tirana zurück

Neu

Edi Rama weigerte sich, zurückzutreten, als die Proteste in Tirana am Sonntag den sechsten Tag in Folge andauerten. Studierende führen seit dem 13. Oktober Kundgebungen wegen schlechter Bedingungen an den Universitäten, hoher Studiengebühren, Korruption und fehlender Arbeitsplätze an. Hunderte, einigen Berichten zufolge Tausende, versammelten sich vor dem Bildungsministerium und skandierten, Rama solle zurücktreten. Die Polizei setzte Wasserwerfer, Tränengas und Gummigeschosse ein, mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

388

Menschen wegen Straftaten bei Protesten in Albanien angeklagt

Quellen: Libertatea, NewsIT, BBC

Demonstranten schlugen mit Steinen und Brechstangen Fenster am Hauptsitz der Sozialistischen Partei ein, und die Polizei drängte die Menge mit Wasserwerfern zurück. Geschäfte und Institutionen im Zentrum von Tirana brachten vor dem Protest am Sonntag Metallgitter an Türen und Fenstern an. Kommunalarbeiter entfernten Pflastersteine nahe Ramas Büro, damit Demonstranten sie nicht auf Beamte werfen konnten.

Rama, der seit 2013 regiert und 2025 eine vierte Amtszeit gewann, nutzte eine Facebook-Übertragung, um die Unruhen mit Albaniens Weg in die EU in Verbindung zu bringen. Er machte eine nicht näher benannte ausländische Einflussnahme verantwortlich und verwies auf einen mutmaßlichen Drohnenangriff auf sein Büro in der Woche ab dem 12. Oktober. Er sagte, er sei bereit, sich die berechtigten Forderungen der Studierenden anzuhören und über Bildungskosten zu sprechen, bestand jedoch darauf, dass die Verantwortlichen für Sachschäden zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Bislang war der Samstag der gewaltsamste Tag. Die Polizei erklärte, sie habe in Tirana 54 Menschen festgehalten, davon seien 27 in Gewahrsam genommen worden und gegen 27 liefen Strafverfahren, und in einer Polizeimitteilung hieß es, dass 388 Menschen wegen Straftaten angeklagt worden seien, die während der Proteste begangen wurden. Ein Bericht des Gesundheitsministeriums wies am Sonntagmorgen 65 Verletzte aus, darunter 37 Polizeibeamte, und erklärte, seit dem 13. Oktober seien 272 Menschen verletzt worden.

Nach Berichten von: Libertatea, NewsIT, BBC, AP NEWS, europa press, Deutsche Welle

4Sicherheit

Kanada untersucht tödlichen Brand auf CFB Wainwright

Neu

Kanadische Behörden teilten mit, dass ein schwerer Vorfall auf der Canadian Forces Base Wainwright in Alberta am Samstag einen großen Brand ausgelöst und Tote sowie Verletzte gefordert habe. Verteidigungsminister David McGuinty sagte, die Lage sei dynamisch und heikel, und nannte weder Opferzahlen noch eine Ursache. Premierminister Mark Carney hatte zuvor mitgeteilt, dass ein großer Brand die Basis, einen der meistgenutzten militärischen Ausbildungsstandorte Kanadas, erfasst habe.

„Ich bin traurig mitteilen zu müssen, dass es infolge eines Vorfalls auf der Basis sowohl Todesopfer als auch Verletzte gegeben hat.“

David McGuinty

Der Municipal District of Wainwright teilte mit, das Feuer habe über den Zaun der Basis hinausgegriffen und sich wegen starker Winde rasch ausgebreitet. Feuerwehrleute aus mehreren Zuständigkeitsbereichen waren im Einsatz, und zu diesem Zeitpunkt galt keine Evakuierungsanordnung. Wainwright stellte Unterstützung für das Krankenhaus und die Brandbekämpfung bereit, während Bundes-, Provinz- und kommunale Behörden den Einsatz koordinierten. Ein Arzt an einem Krankenhaus in Edmonton sagte, die Gesundheitseinrichtungen in Wainwright seien von der Zahl der behandlungsbedürftigen Patienten überlastet gewesen.

Das Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, bislang deute nichts darauf hin, dass es sich bei dem Brand um einen terroristischen Akt gehandelt habe; die Behörden bewerteten das Ausmaß der Folgen weiter. Albertas Premierministerin Danielle Smith sprach von einem schweren und tragischen Brand, der Militärangehörige betreffe. Oppositionsführer Pierre Poilievre sagte, er habe mit Carney und McGuinty gesprochen, um Unterstützung anzubieten, und rief Menschen in der Nähe dazu auf, Notfallanweisungen zu befolgen und Straßen für Einsatzkräfte freizuhalten. Die Behörden teilten mit, weitere Informationen würden folgen, sobald Erkenntnisse bestätigt seien.

Nach Berichten von: The Independent, Jornal Expresso, BBC, Al Jazeera Online, Le Monde.fr, Spiegel Online

5Sicherheit

Polizei in Kolkata nimmt Verantwortliche nach Durga-Puja-Gedränge fest

Neu

Mindestens 19 Menschen starben und 25 wurden verletzt, als es am Abend des 17. Oktober in einem Durga-Puja-Pandal in Kolkata zu einer Massenpanik kam. Die Polizei erklärte, das Gedränge habe gegen 19:40 Uhr an einem Ausgang des Sarada-Park-Puja-Pandals im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Girish Park begonnen. Frühere Angaben bezifferten die Zahl der Toten auf 18, darunter 13 Frauen und ein Minderjähriger, und besagten, dass acht Verletzte in kritischem Zustand seien.

200.000

Rupien, die Narendra Modi den Familien jedes Todesopfers versprach

Quellen: europa press, BBC, Deutsche Welle

Indische Medien berichteten, plötzlicher Regen habe Menschen dazu veranlasst, unter dem Pavillon Schutz zu suchen, wodurch Ein- und Ausgänge überfüllt wurden. In anderen Berichten hieß es, eine Lautsprecherdurchsage, die vor einem möglichen Einsturz der Konstruktion warnte, habe Panik ausgelöst, und Westbengalens Ministerpräsident Suvendu Adhikari bezeichnete diese Durchsage als irreführend. Zeugen sagten, die Ein- und Ausgänge seien für die Menschenmenge zu eng gewesen und viele Menschen hätten in dem Gedränge das Bewusstsein verloren.

Die Polizei nahm Organisatoren und Sicherheitspersonal in Gewahrsam, wobei sich die Medienberichte dazu unterschieden, wer festgehalten wurde. Ein Bericht bezifferte die Zahl der Festgenommenen auf 12, darunter Organisatoren, Freiwillige und Sicherheitskräfte, während es in einem anderen hieß, die Polizei habe auch diensthabende Beamte festgenommen. Die Polizei sicherte CCTV-Aufnahmen aus dem Pandal und ermittelte, wer für die Lenkung der Menschenmenge verantwortlich war. Berichten zufolge sollte ein Richter des Calcutta High Court die Untersuchung überwachen, und ein Überlebender sagte, etwa eine halbe Stunde nach Beginn des Gedränges seien weder Polizisten noch Freiwillige vor Ort gewesen.

Premierminister Narendra Modi kündigte Zahlungen von 200.000 Rupien für die Familien der Toten und 50.000 Rupien für die Verletzten an. BBC Hindi berichtete außerdem, Adhikari habe 2,5 Millionen Rupien für jede Familie der Toten, eine Arbeitsstelle pro Familie und 500.000 Rupien für jede verletzte Person angekündigt. Die Durga Puja in Westbengalen dauert vom 16. bis 21. Oktober.

Als Nächstes: Durga Puja in Westbengalen läuft bis 21. Oktober.

Nach Berichten von: europa press, BBC, Deutsche Welle, N-tv, NOS, The New York Times

6Konflikte

Ukraine entschuldigt sich, nachdem mutmaßliche Drohne in Litauens Luftraum eindringt

Neu

Die Ukraine entschuldigte sich, nachdem am Sonntagmorgen ein unidentifiziertes Objekt in den litauischen Luftraum eingedrungen war und im Zentrum und im Norden des Landes Luftalarm der Stufe Rot ausgelöst hatte. Die Bewohner wurden angewiesen, etwa eine Stunde lang Schutz zu suchen, und NATO-Kampfjets stiegen auf, darunter zwei italienische Eurofighter unter NATO-Kommando. Das Objekt verschwand vom Radar, mögliche Wrackteile wurden später in der Nähe von Juodzionys gefunden. Trümmerteile trafen ein ziviles Auto und beschädigten dessen Tür, doch niemand wurde verletzt (13. kein tatsächliches? Moment, UUID)

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Die Stadtspitzen von Paris, Marseille und Lyon baten um ein Treffen mit Sébastien Lecornu in der Woche ab dem 19. Oktober.

  • 2

    Israel hält am 27. Oktober seine Parlamentswahl ab.

  • 5

    Durga Puja in Westbengalen läuft bis 21. Oktober.

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