- SamstagabendRegen setzt ein, eine Durchsage löst an einem Pandal im Norden Kolkatas Unruhe aus
- Erste BerichteBehörden nennen 17 Tote und 25 Verletzte
- Späterer BerichtMindestens 19 Tote gemeldet
Was geschah
Am Abend des Samstags, 17. Oktober, brach an einem Durga-Puja-Pandal im Norden Kolkatas im Bundesstaat Westbengalen im Osten Indiens eine Massenpanik aus. Pandals sind temporäre Pavillons, die für das Fest errichtet werden und Statuen der Göttin Durga beherbergen. Die Polizei erklärte, als der Regen einsetzte, hätten sich schwere Menschenmengen vor dem Bauwerk versammelt, und eine in diesem Moment gemachte Durchsage habe Unruhe ausgelöst. Ein hochrangiger Polizeivertreter sagte gegenüber AFP, die draußen Wartenden hätten begonnen, nach vorn zu drängen, und einige seien zu Boden gefallen, was die Massenpanik ausgelöst habe. Augenzeugen berichteten, viele Menschen hätten im Gedränge das Bewusstsein verloren, und einige der Verletzten seien mit Motorrädern ins Krankenhaus gebracht worden.
Opferzahl und Betroffene
Erste Berichte, darunter einer von Al Jazeera, nannten 17 Tote und 25 Verletzte, und The Hindu meldete, Chief Minister Suvendu Adhikari habe diese Zahl bestätigt. Ein späterer Bericht von RMF24 nennt unter Berufung auf lokale Behörden und Rettungsdienste mindestens 19 Tote. Adhikari sagte vor Reportern, unter den Todesopfern sei ein siebenjähriges Mädchen. Zudem erklärte er, bislang seien sechs Leichen identifiziert worden:
„Bislang sind sechs Leichen identifiziert worden.“
Der Pandal, an dem sich der Vorfall ereignete, wurde geschlossen, und die Polizei beschloss, vorsorglich auch andere ähnliche Bauwerke vorübergehend zu schließen.
- Erste Berichte
- 17 Tote
- Späterer Bericht
- 19 Tote
Daten aus dem Artikeltext
Reaktionen der Verantwortlichen
Premierminister Narendra Modi bezeichnete den Vorfall als traurig und veröffentlichte sein Beileid auf X.
„Mein Beileid den trauernden Familien. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle Genesung. Die Regierung von Westbengalen leistet den betroffenen Familien jede mögliche Hilfe.“
Das Büro Modis kündigte eine Entschädigung von 200.000 Rupien (2.106 US-Dollar) für die Angehörigen der Toten an. Jeder Verletzte soll zusätzlich 50.000 Rupien (527 US-Dollar) erhalten. Innenminister Amit Shah erklärte, die Verwaltung stelle sicher, dass den Verletzten alle möglichen medizinischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt würden.
Das Fest und frühere Massenunglücke
Durga Puja ehrt die Göttin Durga als Symbol des Sieges des Guten über das Böse und wird in Westbengalen vom 16. bis 21. Oktober gefeiert. Das Fest wird auch in Bangladesch und Nepal begangen, und Kolkata, Heimat von etwa 6,5 Millionen Menschen, zieht Tausende Gläubige aus der gesamten Region an. Al Jazeera weist darauf hin, dass es bei indischen Massenveranstaltungen häufig zu tödlichen Gedrängevorfällen kommt, oft wegen schlechter Organisation und Sicherheitsmängeln. Im Januar 2025 starben bei einer Massenpanik beim Maha Kumbh Mela in Prayagraj mindestens 30 Menschen. In Bengaluru wurden 11 Fans zu Tode gedrückt, als sie den ersten Titelgewinn des örtlichen Cricket-Teams in der Indian Premier League feierten. In Tamil Nadu starben 36 Menschen bei einer Massenpanik bei einer Wahlkampfveranstaltung für einen populären Schauspieler, der in die Politik gewechselt war, und im Jahr 2024 starben 121 Menschen bei einer religiösen Versammlung in Uttar Pradesh.