Morgen-Brief, Montag, 19. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Morgenausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

Trump setzt Selenskyj wegen Raffinerieangriffen unter Druck

Neu

Donald Trump schrieb auf Truth Social, Wolodymyr Selenskyj wolle den Krieg mit Russland nicht beenden und habe das wahrscheinlich nie gewollt. Außerdem unterzeichnete er ein Dekret, mit dem er weitreichende neue Sanktionen aussetzte, die ein nach Lindsey Graham benanntes Gesetz vorsah, und setzte vorübergehend Sanktionen gegen russischen Diesel aus, damit Lieferungen vor den Zwischenwahlen am 3. November auf die Weltmärkte gelangen konnten.

Wolodymyr Selenskyj sagte Bloomberg, es seien Schritte unternommen worden, um die Ukraine zur Kapitulation zu bewegen, obwohl er nicht glaube, dass dies das Ziel der US-Verbündeten sei. Er kritisierte Einschränkungen bei Starlink und sagte, das System höre bei mehr als 161 km/h auf zu funktionieren, obwohl es bei mehr als 400 km/h betrieben werden könne. Zudem sagte er, die Vereinigten Staaten lieferten nur zwölf Patriot-Raketen pro Monat, ein Viertel des Niveaus unter Joe Biden.

Kiew bot einen Tausch an. Wolodymyr Selenskyj schlug vor, die Ukraine werde ihre Angriffe auf russische Raffinerien einstellen, die laut Donald Trump die Dieselpreise steigen lassen, wenn Washington die Patriot-Lieferungen beschleunige, um die ukrainische Infrastruktur zu schützen. Außerdem sagte er NBC, die Vereinigten Staaten hätten die Weitergabe von Geheimdienstinformationen wieder aufgenommen, nachdem sie diese eine Zeit lang blockiert hätten, und warnte davor, was folgen würde, sollte Washington sich auf die Seite Moskaus stellen.

„Wenn die Vereinigten Staaten sich auf die Seite Russlands stellen, werden wir natürlich nicht siegen“

Wolodymyr Selenskyj

Als Nächstes: Wolodymyr Selenskyj sagte, er hoffe, Gespräche mit Washington könnten diese Woche stattfinden.

Nach Berichten von: Adnkronos, ANSA.it, AP NEWS, Diário de Notícias

2Regierung

Macron weitet lokale Befugnisse nach Krawallen aus

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Die Zahl der Festnahmen stieg auf 2.397, und Emmanuel Macron kündigte härtere lokale Befugnisse an.

Emmanuel Macron wandte sich an die Nation, nachdem Proteste wegen der Lebenshaltungskosten und der Schulen nach offizieller Zählung etwa 550.000 Menschen und nach Schätzung der Gewerkschaft CGT mehr als 800.000 auf die Straße gebracht hatten. Die Demonstrationen am 17. Oktober endeten in mehreren Städten mit Zusammenstößen, Brandstiftung und Plünderungen, und die Regierung meldete landesweit 2.397 Festnahmen, darunter 855 allein in Paris.

Der Präsident sagte, Präfekten könnten gemeinsam mit Bürgermeistern vorgehen, um Städte, öffentliche Gebäude und Unternehmen zu schützen, unter anderem durch das Verbot bestimmter Versammlungen. Er versprach Strafen für Randalierer und Plünderer, forderte vollständige Transparenz darüber, wie die Sicherheitskräfte vorgingen, und kündigte einen Krisenstab an, der Menschen in schwierigen Momenten dringende Hilfe leisten soll.

„Ich habe die Regierung gebeten, alle Lehren daraus zu ziehen und in der Lage zu sein, dies vorherzusehen, um sicherzustellen, dass es nicht wieder geschieht“

Emmanuel Macron

Oppositionsführer reagierten rasch. Bruno Retailleau forderte Emmanuel Macron auf, den Ausnahmezustand auszurufen, und brachte Ausgangssperren, Bewegungsverbote und Hausarrest für identifizierte Rädelsführer ins Spiel. Jordan Bardella nannte die Rede beklagenswert und feige, während Jean-Luc Mélenchon sagte, der Präsident müsse die Zermürbung beenden, bevor die Ereignisse außer Kontrolle gerieten.

Emmanuel Macron brachte die hohen Kraftstoffpreise mit dem Krieg im Iran in Verbindung und drängte Parteien und Gewerkschaften, Gewalt zu verurteilen. Er sagte außerdem, die politische Auseinandersetzung solle zwischen Parteien stattfinden und nicht auf der Straße, im Vorfeld einer Präsidentschaftswahl, die nach seinen Worten in etwa sechs Monaten stattfindet.

Als Nächstes: Die Regierung wird die Geheimdienstarbeit und den Polizeieinsatz vom 17. Oktober prüfen.

Nach Berichten von: ANSA.it, europa press, La Libre.be, Blesk.cz, N-tv, La Razón

3Sicherheit

Kanada untersucht tödlichen Brand auf Stützpunkt Wainwright

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Mark Carney bestätigte vier Tote, und Alberta meldete 39 Menschen im Krankenhaus.

Mark Carney bestätigte, dass vier Angehörige der kanadischen Streitkräfte ums Leben kamen, nachdem am Samstagnachmittag auf einem Übungsgelände der Canadian Forces Base Wainwright in Alberta ein Feuer ausgebrochen war. Der Brand breitete sich über das Übungsgelände hinaus aus, als starke Winde die Flammen über den Zaun der Basis in das umliegende ländliche Gebiet trieben, wo militärische und zivile Einsatzkräfte versuchten, Wohnhäuser und andere Gebäude zu schützen.

„Mit tiefer Trauer kann ich zu diesem Zeitpunkt bestätigen, dass vier Angehörige der Streitkräfte ihr Leben verloren haben und dass ihre Angehörigen benachrichtigt wurden.“

Mark Carney

Albertas Premierministerin Danielle Smith sagte, am Sonntag seien 39 Menschen im Krankenhaus gewesen, mindestens 19 von ihnen in kritischem Zustand. Mark Carney sagte, Hubschrauber hätten Verletzte nach Wainwright, Edmonton und Calgary gebracht, während Warren Thirsk vom Royal Alexandra Hospital in Edmonton der CBC sagte, die Zahl der Patienten werde die Stadt Edmonton überfordern.

Die Behörden haben die Ursache bislang nicht bestätigt. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Untersuchung dauere an, und es gebe keinen Hinweis auf terroristische Aktivitäten. Global News berichtete unter Berufung auf Militärquellen, eine Explosion während einer Übung mit scharfer Munition könnte den Brand ausgelöst haben, während The Globe and Mail interne Mitteilungen zitierte, denen zufolge ein schwelender Grasbrand bei starkem Wind zu einer Flammenwand wurde.

Mark Carney ordnete an, die Flaggen auf Bundesgebäuden auf halbmast zu setzen, und sagte, die Regierung werde die Verletzten und ihre Familien unterstützen. Der Municipal District of Wainwright teilte mit, Einsatzkräfte seien am Sonntag weiterhin aktiv damit beschäftigt, den Brand zu bekämpfen.

Als Nächstes: Von den Behörden wurde in den kommenden Stunden ein Update zur Ursache erwartet.

Nach Berichten von: The Independent, Jornal Expresso, BBC, Al Jazeera Online, Le Monde.fr, Spiegel Online

4Makroökonomie

China meldet exportgetriebenes Wachstum im dritten Quartal

Neu

Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal im Jahresvergleich um 4,5 Prozent gewachsen, teilte das Nationale Statistikamt am Montag mit. Das Tempo übertraf die im zweiten Quartal verzeichneten 4,3 Prozent, blieb aber hinter den 5 Prozent des ersten Quartals zurück, sodass das Wachstum in den ersten neun Monaten bei 4,6 Prozent lag und damit innerhalb der Zielspanne der Regierung für das Gesamtjahr von 4,5 bis 5 Prozent blieb.

Chinas BIP-Wachstum im Jahresvergleich 2026% gegenüber Vorjahr
  • Q15
  • Q24,3
  • Q34,5

Die Exporte trugen einen Großteil zum Wachstum bei. Den Berichten zufolge zeigten Zollzahlen, dass die Ausfuhren in den ersten neun Monaten auf Dollarbasis um 21,3 Prozent stiegen und der Handelsüberschuss etwa 938 Milliarden Dollar erreichte. Der Exportboom schürt Spannungen mit Handelspartnern, besonders in Europa, wo Behördenvertreter befürchten, dass billige chinesische Waren heimische Hersteller unter Druck setzen.

Die Inlandsnachfrage zeigte sich schwächer. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im September gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent, die Anlageinvestitionen gingen in den ersten neun Monaten um 7,2 Prozent zurück, und die Industrieproduktion wuchs um 5,5 Prozent. Die Immobilienkrise bleibt der wichtigste Bremsfaktor, da fallende Immobilienpreise die Haushalte zur Zurückhaltung veranlassen, Bauträger weniger investieren und Städte aus dem Verkauf von Landnutzungsrechten weniger einnehmen (89aa9754-4ee6-a0d2-83f12fe9aabe).

Peking führte im September Unterstützungsmaßnahmen ein, darunter günstigere Kredite für einige Unternehmen und Zuschüsse für Hauskäufer. Westliche Ökonomen stellen die offiziellen Daten dennoch infrage, weil China viele eng abgegrenzte Datensätze nicht mehr veröffentlicht, die Außenstehenden einst dabei halfen, die Zahlen zu überprüfen, während unabhängige Schätzungen häufig ein geringeres Wachstum ausgewiesen haben.

5Regierung

Rama lehnt Rücktritt nach Zusammenstößen in Tirana ab

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Die Festnahmen stiegen auf 194, Verletzte wurden mit 65 angegeben, und Edi Rama lehnte erneut einen Rücktritt ab.

Von Studierenden angeführte Proteste gegen die Regierung von Edi Rama gingen am Sonntag in Tirana in den sechsten Tag und schlugen vor dem Bildungsministerium in Gewalt um. Demonstrierende warfen Steine, Benzinbomben und Feuerwerkskörper, während die Polizei nach einer ruhigen ersten Stunde unter starker Polizeipräsenz Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse einsetzte.

Im Laufe des Tages stiegen die gemeldeten Zahlen. ANSA meldete 194 Festnahmen in ganz Albanien, während spätere Berichte die Zahl der Verletzten mit 65 angaben. Demonstrierende griffen auch die Zentrale der Sozialistischen Partei an und schlugen Fenster am Haupteingang ein, und ANSA berichtete, dass neben einer Untersuchungshaftanstalt eine Polizeiwache in Brand gesetzt wurde.

Edi Rama lehnte in einer Live-Ansprache auf Facebook einen Rücktritt ab und sagte, Regierungen würden durch Wahlen abgelöst. Er beschrieb die Proteste als von außen gesteuert, brachte die Bedrohung nach manchen Berichten mit Iran, Russland und linksextremen Kräften in Verbindung und stellte die Unruhen als Gefahr für Albaniens Bemühungen dar, der Europäischen Union beizutreten.

„Die Albaner müssen sehr klar nachdenken: Wollen sie dies, wollen sie das, oder wollen sie die EU?“

Edi Rama

Die Europäische Kommission verurteilte die Gewalt in Tirana und anderen Städten, begrüßte zugleich aber die Zusage der albanischen Behörden, das Recht auf Protest zu schützen. Die Studierenden bezeichnen den Rücktritt von Edi Rama nun als ihre einzige Forderung, und Albanien gehört weiterhin zu den Balkanstaaten, die bis 2030 eine EU-Mitgliedschaft anstreben.

Nach Berichten von: AP NEWS, europa press, Deutsche Welle, in.gr, NEWS 24/7, Ειδήσεις - νέα - Το Βήμα Online

6Wahlen

Albertas Bevölkerung stimmt über Abspaltungsprozess ab

Neu

Die Menschen in Alberta stimmen am Montag, dem 19. Oktober, in einem nicht bindenden Referendum darüber ab, ob die Provinz in Kanada bleiben oder den rechtlichen Prozess für ein künftiges bindendes Referendum über eine Abspaltung einleiten soll. Premierministerin Danielle Smith stieß die Abstimmung an, nachdem ein Richter ein geplantes Bürgerreferendum wegen verfassungsrechtlicher Bedenken gestoppt hatte, und der Stimmzettel enthält zudem neun weitere Fragen zu Einwanderung, Dienstleistungen und Identitätsnachweisen für Wähler.

Eine Stimme für die zweite Option würde kein unabhängiges Alberta schaffen. Sie würde einen rechtlichen Weg zu einer späteren bindenden Abstimmung eröffnen, und jede Provinz, die sich abspalten will, müsste mit Ottawa, anderen Provinzen und den indigenen Völkern verhandeln, die in und um Alberta leben. Einige separatistische Organisatoren haben diese Unterscheidung genutzt, um die Wähler aufzufordern, Ottawa ein Signal zu senden, selbst wenn sie keine sofortige Unabhängigkeit unterstützen.

Umfragen deuten auf einen großen Vorsprung für den Verbleib hin, auch wenn die gemeldeten Zahlen auseinandergehen. Einige Erhebungen sehen die Unterstützung für den Verbleib in Kanada bei etwa 70 %, die für die Unabhängigkeit bei etwa 20 % und den Anteil der Unentschiedenen bei 10 %. Einem anderen Bericht zufolge wollen vier von fünf Menschen in Alberta, dass die Provinz Teil Kanadas bleibt.

Cory Morgan, Gründer von Pathway to Independence, sagte, er werde das Ergebnis akzeptieren, aber weiter Wahlkampf führen. Premierminister Mark Carney rief die Unterstützer der kanadischen Einheit zur Stimmabgabe auf, und beide größten politischen Parteien Kanadas haben sich gegen eine Abspaltung ausgesprochen.

„Ich würde den Willen der Wähler respektieren. Wenn sie entschieden haben, dass es noch nicht an der Zeit ist, diesen Weg zu gehen, dann soll es so sein.“

Cory Morgan

Als Nächstes: Die Ergebnisse entscheiden, ob Alberta einen Weg zu einem bindenden Referendum eröffnet.

Nach Berichten von: ANSA.it, Bloomberg Business, The Guardian, Jornal Expresso, BBC, The New York Times

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Wolodymyr Selenskyj sagte, er hoffe, Gespräche mit Washington könnten diese Woche stattfinden.

  • 2

    Die Regierung wird die Geheimdienstarbeit und den Polizeieinsatz vom 17. Oktober prüfen.

  • 3

    Von den Behörden wurde in den kommenden Stunden ein Update zur Ursache erwartet.

  • 6

    Die Ergebnisse entscheiden, ob Alberta einen Weg zu einem bindenden Referendum eröffnet.

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