Nach Angaben von de Volkskrant wurden mehr als 1.200 Aktionen angekündigt, während eine Website, die Gelbwesten-Aktionen verfolgt, fast 1.300 listet. Blockaden von Kreisverkehren, Tankstellen und Brücken sind geplant.
Das Ministerium rechnet mit 50.000 bis 100.000 Teilnehmern in ganz Frankreich ohne Paris und mit 20.000 bis 40.000 Demonstranten in der Hauptstadt.
Innenminister Laurent Nuñez sagte am 16. Oktober im französischen Radio, er könne Blendgranaten nicht ausschließen. Deren Einsatz wurde ausgesetzt, nachdem ein Schüler eine Hand verloren hatte, als er eine aufhob.
Der Haushaltsentwurf von Premierminister Sébastien Lecornu für das kommende Jahr enthält 54 Milliarden Euro an Einsparungen, die die Sozialversicherung, die Bezahlung von Beamten und die Renten betreffen.
Für Samstag, den 17. Oktober, sind in ganz Frankreich Proteste geplant, die Gruppen zusammenbringen sollen, die bislang getrennt auf die Straße gegangen sind. Seit Dienstag, dem 6. Oktober, sind Tausende Schüler und Studenten in Paris auf den Straßen und fordern bessere Einrichtungen, mehr Lehrkräfte und ein transparentes Auswahlverfahren. Die meisten Universitäten der Hauptstadt sind wegen Blockaden seit mehr als einer Woche geschlossen, einige zum ersten Mal seit 1968. Die Organisatoren wollen an diesem Tag diese Forderungen mit denen der Beschäftigten und der Gelbwesten zusammenführen, deren Protest gegen steigende Kraftstoffpreise im Jahr 2018 zu einer monatelangen Bewegung wurde. Das Online-Interesse ist stark gestiegen: Seit dem 27. September gab es fast 460.000 Beiträge zum Thema „17. Oktober“ in den französischen sozialen Medien, wie aus einer im Auftrag von Le Monde erstellten Datenanalyse hervorgeht.
Nach Angaben von NOS haben Bauernverbände, Beschäftigte der Feuerwehr, Taxifahrer und Pflegekräfte eigene Aktionen angekündigt. Die Bildungs-, Fischerei- und Pflegesektionen der Gewerkschaft CGT haben sich angeschlossen, und die Confédération Paysanne, der zweitgrößte Bauernverband, hat zur Teilnahme aufgerufen. Mehrere prominente Persönlichkeiten der Gelbwesten-Bewegung von 2018/19 haben die Proteste unterstützt und Landwirte, Müllwerker und Feuerwehrleute zur Teilnahme aufgerufen. Jerome Rodrigues, eine dieser Persönlichkeiten, argumentierte, dass Aktionen im ganzen Land und nicht nur in Paris die Polizei daran hindern würden, sich auf die Hauptstadt zu konzentrieren. Der Frankreich-Experte Frederik Dhondt sagte, Gewalt könne Marine Le Pen in die Hände spielen, während der Journalist Jean-Laurent Cassely sagte, die kämpfende Mittelschicht, die den Kern der Anhängerschaft des Rassemblement National bildet, habe sich bislang zurückgehalten.
Premierminister Sébastien Lecornu hat bereits eine Krisensitzung abgehalten und für Sonntag, den 18. Oktober, eine weitere mit den zuständigen Ministerien angekündigt, weil die Proteste gewalttätig werden könnten. Innenminister Laurent Nuñez hat erklärt, die Polizei könne alle verfügbaren Mittel einsetzen, einschließlich der umstrittenen Blendgranaten. Deren Einsatz wurde ausgesetzt, nachdem ein Schüler eine Hand verloren hatte, als er eine aufhob, und am 16. Oktober sagte Nuñez im französischen Radio, er könne einen erneuten Einsatz nicht ausschließen. Er hat zudem gewarnt, dass der Verkehr auf den Hauptstraßen nicht blockiert werden dürfe. Zu den Gründen für die Wut gehört ein Haushaltsentwurf für das kommende Jahr mit 54 Milliarden Euro an Einsparungen, die die Sozialversicherung, die Bezahlung von Beamten und die Renten betreffen.
Das Innenministerium rechnet nach Angaben von de Volkskrant mit 50.000 bis 100.000 Teilnehmern in ganz Frankreich ohne Paris und mit 20.000 bis 40.000 in der Hauptstadt. Nuñez erwartet etwa neunzig Demonstrationen und fünfhundert Aktionen landesweit. Die Angaben zu den angekündigten Aktionen gehen auseinander: de Volkskrant berichtet von mehr als 1.200, eine Website, die Gelbwesten-Aktionen verfolgt, listet fast 1.300. Die Organisatoren planen, etwa 150 Kreisverkehre zu besetzen, zudem sind Hunderte Blockaden an Tankstellen geplant. VRT NWS berichtet, in Paris würden etwa 40.000 wütende Demonstranten erwartet.
Es ist noch unklar, wie viele Menschen kommen werden, auch weil der Tag mit dem Beginn der Herbstschulferien zusammenfällt. Dhondt formulierte die entscheidende Frage so, wer die Unzufriedenheit vor der Präsidentschaftswahl in etwa sechs Monaten für sich nutzen könne. Das Ergebnis des Samstags werde zeigen, ob sich die Schulproteste mit der breiteren Bewegung verbinden könnten.
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Ein landesweiter Aktionstag am Samstag, dem 17. Oktober, soll Schüler, Studenten, Landwirte und die Gelbwesten-Bewegung zusammenbringen. Mehr als 1.200 Aktionen wurden angekündigt, das Innenministerium rechnet mit 50.000 bis 100.000 Demonstranten außerhalb von Paris.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von NRC, Trouw, NOS und weiteren Medien. Veröffentlicht .