Retter eilen von Zypern bis in den Himalaja
Neu
Retter vor Nordzypern holten 172 Menschen aus dem Meer, nachdem die Express Filo Jet auf einer Überfahrt von Kyrenia nach Taşucu gekentert war; die Behörden bestätigten mindestens sechs Tote unter den 267 Menschen an Bord. Stürmische See ließ den unter türkischer Flagge fahrenden Katamaran wenige Kilometer vor der Küste kentern, und Hubschrauber und Boote eilten Passagieren zu Hilfe, die sich an den umgestürzten Rumpf klammerten.
„Die große Mehrheit der 259 Passagiere ist gerettet worden.“
- Tote in Nepal781
- Tote in Tibet16
- Vermisste in Nepal2.502
- Vermisste in China546
- Gerettete der Zypern-Fähre172
- Tote der Zypern-Fähre6
Weiter östlich weiteten Nepal und China die Suche aus, nachdem bei einem Gletscherabbruch Schlamm, Eis und Wasser durch Himalaya-Täler geschossen waren, wobei in Nepal mindestens 781 Menschen und in Tibet 16 Menschen ums Leben kamen und mehr als 3.000 vermisst blieben. Soldaten öffneten Tunnel an Wasserkraftwerken, pumpten Sauerstoff hinein und setzten Kameras ein, um nach eingeschlossenen Arbeitern zu suchen, während flussabwärts gelegene Städte nicht identifizierte Opfer bestatteten, weil die Leichenschauhäuser überfüllt waren.
In der Schweiz kamen die Opfer eines Gewaltverbrechens hinzu: Bei Schüssen auf einem Rave in Aarau wurde eine 22-jährige Frau getötet und fünf Menschen verletzt, während die Polizei eine grenzüberschreitende Fahndung einleitete. Die gemeinsame Lehre ist auf ernüchternde Weise praktisch: Infrastruktur, Wetter und Menschenmengen geraten allesamt schneller außer Kontrolle, wenn Behörden für den Normalfall planen statt für den schlimmsten Fall.
Nach Berichten von: Reuters, De Standaard, France 24, BFMTV, watson.ch/, Adnkronos