Deutschland prüft Drohnengerät, während Trump Iran wegen Hormus bedrängt
Fortsetzung von heute Morgen.
Deutsche Ermittler behandelten den Flughafen Leipzig/Halle als möglichen Schauplatz einer hybriden Bedrohung, nachdem in der Nähe von vier ukrainischen Antonow-Frachtflugzeugen eine Drohne mit einem Sprengsatz und beschädigtem Zünder gefunden worden war. Der Flughafen wurde für etwa zwei Stunden geschlossen, ein Passagierflug aus Palma de Mallorca nach Nürnberg umgeleitet, und Frachtflüge wurden umgeleitet. Ein DHL-Frachter aus Marseille brach anschließend die Landung ab und kollidierte im Steigflug in rund 400 Metern Höhe mit einem unbekannten Objekt, das die Besatzung für eine weitere Drohne hielt, bevor er mit leichten Schäden an der Nase sicher in Hannover landete. Sachsens Innenminister Armin Schuster nannte den Vorfall schwerwiegend.
„Dies ist ein sehr ernster Sicherheitsvorfall.“
Der deutsche Fall kam, als die Straße von Hormus wieder in das diplomatische Spiel rückte. Donald Trump sagte, Iran werde hart getroffen, sofern die Wasserstraße nicht wieder geöffnet werde, und behauptete, ein Abkommen könne binnen Tagen zustande kommen, während US-Beamte eine mögliche 60-Tage-Regelung beschrieben, nach der einlaufende Schiffe durch iranische Gewässer und auslaufende Schiffe durch omanische Gewässer geleitet würden. Iranische Staatsmedien bestritten, dass irgendein Verkehrsabkommen zwischen Iran und Oman eine sofortige Wiedereröffnung bedeute, und Teheran warnte, Verstöße der USA würden die Meerenge geschlossen halten. Die Ölpreise stiegen am Mittwoch, Brent näherte sich nach zwei Verlusttagen 80 US-Dollar je Barrel, während Händler abwogen, ob ein Abkommen die Sorgen um das Angebot lindern würde.
Beide Geschichten weisen auf dasselbe strategische Kopfzerbrechen: Billige Werkzeuge können teure Systeme bedrohen, während enge Korridore den Welthandel in Geiselhaft nehmen können.
Nach Berichten von: ZEIT ONLINE, Norddeutscher Rundfunk, Frankfurter Allgemeine, Bayerischer Rundfunk, N-tv, Focus