Klima · Wien

Österreich bricht nationalen Hitzerekord: Wien erreicht 41.0°C, rote Warnungen ausgegeben

Die Temperatur in Wien-Stammersdorf erreichte am Dienstag 41.0°C und übertraf damit den bisherigen nationalen Höchstwert von 40.5°C aus dem Jahr 2013, während eine rote Hitzewarnung die östlichen Regionen abdeckt und niedrige Donaupegel die Schifffahrt beeinträchtigen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Stirile ProTV, ZEIT ONLINE, Mediafax.ro und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Wien · Österreich
Wie es dazu kam
  1. Juli 2026Außergewöhnlich heißer und trockener Juli, Niederschlagsdefizite lokal bis zu 90%
  2. 4.08.Neuer Allzeithöchstwert von 41.0°C in Wien-Stammersdorf; neun Stationen überschreiten an einem Tag 40°C
  3. Sommer 2026Aprikosenreife begann etwa 20 Tage früher als im Durchschnitt 1961-1991

Rekordhitze

Österreich verzeichnete am Dienstag, den 4. August 2026, die höchste jemals gemessene Temperatur, als die Wetterstation Wien-Stammersdorf am Nachmittag 41.0°C erreichte. Stammersdorf war die erste Station, die um 13:30 Uhr die 40°C-Marke überschritt und im Laufe des Nachmittags weiter anstieg, so Daten von GeoSphere Austria. Der Wert übertraf den bisherigen nationalen Rekord von 40.5°C, der am 8. August 2013 in Bad Deutsch-Altenburg im Osten des Landes aufgestellt worden war. Wiens eigener Stadtrekord war erst am Vortag mit 40.1°C aufgestellt worden und wurde am Dienstag zur Mittagszeit übertroffen. Auch Niederösterreich brach seinen Landesrekord mit 40.7°C in Langenlebarn gegen 15:30 Uhr. Bis 16:00 Uhr hatten neun Stationen 40°C oder mehr gemessen, was der Tauernwetterdienst als noch nie an einem einzigen Tag in Österreich vorgekommen bezeichnete, und St. Pölten überschritt erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen die 40°C-Marke. Der neue Höchstwert fiel auf den zweiten Tag einer intensiven Hitzewelle, die laut Prognostikern zwischen Dienstag und Mittwoch ihren Höhepunkt erreichen sollte. Der vorherige Rekord hatte fast 13 Jahre Bestand.

Weitere Hitzewelle und Dürre

Der Rekord ist der jüngste Meilenstein in einem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer. Österreich hatte bereits die längste Juni-Hitzewelle seit Aufzeichnungsbeginn erlebt, mit Temperaturen, die im Durchschnitt 1.4°C über den bisherigen Höchstwerten des Monats lagen. Auch der Juli war von weit verbreiteter Dürre und Niederschlagsdefiziten von bis zu 90 % in einigen Gebieten geprägt, so GeoSphere Austria. Die Hitze hat natürliche Zyklen beschleunigt: Die Aprikosenreife begann etwa 20 Tage früher als im Durchschnitt der Jahre 1961-1991, eine Verschiebung, die Wissenschaftler auf den vom Menschen verursachten Klimawandel zurückführen.

Auswirkungen auf Infrastruktur und Natur

Die anhaltende Hitze und der fehlende Regen haben die Donau auf historisch niedrige Pegelstände sinken lassen, vergleichbar mit den Extremwerten von 2003 und 2018. Die Frachtschifffahrt ist fast vollständig zum Erliegen gekommen, und der Flusskreuzfahrtbetrieb ist stark eingeschränkt. Auch der Hafen-Frachtverkehr und die Stromproduktion aus Flusskraftwerken sind zurückgegangen, was die Wiener Wirtschaft beeinträchtigt. Das niedrige Wasser hat die Brandgefahr in der Lobau, einem als Erholungsgebiet genutzten Donau-Auenwald, erhöht.

Brandgefahr und Notfallmaßnahmen

Im Bundesland Burgenland brennt ein Waldbrand, weshalb einige Straßen gesperrt wurden. Im Wiener Bezirk Lobau lief ein großer Löscheinsatz, bei dem ein Hubschrauber zur Bekämpfung der Flammen eingesetzt wurde. Die Polizei riet den Anwohnern, wichtige Gegenstände zusammenzupacken, obwohl bis Dienstagnachmittag keine offizielle Evakuierungsanordnung ergangen war. Für das Lobau-Gebiet wurde die höchste Brandgefahrenstufe ausgerufen, und rote Hitzewarnungen (die höchste Warnstufe) galten für Wien, das Weinviertel, das nördliche Burgenland einschließlich Seewinkel, das Wiener Becken und die Stadt St. Pölten bis Mittwoch.

Klimakontext

Wissenschaftler führen die zunehmende Häufigkeit und Intensität extremer Wetterereignisse auf Treibhausgasemissionen durch menschliche Aktivitäten zurück. Der österreichische Hitzerekord ist Teil eines breiteren Musters von Temperaturextremen in ganz Europa in diesem Sommer.

„Dieses Wetter ist eine Katastrophe. Niemand will an einem Tisch sitzen. Die Leute wollen einfach nur in ihren Häusern bleiben.“

Nasir Dis

Nasir Dis, ein 60-jähriger Restaurantbesitzer in Wien, beschrieb die Bedingungen als Katastrophe und stellte fest, dass die Kunden lieber drinnen bleiben, anstatt auswärts zu essen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Wien

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