Morgen-Brief, Montag, 20. Juli

Morgenausgabe, Montag, 20. Juli, 6:02.

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

1Konflikte

Trump weitet Angriffe auf Iran aus, während Kiew Russlands Beschuss einsteckt

Fortsetzung vom gestrigen Abend.

Die Vereinigten Staaten flogen die neunte Nacht in Folge Angriffe gegen den Iran und trafen Küstenüberwachung, Luftabwehr, Marine-, Raketen- und Drohnenstandorte, wie das US-Zentralkommando und iranische staatsnahe Agenturen mitteilten. Der Iran schlug gegen Länder zurück, die amerikanische Einrichtungen beherbergen, während Kuwait von feindlichen Drohnen und einem zweiten Angriff auf eine Entsalzungsanlage berichtete. Die Zahl der Toten beim US-Militär stieg auf 17, mehr als 420 wurden verwundet, und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus kam weitgehend zum Erliegen, als nahe Oman ein Schiff brannte. Donald Trump bezeichnete den Iran als schwer geschwächt.

„Der Iran ist sehr, sehr schwer getroffen worden. Er hat fast alle seine militärischen Fähigkeiten verloren. Es bleibt sehr wenig übrig.“

Donald Trump

Russland verschärfte auch seine Kampagne gegen die ukrainische Hauptstadt und feuerte nach Angaben von Wolodymyr Selenskyj mehr als 40 Raketen verschiedener Typen sowie etwa 120 Angriffsdrohnen ab. Ukrainische Behörden teilten mit, mindestens ein Mensch sei gestorben, zudem seien Wohngebäude, ein Supermarkt, ein Wohnheim, eine Metrostation und ein Logistikzentrum beschädigt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe Einrichtungen ins Visier genommen, die mit ukrainischer Waffenproduktion und Logistik verbunden seien, Angaben, die nicht unabhängig überprüft werden konnten.

„Der Feind feuerte über 40 Raketen verschiedener Typen ab, die meisten davon auf die Hauptstadt gerichtet, sowie 120 Angriffsdrohnen.“

Wolodymyr Selenskyj

Die beiden Kriege lasten nun auf denselben westlichen Lagerbeständen, Aufmerksamkeitsspannen und diplomatischen Kanälen. Eine blockierte Meerenge und ein dünnerer ukrainischer Luftschild machen dies zu einem Test, ob westliche Feuerkraft eine Eskalation auf zwei Schauplätzen zugleich abschrecken kann.

Nach Berichten von: Reuters, The Irish Times, The Independent, Irish Independent, The Economist, The Wall Street Journal

2Klima

Spanien bekämpft Großbrände, während Hitze Wälder zu Zunder macht

Neu

Spanien kämpfte gegen zwei große Waldbrände, während Hitze, Wind und niedrige Luftfeuchtigkeit die Einsatzkräfte über breite Fronten trieben. Der Brand von La Mierla in Guadalajara hatte bis Sonntagabend 16.000 Hektar verbrannt, die Evakuierung von 20 Gemeinden erzwungen und rund 800 Menschen vertrieben; Behörden sagten, der Umfang des Feuers erstrecke sich über 100 km und seine Ausbreitung habe sich auf 4 km pro Stunde verdoppelt. Ein zweiter Brand nahe Saragossa hatte fast 16.000 Hektar verbrannt und war noch immer nicht unter Kontrolle, während Spanien bereits die Erinnerung an einen Brand in Andalusien vom 9. Juli mit sich trug, bei dem 13 Menschen ums Leben kamen.

„Die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Feuers hat sehr deutlich zugenommen. Am Samstag erreichte sie vier Kilometer pro Stunde.“

Daniel García Marco
Verbrannte Fläche bei jüngsten europäischen WaldbrändenHektar
  • La Mierla / Guadalajara16.000
  • Saragossa16.000
  • Andalusien, 9. Juli7.000
  • Var, Frankreich180

Feuerwehrleute bekämpften außerdem einen sich schnell ausbreitenden Brand im französischen Département Var, wo nahe Les Arcs-sur-Argens 180 Hektar verbrannten und Dutzende Häuser evakuiert wurden. Die Behörden setzten 255 Feuerwehrleute, Flugzeuge und Hubschrauber ein, doch das Feuer war bis Sonntagabend noch immer nicht unter Kontrolle. Die lokale Vorhersage bezifferte den durchschnittlichen Höchstwert auf 38 °C, 11,4 °C über dem historischen Normalwert für den 19. Juli, und fügte den Bildern von Rauch hinter Villen am Hang eine unverblümte meteorologische Note hinzu.

Spanien erlebt nicht so sehr eine grotesk schlechte Woche, sondern eine längere Brandsaison, die nun alte Annahmen über Wälder, Dörfer und Sommerferien überfordert. Die Flammen brennen sich durch Land, aber sie brennen sich auch durch die Vorstellung, dass Notfallmaßnahmen allein ein Klimaproblem lösen können.

Nach Berichten von: ABC TU DIARIO EN ESPAÑOL, europa press, EL PAÍS, 20 minutos, La Razón, eldiario.es

3Gesundheit & Bildung

Kanada beschränkt Kongo-Reisen, während Ebola der Zählung davonläuft

Neu

Kanada wird ausländischen Staatsangehörigen die Einreise verweigern, die sich in den vorangegangenen 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo aufgehalten haben, während kanadische Staatsbürger und Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus in Quarantäne müssen, wenn sie kürzlich die DR Kongo, Uganda oder Südsudan besucht haben. Auch die Vereinigten Staaten verschärften die Regeln für Reisende aus Kongo, wenngleich Einzelheiten begrenzt blieben. Hilfsorganisationen warnten, dass Grenzmaßnahmen humanitäre Arbeit verlangsamen können, selbst wenn Regierungen sie als Vorsichtsmaßnahmen bezeichnen.

Die Weltgesundheitsorganisation verzeichnete bis zum 15. Juli in Kongo 2.124 Fälle und 828 Todesfälle, doch Behörden warnten, dass die tatsächliche Gesamtzahl zwei- bis viermal höher liegen könnte. Africa CDC meldete andere Zahlen, ein Zeichen dafür, wie schwer es ist, Fälle im vom Konflikt geprägten Osten Kongos zu zählen. Der Ausbruch geht auf die Bundibugyo-Variante zurück, für die es keinen Impfstoff gibt, und der Transport von Toten zu Beerdigungen bleibt ein gefährlicher Verbreitungsweg, weil Ebola nach dem Tod ansteckend bleibt.

„Leider breitet sich das Virus weiterhin schneller aus, als wir reagieren können, um es unter Kontrolle zu bringen. Wir stehen vor einer Ebola-Epidemie, die schneller voranschreitet als je zuvor.“

Wessam Mankoula
Gemeldete Zahlen zum Ebola-Ausbruch in der DR KongoPersonen
  • Fälle2.124
  • Todesfälle828
  • Genesene400
  • Isoliert oder hospitalisiert700

Behörden und Hilfskräfte müssen nun sowohl das Virus als auch den politischen Reflex eindämmen, Grenzen abzuriegeln. Eine Krankheit, die sich über Familien, Beerdigungen und Misstrauen ausbreitet, wird nicht durch Flughafenpapierkram gestoppt werden, es sei denn, Kliniken, Bestattungsteams und lokale Führungspersonen können sich schneller bewegen als die Angst.

Nach Berichten von: Bloomberg Business, Notícias ao Minuto, vrtnws.be, SIC Notícias

4Verkehr

Guyana sucht nach Kentern alter Fähre im Atlantik

Fortsetzung vom gestrigen Abend.

Guyana weitete eine Such- und Rettungsaktion aus, nachdem die MV Barima, eine 87 Jahre alte Fähre, nahe dem Pomeroon River auf ihrer Route von Georgetown nach Port Kaituma gekentert war. Das Schiff beförderte 116 Passagiere und 17 Besatzungsmitglieder; bis Sonntag seien nach Angaben von Behörden 67 Menschen gerettet worden, 66 würden weiterhin vermisst. Das Suchgebiet wuchs von 400 km² auf 1.070 km², als Teams der Küstenwache, Privatflugzeuge, Fischerboote und Freiwillige sich an den Bemühungen beteiligten.

Erfasste Passagiere und Besatzung der MV BarimaPersonen
  • Gerettete67
  • Vermisste66

Der Minister für öffentliche Arbeiten, Juan Edghill, sagte, erste Hinweise deuteten auf eine große Welle hin, nicht auf Überladung oder mechanisches Versagen. Die Fähre war für die Beförderung von 397 Passagieren und 284 Tonnen Fracht zugelassen, und ihr Manifest wies 268 Tonnen aus. Sie führte auch Rettungswesten, Rettungsboote und aufblasbare Flöße mit, doch Berichte von Überlebenden beschrieben ein entsetzliches Gerangel im dunklen Wasser, nachdem das Schiff Schlagseite bekommen hatte.

„Es gab kein Motorproblem und auch kein mechanisches Problem. Es hatte nichts mit Überladung zu tun. Es hatte mit der Tide zu tun.“

Juan Edghill

Das Ziel, Port Kaituma, liegt in der ölreichen Essequibo-Region, wo Guyanas Infrastruktur abgelegene Gemeinden, neue Energieambitionen und einen Territorialstreit mit Venezuela bedienen muss. Bei der Suche geht es weiterhin zuerst um Menschenleben, doch die anschließende Untersuchung wird fragen, warum eine so lebenswichtige Route von einem Schiff abhing, das vor dem Zweiten Weltkrieg vom Stapel lief.

Nach Berichten von: AP NEWS, RFI, Franceinfo, Neue Zürcher Zeitung, 20 minutos, N-tv

Das war die ganze Ausgabe.

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