
Waldbrand in Südfrankreich verbrennt 200 Hektar, zerstört vier Häuser bei Saint-Tropez
Das Feuer brach am Sonntagnachmittag in Taradeau aus und breitete sich rasch nach Les Arcs-sur-Argens aus, angefacht durch 40°C Hitze und Dürre. Die Feuerwehr hofft, den Brand bis Montagnachmittag unter Kontrolle zu haben.
Brandausbruch und schnelle Ausbreitung
Das Feuer entzündete sich gegen 15:00 Uhr am Sonntag, den 19. Juli, in der Nähe eines Fußballstadions in Taradeau, nordwestlich des Golfs von Saint-Tropez. Innerhalb weniger Stunden sprang es, getrieben von starken Winden und extrem trockener Vegetation, auf die Nachbargemeinde Les Arcs-sur-Argens über. Bis Sonntagabend hatten die Flammen nach Angaben der Präfektur des Var 200 Hektar erfasst. Der Präfekt, Simon Babre, beschrieb die Bedingungen, die das Feuer begünstigten.
Das Feuer breitete sich im Kontext dieser Hitzewelle und extremen Dürre extrem schnell aus.
- Feuer beginnt in der Nähe eines Fußballstadions in Taradeau, Var
- Flammen erreichen Les Arcs-sur-Argens; 150 Menschen evakuiert
- Evakuierte aus Taradeau dürfen nach Hause zurückkehren
- Feuer breitet sich nicht mehr aus, aber noch nicht gelöscht; 365 Feuerwehrleute bleiben
- Ziel ist es, das Feuer zu löschen; Risiko des Wiederaufflammens besteht
Evakuierungen und Schäden
Gendarmen und Feuerwehrleute evakuierten 150 Menschen aus beiden Gemeinden. Die Evakuierten verbrachten die Nacht in Gemeindehallen und einer Schule. Die Bewohner von Taradeau durften gegen 22:00 Uhr am Sonntag nach Hause zurückkehren, ebenso wie die aus einigen Vierteln von Les Arcs. Der Bürgermeister von Les Arcs, Marcel Florent, schilderte den Moment, als das Feuer die Stadt erreichte.
Ein Feuerball senkte sich auf die Stadt herab. Sogar die Feuerwehrleute mussten in Deckung gehen.
Vier Häuser wurden vollständig zerstört, zehn weitere beschädigt und 15 Fahrzeuge verbrannt. Mehr als hundert Häuser wurden von den Löschmannschaften gerettet. Ein Feuerwehrmann erlitt eine leichte Verbrennung an der Hand; andere Verletzte wurden nicht gemeldet.
- Zerstörte Häuser
- 4 Anzahl
- Beschädigte Häuser
- 10 Anzahl
- Zerstörte Fahrzeuge
- 15 Anzahl
Feuerwehreinsatz
Auf dem Höhepunkt am Sonntag waren 600 Feuerwehrleute und 200 Fahrzeuge im Einsatz, unterstützt von Canadair-Löschflugzeugen, Dash-8-Flugzeugen und Hubschraubern. Am Montagmorgen waren noch 365 Feuerwehrleute und rund 100 Fahrzeuge vor Ort. Das Gelände, ein bewaldeter Bergrücken mit schwierigem Zugang, erschwerte die Bodenoperationen. Planierraupen wurden eingesetzt, um Schneisen zu schlagen, und die Einsatzkräfte konzentrierten sich darauf, verbleibende Glutnester an den Brandrändern zu löschen, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Kommandant William Vogl erläuterte die Herausforderung.
Es ist ein bewaldeter Bergrücken, der aufgrund des Reliefs und der fehlenden Zugänglichkeit schwer zu erreichen ist. Unser Ziel ist es wirklich, Schläuche zu verlegen, zu versuchen, Lastwagen näher heranzubringen, und an diesen Rändern zu arbeiten, denn das ist es, was wir fürchten: ein Wiederaufflammen an diesen Rändern.
Hitzewelle und Klimakontext
Das Département Var wurde von Météo-France unter eine orangene Hitzewellenwarnung gestellt und als „extremes“ Risiko für Waldbrände eingestuft. Die Temperaturen am Sonntag waren in Frankreich am höchsten und erreichten 40°C, ähnliche Hitze wurde für Montag vorhergesagt. Der Reuters Climate Monitor stellte fest, dass die durchschnittliche Höchsttemperatur in Les Arcs mit 38°C vorhergesagt wurde, 11,4 Grad über dem normalen Höchstwert für den 19. Juli zwischen 1961 und 1990. Der Zugverkehr zwischen Toulon und Les Arcs wurde aufgrund des Feuers eingestellt.
Aktueller Stand und Ausblick
Stand Montagmittag breitete sich das Feuer nicht mehr aus, war aber noch nicht für gelöscht erklärt worden. Eric Grohin, Direktor der Feuerwehr des Var, sagte, das Schlimmste sei wahrscheinlich vorbei, mahnte aber wegen wechselnder Winde zur Vorsicht. Die Präfektur erklärte, das Ziel sei es, das Feuer bis zum Ende des Vormittags oder frühen Nachmittags zu löschen. Eine Untersuchung der Ursache wurde von der Gendarmerie eingeleitet, der Ursprung ist jedoch noch unbekannt.

