
Spanien-Waldbrände: 12.000 Hektar nördlich von Madrid verbrannt, Hunderte evakuiert, zweites Feuer wütet bei Saragossa
Ein Waldbrand in Guadalajara hat seit Donnerstag über 12.000 Hektar verbraucht und mehrere Hundert Evakuierungen erzwungen, während ein separates Feuer bei Saragossa fast 16.000 Hektar verbrannt hat.
Feuer nördlich von Madrid
Ein Waldbrand, der am Donnerstag in der Region Guadalajara, etwa 100 Kilometer nördlich von Madrid, ausgebrochen ist, hat nach Angaben der örtlichen Behörden vom Sonntag mehr als 12.000 Hektar verbrannt und die Evakuierung mehrerer Hundert Menschen erzwungen. Das Feuer wütet im Naturpark Sierra Norte, einem bewaldeten und bergigen Gebiet, das bedrohten Arten von Adlern, Wölfen und Schmetterlingen Lebensraum bietet. Bislang wurden keine Todesopfer gemeldet, die Lage bleibt jedoch schwierig.
Schwierig.
Rund 350 Feuerwehrleute und Soldaten der Militärischen Notfalleinheit (UME) sind im Einsatz, unterstützt von 25 Flugzeugen, teilte die Einsatzleitung der Presse mit. Der Brand ist der jüngste in einer Reihe von Feuern, die Spanien in diesem Monat heimgesucht haben.
Feuer bei Saragossa
Ein zweiter Waldbrand, der am Mittwoch in der Nähe von Saragossa im Nordosten ausgebrochen ist, hat nach der jüngsten Einschätzung von Roberto Bermúdez de Castro, dem Sicherheitsbeauftragten der Regionalregierung von Aragonien, vom Samstagabend fast 16.000 Hektar verbrannt. Auch dieses Feuer ist noch nicht unter Kontrolle.
Weit von einer Stabilisierung entfernt.
Auch aus dem Brand bei Saragossa wurden keine Opfer gemeldet. Die gleichzeitigen Ausbrüche belasten die Löschkapazitäten im ganzen Land.
Tödliches Feuer in Andalusien
Spanien erholt sich noch immer von einem der tödlichsten Waldbrände seiner jüngeren Geschichte. Am 9. Juli tötete ein Waldbrand in Andalusien im Süden 13 Menschen und zerstörte 7.000 Hektar. Diese Tragödie unterstrich die menschlichen Kosten der immer extremeren Brandsaisons.
- Andalusien (9. Juli)
- 7000 Hektar
- Saragossa (15. Juli)
- 16000 Hektar
- Guadalajara (16. Juli)
- 12000 Hektar
Klima und Brandsaison
Spanien steht an vorderster Front des Klimawandels und erlebt längere und häufigere Hitzewellen mit Temperaturen weit über 40 °C, die Bedingungen schaffen, die verheerende Brände begünstigen. Im Jahr 2025 verbrannten landesweit 393.000 Hektar – die schlimmste Zahl der jüngeren Geschichte, so das Europäische Waldbrandinformationssystem (Effis). Bislang sind im Jahr 2026 bereits fast 82.000 Hektar in Schutt und Asche gelegt worden.
Ein Drittel der gesamten in Europa im letzten Jahr verbrannten Fläche entfiel auf Spanien.
- Waldbrand in Andalusien beginnt, tötet später 13 Menschen und verbrennt 7.000 Hektar.
- Waldbrand bei Saragossa beginnt, verbrennt schließlich fast 16.000 Hektar.
- Waldbrand in Guadalajara beginnt nördlich von Madrid.
- Behörden melden über 12.000 verbrannte Hektar in Guadalajara, Hunderte evakuiert.
Die aktuellen Brände erhöhen die wachsende Bilanz, die Spaniens Notfallmaßnahmen erneut auf die Probe stellt und Fragen zur langfristigen Waldbewirtschaftung und Klimaanpassung aufwirft.


