Gesellschaft und Technologie·seit 26. Mai·479 Einträge
Klima: von Minderung zu Anpassung
Die Welt hat die 1,5-Grad-Erwärmungsschwelle überschritten, und die UNO hält die Überschreitung für unvermeidbar. Die derzeitige Politik deutet auf etwa 2,8 Grad bis 2100 hin. Die Kommission hat ein Klimaresilienzgesetz für eine 3-Grad-Welt vorgeschlagen, doch Haushaltsverhandlungen, Energiepreisdruck, eine verzögerte Methanregelung und ein abgeschwächtes Pkw-Ziel für 2035 stellen die fiskalische und klimapolitische Entschlossenheit der EU auf die Probe.
KI-Text wie er entsteht

Diese Woche6 Einträge
Stand der Dingeheute 11:35
Resilienzgesetz vorgeschlagen
Am 27. Oktober schlug die Kommission das erste EU-Klimaresilienzgesetz vor. Die Mitgliedstaaten müssten ab 2029 alle fünf Jahre nationale Klimarisikobewertungen durchführen und bis Ende 2030 Resilienzpläne vorlegen, die eine Erwärmung von bis zu 3 Grad vorsehen.
Die Kommission beziffert den Anpassungsbedarf auf rund 70 Milliarden Euro pro Jahr, ohne im Vorschlag neue zweckgebundene Mittel vorzusehen. Umweltgruppen kritisieren, dass naturbasierte Schutzmaßnahmen keine eigenen Ziele oder Finanzmittel erhalten.
Globale und gesundheitliche Aussichten
Der UNEP-Emissionslückenbericht 2026 besagt, dass die 1,5-Grad-Grenze überschritten wird. Eine UN-Synthese zeigt, dass die nationalen Pläne die Emissionen bis 2035 nur um 6 Prozent gegenüber dem Niveau von 2019 senken würden, während etwa 60 Prozent nötig wären. Zwei am 2. November veröffentlichte UN-Berichte warnen, dass Verluste von Gletschern, Meereis und Permafrost bei über 1,5 Grad irreversibel sein könnten. Eine Nature-Health-Studie zählt 50.391 Hitzetote im Sommer 2026 in 854 europäischen Städten.
Haushalts- und Energiedruck
Der irische Ratsvorsitzentwurf für 2028–2034 kürzt das Kommissionspaket um etwa 8 Prozent und streicht die EU-Notfallreserve. Die COP17 in Eriwan endete am 31. Oktober ohne Lösung der Finanzierungsfragen. Die deutschen Gasspeicher lagen am 1. November bei 61,17 Prozent, gegenüber einem Ziel von rund 70 Prozent.
Die Haushaltsverhandlungen für 2028–2034 werden entscheiden, ob das Anpassungsgesetz finanziert wird.
Was als Nächstes kommt
Offene Fragen
- Werden die Schlussfolgerungen der Staats- und Regierungschefs vom Gipfel am 15. und 16. Oktober die Mittel für Notfälle und Anpassung im Siebenjahreshaushalt sichern?
- Wird eine EU-weite Übergewinnsteuer auf Energieunternehmen kommen, und zu wessen Lasten im fiskalischen Spielraum?
Wer ist wer8
Europäische Kommission EU-Kommission
Am 27. Oktober wurde das erste Klimaresilienzgesetz vorgeschlagen, das die Staaten auffordert, für eine Erwärmung um 3°C zu planen, ohne spezielle Finanzierung, nachdem am 14. Oktober eine einjährige Verzögerung der Methanimporte vorgeschlagen wurde.
30. Okt.
Irische EU-Ratspräsidentschaft Ratspräsidentschaft der EU
Legte einen überarbeiteten Haushalt 2028-2034 vor, der das Paket der Kommission um etwa 8% kürzt und die Notfallreserve streicht.
10. Okt.
Frankreich Regierung eines EU-Mitgliedstaats
Hat 1,3 Milliarden Euro Hilfe angekündigt und plant, die Wasserspeicher zu erweitern, während die Maisernte um die Hälfte sinken soll, Überschwemmungen im Südosten mindestens vier Tote fordern und Sturm Austen fast 300.000 Haushalte ohne Strom ließ.
26. Okt.
Britische Regierung Britische Regierung
Am 17. Oktober wurde eine Taskforce aus über 50 Einrichtungen für Hochwasser- und Dürreresilienz ins Leben gerufen, wobei 71,3 % des Landes von Dürre betroffen sind.
24. Okt.
António Guterres UN-Generalsekretär
Sagt, dass die Erwärmung selbst in den günstigsten Szenarien 1,5°C übersteigt und dass aktuelle Zusagen nur 26% des Landes und 12% des Meeres schützen würden.
21. Okt.
UNEP UN-Umweltprogramm
Sagt, dass das 1,5°C-Limit überschritten wird und die Emissionen bis 2030 um 18% gegenüber dem Niveau von 2025 sinken müssen, um die Überschreitung gering zu halten.
21. Okt.
EU-Abgeordnete Verhandler des Europäischen Parlaments und des Rates
Am 20. Oktober wurde vereinbart, das CO₂-Emissionsziel für 2035 abzuschwächen, sodass Autohersteller einen Teil der Lücke mit kohlenstoffarmem europäischem Stahl decken können.
23. Okt.
Schweizer Bundesrat Schweizer Regierung
Am 28. Oktober wurde ein Anpassungsplan für 2026–2031 mit 56 Maßnahmen verabschiedet, darunter ein Hitzegesundheitszentrum und eine geplante nationale Wasserstrategie.
28. Okt.
Versprechen6
Eleven European countriesoffen
Elf europäische Länder werden bis Ende Januar 42,6 Millionen Barrel Öl freigeben.
29. Okt. · Frist 31. Jan. 2027 · lemonde.fr
Swiss Federal Counciloffen
Die Schweiz wird beim BAG ein Hitzegesundheitszentrum einrichten und im Rahmen ihres Anpassungsplans für 2026–2031 eine nationale Wasserstrategie planen.
28. Okt. · im Zeitraum 2026–2031 · pollar.news
European Commissionoffen
Die Mitgliedstaaten würden ab 2029 alle fünf Jahre nationale Klimarisikobewertungen durchführen und bis Ende 2030 Klimaanpassungspläne gemäß dem vorgeschlagenen Gesetz vorlegen.
27. Okt. · Frist 31. Dez. 2030 · pollar.news
Franceoffen
Frankreich wird die Wasserspeicherung ausbauen und 1,3 Milliarden Euro Hilfe an von Dürre betroffene Landwirte liefern.
20. Okt. · reuters.com
UK governmentoffen
Die Wasserversorger in den sechs von Dürre betroffenen englischen Grafschaften müssen ihre Dürreplanung intensivieren.
15. Okt. · afp.com
Franceoffen
Frankreich wird bis zu 2 Milliarden Euro an zinslosen Darlehen für von Hitze und Dürre betroffene Landwirte bereitstellen.
8. Okt. · politico.eu
Chronik479 Einträge seit 26. Mai
2.–8. November1 Eintrag
Zwei am 2. November veröffentlichte UN-Berichte warnen, dass eine Überschreitung der 1,5-Grad-Erwärmung Schäden an Gletschern, Meereis und Permafrost verursachen würde, die oft irreversibel sind. Copernicus schätzt, dass diese Schwelle um das Jahr 2030 überschritten werden könnte.
26. Oktober – 1. November5 Einträge · 1 zentraler
Elf europäische Länder haben am 29. Oktober zugesagt, bis Ende Januar 42,6 Millionen Barrel Öl freizugeben, nachdem die G7 eine Vereinbarung zu globalen Versorgungssorgen getroffen hatte. Die Notfallmaßnahme konkurriert mit der Dekarbonisierung um Aufmerksamkeit, während die Energiepreise steigen.
Der Klima-Gesundheitsbericht des Lancet Countdown, der am 28. Oktober veröffentlicht wurde, forderte, den Klimawandel als globalen Gesundheitsnotstand zu behandeln. Er verweist auf zunehmende gesundheitliche Schäden durch Hitze und Dürre weltweit.
Der Schweizer Bundesrat hat am 28. Oktober seine Anpassungsstrategie und den dazugehörigen Aktionsplan verabschiedet. Zu den 56 Massnahmen gehören ein Hitzegesundheitszentrum beim BAG, neue Hitzekarten von MeteoSchweiz sowie eine geplante nationale Wasserstrategie.
Die Europäische Kommission hat am 27. Oktober das erste EU-Klimaresilienzgesetz vorgeschlagen. Es verlangt ab 2029 alle fünf Jahre nationale Klimarisikobewertungen und bis Ende 2030 Pläne zur Klimafestigung. Der Anpassungsbedarf wird auf etwa 70 Milliarden Euro pro Jahr bis 2050 beziffert, doch eine eigene Finanzierung ist nicht vorgesehen.
Eine UN-Synthese zeigt, dass die derzeitigen nationalen Klimapläne die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2035 im Vergleich zu 2019 nur um 6 Prozent senken würden – weit entfernt von den benötigten 60 Prozent. Der Bericht wurde wenige Wochen vor Beginn der COP31-Gespräche in Antalya (Türkei) veröffentlicht.
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