Regierung · Bern und Basel
Schweizer Bundesrat verabschiedet Klimaanpassungsplan 2026–2031 mit 56 Maßnahmen
Der Bundesrat genehmigte die Strategie und den Aktionsplan am Mittwoch, 28. Oktober 2026. Das Paket umfasst ein Kompetenzzentrum für Hitze und Gesundheit beim BAG, neue Hitzekarten von MeteoSchweiz und eine geplante nationale Wasserstrategie.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rts.ch, watson.ch/, 20 Minuten und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, hat der Bundesrat eine Strategie und einen Aktionsplan für 2026 bis 2031 mit 30 Handlungsfeldern und 56 Maßnahmen verabschiedet.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll ein Kompetenzzentrum aufbauen, das die Akteure koordiniert, die Gesundheit überwacht und hitzebedingte Todesfälle und Spitaleintritte weiter erfasst.
MeteoSchweiz soll neue nationale Hitzekarten und Extremszenarien erstellen und über ein öffentliches Dashboard veröffentlichen, um die Planung zu unterstützen.
Ende August kündigte Bundesrat Albert Rösti eine Erhöhung des Waldkredits um 17,5 Millionen Franken und eine einmalige Aufstockung der landwirtschaftlichen Betriebshilfe um 54 Millionen Franken in diesem Jahr an.
- 2025Das Programm Adapt+ fördert Anpassungsmaßnahmen, die Trockenheitsplattform wird aktiv
- Ende August 2026Der Bundesrat beschließt gezielte Maßnahmen gegen Hitze und Trockenheit
- 28.10.Der Bundesrat verabschiedet die Strategie und den Aktionsplan 2026–2031 mit 56 Maßnahmen
Strategie und Aktionsplan
Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, hat der Bundesrat eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel und einen Aktionsplan für die Jahre 2026 bis 2031 verabschiedet. Die Strategie legt die Ziele der Anpassung an den Klimawandel fest und benennt Maßnahmen in 30 Handlungsfeldern, womit der Aktionsplan insgesamt 56 Maßnahmen umfasst. Sie stützt sich auf die Klimarisikoanalyse 2025 des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sowie auf die Klimaszenarien von ETH Zürich und MeteoSchweiz. Der Schutz der Bevölkerung vor Hitze und der Umgang mit Wasser bei Trockenheit sind ihre zentralen Säulen, daneben Naturgefahren und Veränderungen der Lebensräume. Die Strategie orientiert sich an einer globalen Erwärmung von drei Grad gegenüber vorindustrieller Zeit, was die Klimaszenarien für die Schweiz in einen durchschnittlichen Anstieg von rund 4,9 Grad übersetzen.
Hitze, Gesundheit und Kartierung
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) soll ein Kompetenzzentrum für Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Hitze und Klimawandel aufbauen. Das Zentrum soll die beteiligten Akteure koordinieren und ein Gesundheitsmonitoring betreiben, um zu beurteilen, wie gut die Anpassungsmaßnahmen wirken. Das BAG soll zudem hitzebedingte Todesfälle und Spitaleintritte weiter erfassen und diese Erfassung weiterentwickeln. MeteoSchweiz soll neue nationale Hitzekarten und Extremszenarien erstellen, deren Daten über ein öffentliches Dashboard zugänglich gemacht werden. Für die Überwachung von Kühltürmen und anderen Wassersystemen mit Legionellenrisiko wird ein risikobasiertes Konzept erarbeitet. In Basel wurden im Sommer 2026 28 Legionellose-Fälle registriert.
Wasser, Wohnen und Landwirtschaft
Die Grundwasserstände liegen nach dem Hitzesommer vielerorts weiterhin auf historisch tiefen Werten, und die Trockenheit ist trotz deutlich gesunkener Temperaturen keineswegs gelöst. Hitzeperioden dürften häufiger, länger und intensiver werden. Der Bund plant eine nationale Wasserstrategie, um zu klären, wie Wasser bei zunehmender Trockenheit nachhaltig genutzt werden kann, einschließlich des Schutzes von Gewässern und Trinkwasser. Für das Wohnen will der Bund Grundlagen erarbeiten, damit Wohnungen bei hohen Außentemperaturen angenehm bleiben, mit Empfehlungen zu Beschattung, Begrünung und natürlicher Lüftung. In der Landwirtschaft liegt der Fokus auf widerstandsfähigeren Pflanzensorten und besserer Bodenbewirtschaftung, während der Tourismus sich stärker auf weniger saisongebundene Angebote ausrichten soll, damit Bergregionen weniger vom Schnee abhängen.
Finanzierung und frühere Entscheide
Das Programm Adapt+ fördert seit 2025 Maßnahmen, die Klimarisiken verringern und Menschen, Eigentum und Umwelt schützen; Kantone, Gemeinden und Städte können finanzielle Unterstützung für Anpassungsprojekte beantragen. Der Bundesrat hat das UVEK beauftragt zu prüfen, wie das Programm finanziell und organisatorisch weiterentwickelt werden könnte, damit es flexibler reagieren kann. Die nationale Trockenheitsplattform, die seit 2025 aktiv ist, soll so angepasst werden, dass ihre Informationen die Auswirkungen der Trockenheit auf einzelne Sektoren aufzeigen. Ein runder Tisch unter Leitung des UVEK und des Wirtschaftsdepartements (WBF) befasste sich mit der Alpwirtschaft, der Wasserinfrastruktur und den Bewilligungen für Speicherseen. Er kam zum Schluss, dass der Bund seinen Spielraum besser nutzen sollte, um Bewilligungen für Güterwege und Wasserreservoire zu beschleunigen. Ende August hatte der Bundesrat bereits gezielte Maßnahmen beschlossen, und Bundesrat Albert Rösti kündigte an, die Regierung werde das Parlament bitten, einen Kredit für die gestressten Schweizer Wälder um 17,5 Millionen Franken zu erhöhen. Auch die Betriebshilfe für die Landwirtschaft soll noch in diesem Jahr einmalig um 54 Millionen Franken aufgestockt werden, damit Landwirte trockenheitsbedingte Liquiditätsengpässe mit zinslosen Darlehen überbrücken können.
- Beim Parlament beantragte Erhöhung des Waldkredits
- 17.5 Mio. Franken
- Einmalige Aufstockung der landwirtschaftlichen Betriebshilfe in diesem Jahr
- 54 Mio. Franken
Daten aus dem Artikeltext
Abfolge der Entscheide
Die Abfolge reicht vom Start von Adapt+ und der Trockenheitsplattform 2025 über die Maßnahmen Ende August bis zur am 28. Oktober verabschiedeten Strategie. Der Bundesrat hat zudem die Sozialpartner zu Gesprächen eingeladen, um einen Konsens über minimale Gesundheitsschutzregeln für Bauarbeiten bei Hitze zu erreichen. Frühere Gespräche am runden Tisch zum Bauen bei Hitze hatten keine Einigung gebracht. Ebenfalls auf der Agenda stehen Forschungsprojekte zu Tiergesundheit und Ernährungssicherheit beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
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Klima: von Minderung zu Anpassung
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- 28.10Schweizer Bundesrat verabschiedet Anpassungsplan 2026–2031 mit 56 Maßnahmen
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- rts.chKampf gegen die Hitzewelle: Bern stärkt seinen KlimaplanLutte contre la canicule: Berne renforce son plan climat · Original auf Französisch
- watson.ch/Nach Hitzesommer: Der Bundesrat will mit 56 Massnahmen reagieren
- 20 MinutenKlimaanpassung in der Schweiz: So will der Bundesrat die Hitze bekämpfen
- SWI swissinfo.chBundesrat: Strategie gegen Hitzewelle und Dürre bereitCF: pronta strategia contro canicola e siccità · Original auf Italienisch
- Albert Rösti
- Bundesrat, der Ende August die gezielten Maßnahmen gegen Hitze und Trockenheit ankündigte
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