Klima · Antalya
UN: Aktuelle Klimazusagen senken Emissionen bis 2035 nur um 6 Prozent – weit entfernt von den nötigen 60 Prozent
Die aktuellen nationalen Klimapläne würden die globalen Treibhausgasemissionen bis 2035 gegenüber dem Niveau von 2019 um 6 Prozent senken, heißt es in einer UN-Synthese – wenige Wochen bevor die COP31-Gespräche in Antalya in der Türkei beginnen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von LesEchos.fr, Ziare.com, Le Temps und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).
Kurz gefasst
Die UN-Synthese der nationalen Pläne von 154 Vertragsparteien prognostiziert einen Rückgang um 6 Prozent gegenüber 2019 bis 2035, bei einer Spanne von 0 bis 12 Prozent – nötig wären rund 60 Prozent für 1,5 Grad.
Eine vollständige Umsetzung der Pläne und bedingten Ziele würde 9 Prozent erreichen (Spanne -6 bis -12 Prozent), verglichen mit der UN-Schätzung von 10 Prozent aus dem vergangenen Jahr.
Unter Präsident Donald Trump sind die Vereinigten Staaten zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen ausgetreten; die UN-Schätzung des vergangenen Jahres lag vor diesem Rückzug.
Die globalen Klimafinanzierungsströme beliefen sich 2023 und 2024 auf durchschnittlich 1,9 Billionen US-Dollar pro Jahr, ein Anstieg um 32 Prozent gegenüber 2021 und 2022.
Eine Lücke von etwa einem Zehntel
Das Klimasekretariat der Vereinten Nationen veröffentlichte am Dienstag, 27. Oktober 2026, eine Synthese, die die nationalen Klimapläne von 154 Vertragsparteien des Pariser Abkommens analysiert. Diese zwischen Januar 2024 und August 2026 eingereichten Pläne würden die globalen Treibhausgasemissionen bis 2035 gegenüber dem Niveau von 2019 um 6 Prozent senken, bei einer Spanne von 0 bis 12 Prozent. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten eine Reduktion von rund 60 Prozent gegenüber 2019 bis 2035 für nötig, um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen; die prognostizierte Senkung entspricht damit etwa einem Zehntel dieses Ziels. Die Synthese umfasst 127 Dokumente, wobei die Europäische Union eine gemeinsame Eingabe für ihre 27 Mitgliedstaaten einreichte, und deckt rund 70 bis 71 Prozent der globalen Emissionen ab.
Selbst vollständige Umsetzung reicht nicht
Selbst wenn die Länder ihre Pläne vollständig umsetzten und ihre bedingten Ziele erreichten, käme man nur auf 9 Prozent, bei einer Spanne von -6 bis -12 Prozent. Die UN hatte in ihrem Bericht aus dem vergangenen Jahr eine Senkung um 10 Prozent bis 2035 geschätzt, doch diese Zahl stammte aus der Zeit vor dem Eingang vieler Einreichungen, sodass die UN die fehlenden Zusagen modellieren musste. Diese frühere Schätzung lag zudem vor dem Rückzug der Vereinigten Staaten. Unter Präsident Donald Trump ist das Land zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen ausgetreten, und seine Politik orientiert sich stark an fossilen Energien.
- UN-Schätzung des vergangenen Jahres
- 10 %
- Prognose mit aktuellen NDCs
- 6 %
- Aktuelle NDCs mit bedingten Zielen
- 9 %
- Für 1,5 Grad nötig (IPCC)
- 60 %
Daten aus dem Artikeltext
Wissenschaft und das größere Bild
Der IPCC-Bericht von 2023 fordert Senkungen von 43 Prozent bis 2030 und 60 Prozent bis 2035 gegenüber 2019, um die Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts auf 1,5 Grad zu begrenzen, sowie rund 37 Prozent bis 2035 für Pfade unter 2 Grad. Die Welt hat sich bereits um etwa 1,4 Grad gegenüber vorindustrieller Zeit erwärmt, und die Überschreitung von 1,5 Grad wird innerhalb weniger Jahre erwartet. Ein im Oktober veröffentlichter Bericht des UN-Umweltprogramms kam zu dem Ergebnis, dass die derzeitigen nationalen Zusagen den Planeten auf einen Kurs von 2,6 Grad Erwärmung in diesem Jahrhundert bringen. Das UN-Umweltprogramm zeigt einen Weg zurück zu 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts auf, der einen Rückgang der Emissionen um 45 Prozent bis 2035 und um 69 Prozent bis 2040 gegenüber dem Niveau von 2025 erfordert.
Finanzierung und der Weg zur COP31
Die UN stellte außerdem fest, dass die Klimafinanzierung wächst, aber noch immer weit hinter dem Erforderlichen zurückbleibt. Die globalen Klimafinanzierungsströme beliefen sich 2023 und 2024 auf durchschnittlich 1,9 Billionen US-Dollar pro Jahr, ein Anstieg um 32 Prozent gegenüber den Durchschnittswerten von 2021 und 2022. In einer Erklärung sagte der UN-Klimachef Simon Stiell, das COP31-Treffen könne helfen, einige der wichtigsten Lücken zu schließen.
„Mit seinem Fokus auf praktische Maßnahmen zur Unterstützung einer besseren Umsetzung kann das COP31-Treffen in der Türkei helfen, einige der wichtigsten Lücken zu schließen.“
Die COP31 findet vom 9. bis 20. November in Antalya in der Türkei statt. Stiell sagte zudem, die Staaten blieben engagiert, doch die Zahlen zeigten, dass die kollektiven Fortschritte noch immer eindeutig unzureichend seien.
Dieser Artikel gehört zu einem Strang
Klima: von Minderung zu Anpassung
Was sich seit diesem Eintrag geändert hat:
- 27.10Kommission schlägt Klimaresilienzgesetz vor: Risikobewertungen ab 2029, Anpassungspläne bis Ende 2030
- 27.10Anpassungsbedarf auf etwa 70 Mrd. Euro pro Jahr bis 2050 beziffert, gegenüber rund 29 Mrd. Euro derzeit, ohne eigene Finanzierung
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- LesEchos.frDrei Botschaften an die COP31-UnterhändlerTrois messages aux négociateurs de la COP31 · Original auf Französisch
- Ziare.comUN warnt, dass die Senkung der Treibhausgasemissionen bis 2035 das Erreichen der gesetzten Klimaziele nicht ermöglichtONU avertizează că scăderea emisiilor de gaze cu efect de seră până în 2035 nu permite atingerea obiectivelor climatice asumate · Original auf Rumänisch
- Le TempsNur 6% Rückgang der Treibhausgasemissionen bis 2035 erwartet, gegenüber erhofften 60%Seulement 6% de baisse des émissions de gaz à effet de serre attendue d'ici 2035, contre 60% espérée · Original auf Französisch
- RTE.ieKlimaschutzversprechen nur ein Zehntel dessen, was nötig istClimate emissions pledges a tenth of what is needed - UN · Original auf Englisch
- Simon Stiell
- UN-Klimachef, der eine Erklärung zum Synthesebericht abgab
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, dessen Regierung zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen ausgetreten ist
- Organisationen
- Vereinte Nationen
Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.
Pollar unterstützen