Sicherheit · Dublin

Taoiseach gelobt, Bombendrohungs-Täter zu verfolgen, während hybride Angriffe Irland und Europa treffen

Bombendrohungen erzwangen am Freitag, 6. November, Evakuierungen bei RTÉ und anderen irischen Medien – wenige Tage bevor Dublin mehr als 50 Regierungschefs zum Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft empfängt.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, RTE.ie, TheJournal.ie und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Dublin · Irland
Wie es dazu kam
  1. 6.11.Per E-Mail verschickte Bombendrohungen erreichen RTÉ, Newstalk, Virgin Media Television und Mediahuis kurz nach 8.30 Uhr und erzwingen Evakuierungen
  2. 12.11.Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Dublin mit mehr als 50 Regierungschefs
  3. 13.11.Informelles Treffen des EU-Rates in Dublin

Bombendrohungen treffen irische Medien

Per E-Mail verschickte Bombendrohungen erreichten RTÉ, Newstalk, Virgin Media Television und Mediahuis, den Verlag des Irish Independent, kurz nach 8.30 Uhr am Freitag, 6. November. Mehrere Büros wurden evakuiert, bis eine Rückkehr als sicher galt. Das Programm von RTÉ Radio 1 fiel während Morning Ireland aus, und der 9-Uhr-Sendeplatz für Today with David McCullagh wurde zeitweise mit Musik und einer aufgezeichneten Nachricht gefüllt. Die Newstalk-Moderatorin Claire Byrne war mitten in einem Interview, als sie ankündigte, sie müsse die Sendung verlassen. Auch Sky erklärte, am Freitag eine Sicherheitsdrohung erhalten zu haben, Stunden nach der Evakuierung bei RTÉ.

Eine Woche der Störungen in ganz Europa

Die Drohungen folgten auf mehrere Tage voller Störungen auf dem gesamten Kontinent. Dutzende Flüge in Europa wurden durch Umleitungen und teilweise Flughafenschließungen gestört, während Kampfmittelräumteams und Spürhunde jedes identifizierte Flugzeug durchsuchten. Flüge wurden umgeleitet oder zu Notlandungen gezwungen, nachdem es am Dienstag, 3. November, und am Donnerstag, 5. November, Bombendrohungen gegeben hatte. In Frankreich beschädigte ein Cyberangriff am Montag, 2. November, Kühllager- und Steuerungssysteme von Blutbanken in mehreren Regionen. Gefrierschränke in Teilen Großbritanniens und Europas wurden von einem mutmaßlichen Hack getroffen, der die Innentemperaturen ansteigen ließ und große Mengen Lebensmittel verdarb.

Supermarkt-Kühlschränke und die Russland-Frage

Musgrave, Betreiber von SuperValu, erklärte, 13 seiner Filialen seien von einem Angriff auf Kühlsysteme betroffen gewesen. Die Überwachungssysteme schlugen Alarm, Mitarbeiter entfernten alle gekühlten und tiefgekühlten Produkte in den betroffenen Filialen, und das Problem wurde noch am selben Tag behoben. Tonnen von Lebensmitteln im Wert von Tausenden Euro wurden weggeworfen. Irland war eines von sieben europäischen Ländern, in denen ein solcher Angriff gemeldet wurde – Wochen, nachdem Hunderte französische Supermärkte von einem ähnlichen Eindringen betroffen waren. Ob die Vorfälle zusammenhängen, ist noch unklar. Hazel Murray, Leiterin des Fachbereichs Cybersicherheit an der Munster Technological University, sagte, die identische Ausstattung in allen Kühlschränken mache den Angriff zu einer Frage des Ausmaßes, und alles, was mit dem Internet verbunden sei, könne Ziel sein.

Taoiseach Micheál Martin bezeichnete die Störungen als „besorgniserregend“ und offenbar koordiniert; die Gardaí, die Streitkräfte sowie die Cyber- und Luftfahrtbehörden arbeiteten daran, die Urheber zu ermitteln. Ob Einzelpersonen oder ein koordinierter Angriff dahintersteckten, sei noch nicht geklärt, sagte er, und der Staat werde die Verantwortlichen „zur Rechenschaft ziehen“.

„Wir nehmen die Drohungen selbstverständlich ernst, denn die Sicherheit der irischen Bevölkerung hat für uns oberste Priorität.“

Micheál Martin, Taoiseach von Irland

Martin sagte, es sei zu früh, um zu sagen, ob Russland hinter den Bombendrohungen stecke, räumte aber eine „allgemeine Auffassung“ ein, dass eskalierende hybride Angriffe eine „russische Dimension“ hätten. Zudem habe sich die Zahl der Cyberangriffe in jüngster Zeit „vervierfacht“. Russische Hacktivisten haben die Supermarktangriffe und die Drohungen gegen Redaktionen für sich reklamiert; Experten zufolge schließt das eine staatliche Beteiligung nicht aus, da Staaten Angriffe oft von Stellvertretern ausführen ließen und sich dabei glaubhafte Abstreitbarkeit bewahrten. Jesper Frederiksen, Vorstandschef des Cybersicherheitsunternehmens Heimdal, sagte, die Angriffe zielten auf Reichweite und darauf, zu testen, wie schnell Regierungen reagieren.

„Daran verdient niemand Geld, der Nutzen ist psychologisch und politisch.“

Jesper Frederiksen, Vorstandschef des Cybersicherheitsunternehmens Heimdal

Sicherheit beim Gipfel in Dublin

Zwei bedeutende Veranstaltungen im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes stehen nächste Woche in Dublin an. Der Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft am Donnerstag, 12. November, bringt mehr als 50 Regierungschefs in die Hauptstadt; am Tag darauf folgt ein informelles Treffen des EU-Rates. Martin zeigte sich zuversichtlich, dass die Veranstaltungen sicher verlaufen würden, und bezeichnete den Garda-Einsatz als den größten in der Geschichte des Staates – größer als ein Besuch eines US-Präsidenten. Die Garda Representative Association plant fünf Tage Dienst nach Vorschrift, die mit den Veranstaltungen zusammenfallen. Auch ein möglicher Streik im öffentlichen Dienst am 12. November wird noch verhandelt; Martin bestritt, dass der Gipfel die Regierung in diesen Gesprächen unter Druck setzen würde.

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