Digital · Paris, Moskau und Brügge
Kremlin bestreitet russische Beteiligung an Cyberangriffen auf Supermarkt-Kühlgeräte in Europa
Hacker haben am 2. und 3. November Kühl- und Gefrierschränke von Supermärkten in mehreren europäischen Ländern auf Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius gebracht. Der Kreml nennt die Vorwürfe einer russischen Beteiligung absurd.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von ΣΚΑΪ, NEWS 24/7, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Angriffe am 2. und 3. November trafen Supermarktketten in mehreren europäischen Ländern; in einigen Gefrierschränken wurden Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius erreicht.
Dmitri Peskow nannte die Vorwürfe einer russischen Beteiligung absurd; eine offizielle oder unabhängig bestätigte Zuschreibung an Russland gibt es bislang nicht.
NoName057(16) und Z-Pentest Alliance schienen die Verantwortung für die Angriffe in Onlinebeiträgen für sich zu reklamieren.
NEWS 24/7 berichtete über Eindringlinge in Kifisia, Arta, Ioannina, Preveza und Heraklion; die griechische Nationale Cybersicherheitsbehörde bestätigte 300 anfällige professionelle Geräte.
Der Sicherheitsforscher Laurent Sinzié vom Cyber 3 Lab der Howest University sagte, die Geräte hätten nicht am öffentlichen Internet hängen dürfen und hätten oft Standardpasswörter oder veraltete Software gehabt.
- 11.10.Angriff in der Nacht auf französische Supermarkt-Gefrierschränke, Temperaturen laut NEWS 24/7 bis zu 50 Grad Celsius
- 2.11.Supermarktketten in mehreren europäischen Ländern von Angriffen auf Kühlsysteme getroffen
- 3.11.Supermärkte nehmen kompromittierte Kühlgeräte auf Anraten von Danfoss vom Netz
Die zweite Welle in Europa
Kühl- und Gefriersysteme von Supermarktketten in mehreren europäischen Ländern wurden nur wenige Wochen nach den Angriffen in Frankreich erneut getroffen. Die Störungen werden auf den 2. und 3. November datiert, und die Listen der betroffenen Länder unterscheiden sich je nach Bericht. Eine Darstellung nennt Belgien, Schweden, Luxemburg, Irland, Estland und die Niederlande, eine andere fügt Italien und Lettland hinzu. In einigen Gefrierschränken stiegen die Temperaturen auf bis zu 50 Grad Celsius, sodass Einzelhändler große Mengen Lebensmittel vernichten oder aus den Regalen nehmen mussten. In Belgien waren Filialen von Delhaize und Colruyt betroffen, in Schweden meldeten ICA und Coop Probleme, während SuperValu in Irland und Selver in Estland ähnliche Vorfälle verzeichneten. Die italienische Regierung erklärte, die Auswirkungen dort seien begrenzt gewesen; betroffen waren fünf Supermärkte und zwei kleinere Geschäfte in den Regionen Venetien und Sizilien.
Die Angriffe in Frankreich und die Fälle in Griechenland
Die Novemberwelle ähnelt stark einem Angriff auf französische Supermärkte rund drei Wochen zuvor. NEWS 24/7 berichtet, in der Nacht auf Sonntag, den 11. Oktober, seien die Gefrierschränke von etwa 700 Supermärkten in Frankreich in den Abtaumodus geschaltet und die Temperaturen auf 50 Grad Celsius getrieben worden; große Mengen Lebensmittel seien entsorgt worden. Eine andere Darstellung beschreibt, wie Hacker Zugriff auf die Kühlsteuerungssysteme hunderter Supermärkte erlangten und erhebliche finanzielle Schäden verursachten. Auch drei Blutbanken in Frankreich wurden getroffen, doch nach Angaben offizieller Stellen wurde nichts zerstört, nachdem Alarme ausgelöst worden waren. NEWS 24/7 berichtet zudem über Eindringlinge in Griechenland, und zwar in einer Metzgerei in Kifisia sowie in Betrieben in Arta, Ioannina, Preveza und Heraklion. Die griechische Nationale Cybersicherheitsbehörde hatte bereits früher Warnungen herausgegeben und nun die Identifizierung von 300 anfälligen professionellen Geräten bestätigt.
Wer hinter den Angriffen steckt
Der Kreml weist die Vorwürfe, die Moskau mit den Vorfällen in Verbindung bringen, über seinen Sprecher Dmitri Peskow zurück und nennt sie absurd. Eine offizielle oder unabhängig bestätigte Zuschreibung der Verantwortung an Russland gibt es bislang nicht. Zwei pro-russische Hackergruppen, NoName057(16) und Z-Pentest Alliance, schienen die Angriffe in Onlinebeiträgen jedoch für sich zu reklamieren. Die Behörden haben nicht öffentlich erklärt, wie die Angreifer eindrangen, und kein Täter wurde identifiziert. Laurent Sinzié, Sicherheitsforscher am Cyber 3 Lab der Howest University of Applied Sciences in Brügge, sagte, die betroffenen Geräte hätten niemals für das öffentliche Internet erreichbar sein dürfen. Er verwies auf Standardpasswörter, die nie geändert wurden, und auf ältere Software mit bekannten Schwachstellen, und sagte, künstliche Intelligenz erleichtere solche Angriffe für Amateure. Jake Moore von Eset sagte der BBC, der Fernzugriff, mit dem Techniker Temperaturen anpassen, könne ausgenutzt werden, und Installateure ließen gemeinsame Sicherheitsschlüssel oft unverändert. Peskow äußerte sich zudem zu den US-Wahlen, dem Krieg in der Ukraine und zu Tankern mit russischem Diesel auf dem Weg in die Vereinigten Staaten, die begonnen haben, ihr Ziel zu ändern.
Reaktionen der Unternehmen und wie es weitergeht
Die Supermärkte erklärten am Dienstag, dem 3. November, sie hätten die kompromittierten Kühlgeräte auf Anraten von Danfoss vom Netz genommen; Danfoss ist Anbieter von Software zur Überwachung von Kühlsystemen. Danfoss teilte mit, man arbeite mit den Kunden an der Lösung des Problems. Coop erklärte, sieben angegriffene Filialen seien nach der Trennung vom Internet wieder geöffnet worden, und man stelle auf 5G und moderne Modems um, während 4G-Verbindungen aufgegeben würden. ICA teilte mit, in allen 23 betroffenen Filialen seien Geräte betroffen gewesen, die außerhalb des zentral verwalteten Netzwerks der Kette angebunden waren. Fünfzehn Carrefour-Filialen in Belgien wurden erneut ins Visier genommen, nach einem Angriff auf 80 Franchise-Filialen in Frankreich.
- ICA (Schweden), betroffen
- 23 Filialen
- Coop (Schweden), wieder geöffnet
- 7 Filialen
- Carrefour (Belgien), ins Visier genommen
- 15 Filialen
- Supermärkte in Italien
- 5 Filialen
Daten aus dem Artikeltext
Die italienische Regierung kam im Palazzo Chigi mit Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida und Unterstaatssekretär Alfredo Mantovano zusammen, der für die Sicherheit der Republik zuständig ist. Das Treffen verständigte sich auf eine stärkere Prävention, eine systematische Überwachung und Analyse von Bedrohungen, regelmäßige Kontakte zu Branchenverbänden sowie Protokolle zur Begrenzung möglicher Folgen.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- ΣΚΑΪKreml: Bestreitet russische Verwicklung in Cyberangriffe auf europäische SupermärkteΚρεμλίνο: Αρνείται ρωσική εμπλοκή στις κυβερνοεπιθέσεις σε ευρωπαϊκά σούπερ μάρκετ · Original auf Griechisch
- NEWS 24/7Von Arta bis Paris - Warum Hacker es auf Supermarktkühlschränke abgesehen habenΑπό την Άρτα ως το Παρίσι - Γιατί χάκερ τα έχουν βάλει με τα ψυγεία των σούπερ μάρκετ · Original auf Griechisch
- in.grCyberangriffe: Von Supermärkten bis zu KrankenhäusernΚυβερνοεπιθέσεις: Από τα σουπερμάρκετ στα νοσοκομεία · Original auf Griechisch
- Η ΝαυτεμπορικήWarum die Kühlschränke europäischer Supermärkte leichte Ziele für Cyberangriffe warenΓιατί τα ψυγεία των ευρωπαϊκών σούπερ μάρκετ ήταν εύκολοι στόχοι κυβερνοεπιθέσεων · Original auf Griechisch
- Dmitry Peskov
- Sprecher des Kremls, der eine russische Beteiligung an den Cyberangriffen zurückwies
- Francesco Lollobrigida
- Italienischer Landwirtschaftsminister, der an der Krisensitzung im Palazzo Chigi teilnahm
- Alfredo Mantovano
- Italienischer Unterstaatssekretär für die Sicherheit der Republik, der an der Krisensitzung teilnahm
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