Makroökonomie · Brüssel und Barcelona

Lagardes früher EZB-Abschied eröffnet das Rennen um die Nachfolge – Euro-Staaten müssen bis 6. November nominieren

Christine Lagarde will die Europäische Zentralbank bis zum 7. Februar 2027 verlassen, und die Länder der Eurozone haben bis Freitag, 6. November, Zeit, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger zu nominieren. Portugal will keinen Kandidaten benennen.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Notícias ao Minuto, BFMTV und Bloomberg Business. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: © European Union, 2025, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 6.11.Frist für die Mitgliedstaaten der Eurozone, Kandidaten einzureichen
  2. 9.11.Die Eurogruppe prüft die Kandidaturen in Brüssel
  3. 7.02.Spätester von Lagarde genannter Termin für ihr Ausscheiden aus dem Amt

Ein förmliches Nachfolgeverfahren beginnt

Christine Lagarde schrieb am 29. Oktober an den Präsidenten des Europäischen Rates, dass sie die Europäische Zentralbank bis zum 7. Februar 2027 verlassen will. Der Rat der Europäischen Union eröffnete daraufhin das Verfahren zur Benennung ihrer Nachfolge und leitete damit formell den Ernennungsprozess ein. Ein Sprecher der Eurogruppe sagte in Brüssel, deren Präsident Kyriakos Pierrakakis habe die Mitgliedstaaten gebeten, bis Freitag, 6. November 2026, Kandidaten einzureichen. Die Eurogruppe, das informelle Forum der Länder der Eurozone, will die Vorschläge bei ihrer Sitzung am Montag, 9. November, in Brüssel bewerten. Anschließend billigen die Staaten der Eurozone die Empfehlung per Abstimmung im Rat, weshalb die Nominierungen zuvor in der Eurogruppe erörtert werden. Portugal wird keinen Kandidaten benennen, wie portugiesische Diplomatenkreise am 3. November gegenüber Lusa erklärten – am selben Tag, an dem die Frist bekannt wurde.

Moulin weist ein politisches Motiv zurück

Am Montag, 2. November, wurde Emmanuel Moulin, Gouverneur der Banque de France und Mitglied des EZB-Rats, bei einer Konferenz in Barcelona nach den Gründen für Lagardes Abschied gefragt. Er sagte, die Entscheidung sei nicht politisch, und beschrieb sie als Schritt, der ihr den Beginn einer neuen Etappe ihrer Karriere ermögliche. Die 70-jährige Französin führt die EZB seit November 2019; ihre achtjährige Amtszeit wäre regulär im Oktober 2027 zu Ende gegangen.

„Diese Entscheidung ist nicht politisch motiviert.“

Emmanuel Moulin, Gouverneur

Moulin sagte zudem, der frühe Abschied solle es den Staats- und Regierungschefs ermöglichen, die richtigen Entscheidungen für die Institution zu treffen.

„Das sollte es den Staats- und Regierungschefs auch ermöglichen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit die EZB funktioniert, solide, glaubwürdig und unabhängig ist.“

Emmanuel Moulin, Gouverneur

Der Zeitpunkt hat durchaus eine politische Dimension. Lagardes Ausscheiden im Februar 2027 fällt nur wenige Monate vor die französische Präsidentschaftswahl, sodass Emmanuel Macron bei der Auswahl ihrer Nachfolge mitreden kann, statt diese Entscheidung dem nächsten Bewohner des Élysée zu überlassen. Über das Amt des EZB-Präsidenten entscheiden die Staats- und Regierungschefs der Eurozone auf Empfehlung des Rates der EU nach Anhörung des Europäischen Parlaments und des EZB-Rats.

Breiterer Wechsel im EZB-Direktorium

Lagardes Ausscheiden ist Teil eines umfassenderen Umbruchs in der Führung der EZB, da zwei weitere Mitglieder ihres Direktoriums in den kommenden Monaten ausscheiden müssen. Isabel Schnabel, unter anderem zuständig für Marktoperationen, soll im Januar gehen. Der Umbau bedeutet, dass die Institution in kurzer Zeit mehrere Vakanzen zu besetzen hat, während die Nominierung für das Präsidentenamt bereits läuft. Lagardes genanntes Ausscheidedatum 7. Februar 2027 ist der Termin, zu dem sie ihr Amt niedergelegt haben will. Der nächste bestätigte Schritt bleibt die Sitzung der Eurogruppe am Montag, 9. November, die auf die Frist vom 6. November für Kandidatenvorschläge folgt.

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Quellen und Kontext

Organisationen
Europäische Union
Brüssel, Barcelona · Belgien, Spanien

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