Makroökonomie · Frankfurt und Paris
Lagarde verlässt die EZB am 7. Februar 2027 – neun Monate früher, vor der französischen Wahl
Die EZB beließ ihren Leitzins bei 2,50 %, während Christine Lagarde ankündigte, die Bank am 7. Februar 2027 zu verlassen – neun Monate vor Ende ihrer Amtszeit und mit Blick auf die französische Präsidentschaftswahl 2027.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Bloomberg Business, EL PAÍS, Le Monde.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sie tritt am 7. Februar 2027 zurück, rund neun Monate vor Ende ihrer Amtszeit, statt wie bisher geplant im Oktober 2027, berichtet EL PAÍS.
Der EZB-Rat beließ die Zinsen unverändert bei 2,50 %, obwohl die Inflation im Euroraum stieg, die Expresso mit 3,8 % beziffert.
Laut EL PAÍS kann die Nachfolge vor der ersten Runde am 18. April 2027 vereinbart werden; Klaas Knot und Pablo Hernández de Cos gelten als bestplatzierte Kandidaten.
Isabel Schnabel wechselt im Januar zum IWF, und Philip Lanes Amtszeit als Chefvolkswirt endet im Mai – damit ändert sich laut EL PAÍS die Hälfte des Direktoriums innerhalb eines halben Jahres.

- 18.04.Erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl
- Mai 2027Philip Lanes Amtszeit als Chefvolkswirt endet
- 2.05.Stichwahl um die Präsidentschaft, falls kein Kandidat eine absolute Mehrheit gewinnt
Die Ankündigung
Am Donnerstag, 29. Oktober, bestätigte Christine Lagarde, dass sie am 7. Februar 2027 als Präsidentin der Europäischen Zentralbank zurücktreten wird, neun Monate vor Ende ihrer Amtszeit. EL PAÍS berichtet, der Abgang sei für Oktober 2027 erwartet worden, werde also vorgezogen. Am selben Tag beließ der EZB-Rat die Zinsen unverändert bei 2,50 %, trotz steigender Inflation im Euroraum. Expresso beziffert die Inflation im Euroraum auf 3,8 % und schreibt, die Zinsen stiegen wieder. Lagarde hatte die EZB 2019 von Mario Draghi übernommen.
Warum sie jetzt geht
Lagarde sagte vor Journalisten, sie wolle die Freiheit haben, zu Themen zu sprechen, die nicht die Geldpolitik betreffen. Sie fühle sich mit der Neutralität, die ihr Amt in diesem Moment verlange, nicht mehr wohl. EL PAÍS berichtet, sie habe gesagt, sie könne während des französischen Wahlkampfs nicht neutral bleiben. Diário de Notícias berichtet, sie habe eine eigene Präsidentschaftskandidatur ausgeschlossen, wolle aber die proeuropäischen Werte in Frankreich so verteidigen, wie sie es für am wirksamsten halte. Die Zeitung merkt an, ihre Worte ließen mehrere Lesarten zu, darunter eine direktere Rolle in der französischen Politik in einem heiklen Moment für das Land.
Frankreichs Wahl und der Anleihemarkt
Die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl ist für den 18. April 2027 angesetzt, eine Stichwahl folgt am 2. Mai, falls kein Kandidat eine absolute Mehrheit gewinnt. Emmanuel Macron kann nicht erneut antreten und wird das Élysée im Mai verlassen. Diário de Notícias berichtet, Umfragen sähen Marine Le Pen in der ersten Runde deutlich vorn, während einige aktuelle Studien Jean-Luc Mélenchon auf Platz zwei sehen. EL PAÍS schreibt, die Spannungen an den Anleihemärkten hätten in den vergangenen Wochen eine Risikozone erreicht, besonders in Frankreich, was Befürchtungen vor einem Eingreifen der EZB mit politischen und wirtschaftlichen Komplikationen wecke.
Wer ihr nachfolgen könnte
EL PAÍS schreibt, der frühe Abgang erlaube es, die Nachfolge vor der französischen Wahl zu vereinbaren, was Marine Le Pen daran hindern würde, die Ernennung zu beeinflussen, sollte sie gewinnen. Der frühere niederländische Notenbankchef Klaas Knot und der frühere Gouverneur der Banco de España, Pablo Hernández de Cos, gelten als bestplatzierte Kandidaten. Die Zeitung verweist zudem auf eine umfassendere Umbesetzung: Isabel Schnabel wechselt im Januar zum IWF, und die Amtszeit von Philip Lane als Chefvolkswirt endet im Mai. Damit wechselt die Hälfte des Direktoriums innerhalb eines halben Jahres, und in der Führung wäre keine Frau mehr vertreten. Ein Kommentar von Bloomberg Business führt Kevin Warshs fünfmonatige Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve als Gegenbeispiel an und argumentiert, die EZB brauche einen Nachfolger, der ein Anti-Warsh sei.
Lagardes Vermächtnis
Bloomberg Business schreibt Lagarde einen klaren Sieg über die Inflation und die Wiederherstellung von Kollegialität unter den Entscheidungsträgern zu, listet aber auch Fehler auf, darunter ein Debakel am Anleihemarkt während der Pandemie. EL PAÍS beschreibt eine Amtszeit, die von der Pandemie, der Rückkehr des Krieges auf europäischen Boden, zwei Energieschocks und einem Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten geprägt war. Die Zeitung schreibt, die Bank habe auf den Gaspreisschub nach Russlands Invasion in der Ukraine langsam reagiert, was die Inflation über 10 % getrieben habe. Ihre Amtszeit läuft bis zum 7. Februar 2027.
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- 30.10Lagarde verlässt die EZB am 7. Februar 2027, neun Monate vor Amtszeitende
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Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Bloomberg BusinessDer EZB-Nachfolger von Christine Lagarde muss ein Anti-Warsh seinChristine Lagarde's ECB Successor Needs to Be an Anti-Warsh · Original auf Englisch
- EL PAÍSEine neue EZB für eine unsicherere WeltUn BCE nuevo para un mundo más incierto · Original auf Spanisch
- EL PAÍSDer vorzeitige Abschied von Christine LagardeLa salida anticipada de Christine Lagarde · Original auf Spanisch
- Le Monde.frBei der EZB kündigt Christine Lagarde ihren Abschied an und sagt, sie wolle Freiheit, sich mit Themen zu befassen, die keine geldpolitischen Themen sindAt the ECB, Christine Lagarde announces departure, saying she wants 'freedom to engage on matters that are not monetary policy matters' · Original auf Englisch
- Christine Lagarde
- Präsidentin der Europäischen Zentralbank, scheidet am 7. Februar 2027 aus dem Amt
- Kevin Warsh
- Chef der Federal Reserve, dessen fünfmonatige Amtszeit in einem Kommentar von Bloomberg Business als Gegenbeispiel dient
- Isabel Schnabel
- Wechselt laut EL PAÍS im Januar zum IWF
- Philip Lane
- Chefvolkswirt der EZB, dessen Amtszeit laut EL PAÍS im Mai endet
- Klaas Knot
- Früherer niederländischer Notenbankchef, gilt als einer der bestplatzierten Nachfolger
- Pablo Hernández de Cos
- Früherer Gouverneur der Banco de España, gilt als einer der bestplatzierten Nachfolger
- Marine Le Pen
- Kandidatin des Rassemblement National, führt die Umfragen zur französischen Präsidentschaftswahl 2027 an
- Emmanuel Macron
- Französischer Präsident, der nicht erneut antreten kann und das Élysée im Mai verlässt
- Jean-Luc Mélenchon
- Führer von La France Insoumise, in einigen aktuellen Umfragen auf Platz zwei
- Mario Draghi
- Lagardes Vorgänger als EZB-Präsident
- Orte
- Paris, Frankreich, Frankfurt am Main
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