Morgen-Brief, Samstag, 24. Oktober

Von KI erstellter Text und synthetische Stimme. Wie dieser Text entsteht

Eine Ausgabe aus dem Archiv. Neueste Ausgabe

Morgenausgabe

Satellitenbild: NASA

1Konflikte

Melania Trump sichert Oleschky-Waffenruhe

Neu

Das Weiße Haus teilte mit, Melania Trump habe in Oleschky, einer besetzten Stadt am Dnipro gegenüber von Cherson, eine vorübergehende Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine erreicht. Das erklärte Ziel ist eng umrissen und konkret: humanitäre Hilfe in die Stadt bringen, Bewohner in ihren Häusern aufsuchen und Wege für Zivilisten öffnen, die die Stadt verlassen wollen. Dmytro Lubinez, der parlamentarische Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, bestätigte die Operation auf Telegram und nannte drei Bestandteile: eine garantierte Waffenruhe, die Lieferung von Hilfsgütern und Bewegungsfreiheit für Zivilisten. Das Weiße Haus erklärte, eine amerikanische Medienorganisation werde die Arbeit vor Ort dokumentieren.

4

russische Diplomaten, die Österreich verlassen müssen

Quellen: De Standaard, Notícias ao Minuto, Jornal Expresso

Auch Moskau bestätigte die Gespräche. Dmitri Peskow sagte, eine Evakuierung werde mehrere Tage dauern und Russland und die Ukraine sprächen über Termine, während der Kreml Melania Trump für ihre Bemühungen dankte. Die Berichte unterscheiden sich beim Zeitpunkt, die meisten nennen den 29. Oktober, ein niederländischer Bericht den 27. Oktober. Diese Abweichung wird für Bewohner von Bedeutung sein, die seit Monaten mit wenig Nahrung, Wasser, Strom oder medizinischer Versorgung auskommen müssen.

Die Zahlen sind auch ohne Ausschmückung düster genug. Adnkronos und El País beziffern die Zahl der in Oleschky und nahe gelegenen Siedlungen festsitzenden Zivilisten auf etwa 6.000, darunter 200 Kinder. Oleksandr Prokudin, Leiter der Militärverwaltung der Region Cherson, schätzte die Zahl niedriger, auf etwa 2.000 Menschen, darunter fast 50 Kinder. Die UN-Menschenrechtsbeobachtermission erklärte, seit dem 26. Mai seien keine Lebensmittellieferungen mehr in die Stadt gelangt. Die Ukraine und Russland tauschten zudem am 22. Oktober, kurz bevor die Waffenruhe angekündigt wurde, jeweils 270 Kriegsgefangene aus.

Als Nächstes: Die Waffenruhe soll am 29. Oktober beginnen.

Nach Berichten von: De Standaard, Notícias ao Minuto, Jornal Expresso, AP NEWS, Adnkronos, The Independent

2Sicherheit

Frankreich behandelt Schussattacke in Trappes als rassistischen Terror

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Die Zahl der Verletzten stieg auf fünf, Emmanuel Macron nannte die Schüsse einen rassistischen Terroranschlag.

Französische Antiterror-Staatsanwälte haben ihre Ermittlungen ausgeweitet, nachdem ein Schütze aus einem Auto heraus zunächst in Trappes und dann im nahegelegenen La Verrière das Feuer eröffnet hatte, bevor die Polizei ihn in Coignières stellte. Laut den jüngsten Berichten starb ein Erwachsener, fünf Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Unter den Verletzten war ein 12-jähriges Mädchen in La Verrière, das laut Europa Press von acht Kugeln getroffen wurde und sich weiterhin in kritischem Zustand befindet, nachdem Ärzte es stabilisiert haben.

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Gasflaschen als Sprengfallen in der Wohnung des Verdächtigen von Trappes

Quellen: The Independent, LaVanguardia, Notícias ao Minuto

Der Verdächtige ist ein 39-jähriger französischer Staatsbürger, der der Polizei bekannt ist, aber nicht in Frankreichs Datenbank radikalisierter Personen geführt wird, wie französische Medien unter Berufung auf Polizeikreise berichten. Europa Press meldete, er habe eine Maschinenpistole vom Typ STEN aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs benutzt. Die nationale Antiterror-Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes im Zusammenhang mit einer terroristischen Vereinigung ein, mit dem erschwerenden Umstand eines mutmaßlichen Motivs, das mit Rasse, Ethnie, Nation oder Religion zusammenhängt. Innenminister Laurent Nuñez bezeichnete die Schüsse als Terroranschlag.

Emmanuel Macron reiste in die Yvelines, um Familien, Rettungskräfte und örtliche Amtsträger zu treffen. Er nannte den Angriff einen rassistischen Terrorakt und sagte, Frankreich habe bisher nicht erlebt, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe angegriffen worden seien. Ali Rabeh, der Bürgermeister von Trappes, sagte, eine lebensgefährlich verletzte Person sei maghrebinischer Herkunft, und die Gerichte müssten klären, ob der Verdächtige aus rassistischem Motiv gehandelt habe. Premierminister Sébastien Lecornu erklärte, der Verdächtige sei festgenommen und in Gewahrsam genommen worden, die Sicherheits- und Justizbehörden seien voll mobilisiert.

Nach Berichten von: The Independent, LaVanguardia, Notícias ao Minuto, The Telegraph, rts.ch, De Standaard

3Konflikte

Israel bereitet breitere Abriegelung im Westjordanland vor

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Israel wechselte von der Hebron-Blockade zu geplanten Räumungen von Vierteln und einer Abriegelung des Westjordanlands.

Israelische Kräfte töteten zwei bewaffnete Männer nach einem mehr als 20-minütigen Feuergefecht nahe der Juda-Kreuzung in der Nähe von Hebron. Israelische Armee- und medizinische Quellen meldeten mindestens fünf verletzte Israelis, zwei davon schwer, während ein anderer Bericht von sechs verletzten Soldaten sprach, zwei davon lebensgefährlich. Die Armee erklärte, die beiden bewaffneten Männer seien 27-jährige Einwohner Hebrons gewesen, offenbar Verwandte, und Soldaten hätten in ihrem Fahrzeug ein M16-Gewehr, eine Pistole und eine große Menge Munition gefunden.

Benjamin Netanjahu sagte, die Armee werde in die Viertel vordringen, aus denen die Angreifer stammten, Bewohner evakuieren, Häuser einzeln durchsuchen und die von ihm so bezeichnete Terrorinfrastruktur zerstören. Israel Katz, der Verteidigungsminister, schrieb, das Clan-Viertel der Angreifer werde evakuiert, damit terroristische Infrastruktur abgebaut werden könne. Die Armee verhängte für Hebron und nahegelegene Gebiete eine Blockade, begann mit Razzien in den Häusern von Angreifern und Verdächtigen und riegelte mehrere Dörfer im Bezirk ab. Netanjahu forderte zudem Vorbereitungen für eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands ab dem 23. Oktober.

Italien wies dies öffentlich zurück. Antonio Tajani, Italiens Außenminister, sagte in Istanbul, er lehne die geplante Abriegelung ab, trete aber für Israels Sicherheit und einen palästinensischen Staat ein. Er sagte außerdem, die Hamas müsse entwaffnet und Gaza stabilisiert werden.

„Aber das Problem der Sicherheit Israels wird nicht dadurch gelöst, dass man die palästinensische Bevölkerung trifft, insbesondere die friedlichen christlichen Dörfer.“

Antonio Tajani

Aus den Berichten geht nicht hervor, wie viele Einwohner Hebrons evakuiert würden, und die Angaben unterscheiden sich weiterhin bei der Zahl der Verletzten. Die israelischen Behörden sind bereits von einer lokalen Blockade zu Vorbereitungen für Razzien im Bezirk und für eine Abriegelung des gesamten Westjordanlands übergegangen.

Als Nächstes: Eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands wurde ab 23. Oktober vorbereitet.

Nach Berichten von: ANSA.it, AP NEWS, europa press, POLITICO, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung

4Digital

PHP-Lücken erzwingen Abschaltungen wichtiger Websites

Fortsetzung vom gestrigen Abend. Neu: Berichte beschreiben nun vorsorgliche Abschaltungen von Websites für Banken, Verkehr, Regierung und Gesundheit.

Das PHP-Projekt hat dringende Sicherheitsupdates für zwei kritische Schwachstellen, CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, veröffentlicht, nachdem Amazon Threat Intelligence mitgeteilt hatte, Angreifer hätten am 17. Oktober versucht, eine davon auszunutzen, vier Tage vor der öffentlichen Bekanntgabe. Amazon entdeckte den Versuch mithilfe von MadPot, seinem Ködersystem, und identifizierte später Proof-of-Concept-Code sowie neue Versuche von anonymisierter Infrastruktur aus. Auch Cloudflare warnte vor frühen Angriffen auf PHP-Websites auf seiner Plattform.

9,2

Punkte als kritischer Schweregrad für jede der zwei PHP2Shell-Lücken

Quellen: ZDNet, El Confidencial, POLITICO

Die Schwachstellen sind bedeutsam, weil PHP noch immer einem riesigen Teil des Webs zugrunde liegt. Das Sicherheitsteam von Wiz fand die Fehler mit Hilfe von KI, und ANSA meldete, die Schwäche sei mehr als ein Jahrzehnt verborgen geblieben. ZDNet berichtete, jede Schwachstelle habe einen kritischen Schweregrad von 9,2 und betreffe die meisten PHP-Builds. Forschende beschrieben eine Angriffskette als außergewöhnlich komplex, sagten aber, Frontier-KI-Modelle hätten die Hürde für ihre Entdeckung gesenkt.

Vorsorgliche Abschaltungen erfassten von Tokio bis Helsinki Banken, Verkehr, staatliche Stellen und Gesundheitsdienste. Mitsubishi UFJ Financial Group und Nomura schalteten in Japan einige Webseiten und Onlinezugänge wegen dringender Wartung ab. Websites der niederländischen Regierung gingen am Mittwoch vorsorglich offline, und Krankenhauswebsites waren nicht erreichbar. Auch Ministerien, Gerichte, Gesundheitsnetze und Sozialversicherungsportale in mehreren europäischen Ländern kappten vorübergehend den öffentlichen Datenverkehr.

CERT-EU, Portugals Cybersicherheitszentrum und die US-Behörde für Cybersicherheit und Infrastruktursicherheit forderten Organisationen, die nicht schnell patchen können, auf, betroffene Systeme vom Internet zu nehmen. Dan Guido, Vorstandschef von Trail of Bits, sagte, normale Nutzer könnten ihre eigenen Geräte schützen, aber nicht die Dienste reparieren, auf die sie angewiesen seien.

„Sie können die Website Ihres Krankenhauses nicht patchen.“

Dan Guido

Nach Berichten von: ZDNet, El Confidencial, POLITICO, ANSA.it, Adnkronos, europa press

5Wahlen

Trump ordnet Klage zur Senatswahl in Alaska an

Neu

Das Justizministerium erhob in Alaska Klage vor einem Bundesgericht und beantragte bei einem Richter, die Bestätigung des Ergebnisses der Senatswahl zu blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan gegen die Demokratin Mary Peltola mit weniger Stimmen verliert, als für Daniel J. Sullivan Jr. abgegeben wurden. Das Ministerium argumentiert, die ähnlichen Namen könnten Wähler verwirren und zu einem Ergebnis führen, dem es an Integrität fehle. Der Fall wäre erst nach dem Wahltag von Bedeutung und nur dann, wenn der Amtsinhaber knapp verliert.

20.000

Nichtstaatsbürger laut Klage des Justizministeriums in Kalifornien als Wähler registriert

Quelle: The New York Times

Donald Trump sagte, er habe das Ministerium persönlich angewiesen, die Klage einzureichen. Im Gespräch mit Reportern machte er die Befehlskette ungewöhnlich deutlich.

„Ich bin derjenige, der gesagt hat: Macht es.“

Donald Trump

Daniel J. Sullivan Jr., ein pensionierter Lehrer aus Petersburg, sagt, er trete aus eigenem Antrieb an. Republikaner bezeichnen ihn als eingeschleusten Kandidaten der Demokraten und verweisen auf seine jüngste Registrierung als Republikaner, seine Zusammenarbeit mit einem demokratischen Strategen, um auf den Stimmzettel zu kommen, sowie auf Spenden an demokratische Kandidaten. Die Demokraten bestreiten jede Verbindung. Der Oberste Gerichtshof Alaskas entschied im Juni, dass er auf dem Stimmzettel bleiben dürfe, und auf dem Stimmzettel wird der Amtsinhaber als Republikaner ausgewiesen und der Herausforderer als parteilos.

Wahlrechtsexperten reagierten kühl auf die Klage. Richard H. Pildes, Professor an der New York University, sagte, sie habe kaum eine rechtliche Grundlage.

„Es ist eine der schwächsten Wahlklagen, die ich je gesehen habe. Sie sollte vor Gericht keine realistische Erfolgschance haben.“

Richard H. Pildes

David Becker vom Center for Election Innovation & Research sagte, die Bundesbehörden hätten keine Befugnis, Alaska vorzuschreiben, wann und wie der Bundesstaat sein Wahlergebnis bestätigt. Alaska wählt am 3. November, wobei die Kontrolle über den Senat möglicherweise am Ergebnis hängt.

Als Nächstes: Alaska wählt am 3. November.

Nach Berichten von: The New York Times, ANSA.it, AP NEWS, POLITICO, de Volkskrant, Al Jazeera Online

6Energie & Handel

Golfspannungen treiben Brent Richtung 117 Dollar

Neu

Rohöl der Sorte Brent wurde am Freitag bei 116,90 Dollar je Barrel gehandelt, nachdem es im Handelsverlauf um mehr als 3,3 Prozent zugelegt hatte. West Texas Intermediate stand bei 103 Dollar, ein Plus von 3,5 Prozent im Tagesverlauf. Analysten von ING Think erklärten, die Märkte würden wegen einer neuen Eskalation am Persischen Golf, die die Öllieferungen beeinträchtigen könnte, zunehmend nervös, auch wenn die Versorgung bislang stabil geblieben sei. Berichte, wonach Donald Trump nach den Zwischenwahlen neue Angriffe auf den Iran erwägt, trieben die Preise ebenfalls nach oben.

Huthi-Rebellen im Jemen erklärten, sie hätten binnen 48 Stunden vier größere Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen verübt. Ihr Sprecher, Jahja Sari, nannte als Ziele unter anderem das saudische Verteidigungsministerium in Riad, die Flughäfen von Dammam und Abha sowie die Raffinerie Yanbu am Roten Meer. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition erklärte, sie habe zwei Drohnen im Süden und eine auf die Hauptstadt gerichtete Rakete abgefangen. Saudi Aramco wies die Beschäftigten in seiner Zentrale in Dhahran an, von zu Hause aus zu arbeiten, und das US-Außenministerium ordnete die Ausreise einiger Diplomaten und Familienangehöriger aus Saudi-Arabien an.

Auch der Iran verschärfte die Lage. Mohsen Resai, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, sagte, der Iran werde Ölanlagen in bis zu sieben Golfstaaten angreifen, dazu Telekommunikations-Unterseekabel, Rechenzentren und Anlagen für künstliche Intelligenz, falls die USA und Israel eine neue Bombardierungskampagne beginnen. Das Zentralkommando der US-Streitkräfte erklärte, eine Seeblockade iranischer Häfen habe Teheran daran gehindert, Rohöl im Wert von mindestens 25 Milliarden Dollar zu exportieren.

Der Wahlkalender liegt nun neben den Schifffahrtsrouten. Israel hält am 27. Oktober Parlamentswahlen ab, und Donald Trump hat versprochen, den Iran nicht vor den US-Zwischenwahlen am 3. November anzugreifen.

Als Nächstes: Israel wählt am 27. Oktober, danach folgen die US-Zwischenwahlen am 3. November.

Nach Berichten von: europa press, LaSexta, Al Jazeera Online, The Guardian, EL PAÍS, EL MUNDO

Was ansteht

Aus dieser Ausgabe

  • 1

    Die Waffenruhe soll am 29. Oktober beginnen.

  • 3

    Eine vollständige Abriegelung des Westjordanlands wurde ab 23. Oktober vorbereitet.

  • 5

    Alaska wählt am 3. November.

  • 6

    Israel wählt am 27. Oktober, danach folgen die US-Zwischenwahlen am 3. November.

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